Allgemeine Berichte | 09.05.2023

Neues Umfeld für die alte St. Remaclus-Kapelle

Waldorfer „Freizeitworker“ wieder tatkräftig am Werk

Paul Weber, Werner Krupp und Ewald Marx beim ersten Arbeitseinsatz an der St. Remaclus-Kapelle. Foto: privat

Waldorf. Jeden Dienstag treffen sie sich: die rührigen Mitglieder des Seniorenarbeitskreises Waldorf um den Ersten Beigeordneten Werner Krupp, die mit kleinen und großen Aktionen das Dorf schöner machen. Jetzt haben sie sich ein neues Projekt vorgenommen: Sie wollen den Bereich um die St. Remaclus-Kapelle neu gestalten und dort Ruhebänke aufstellen. Die kleine Kapelle liegt an der L 82 von Waldorf nach Niederzissen, kurz vor der Überführung über die Autobahn A 61. Nachdem der Ausbau der L 82 jetzt fertiggestellt ist, haben sich die Mitglieder des SAK in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz ans Werk gemacht: die Fläche einebnen, Pflaster verlegen und Platz für die Ruhebänke schaffen.

In dem sehr aktiven Team des SAK sind zur Zeit Dr. Günther Brenner, Bruno Gerullis, Werner Krupp, Ewald Marx, Jürgen Nachtsheim, Werner Polzer und Paul Weber ehrenamtlich tätig. Neu hinzugekommen ist jetzt Virginia Schmitt zu dem bewährten Team. Die Dienstagsworker tragen durch ihr handwerkliches Geschick immer wieder dazu bei, schöne Ecken für die Dorfgemeinschaft zu schaffen und zu erhalten. Zuletzt hatte die Gruppe unter anderem neue Bushaltehäuschen im Ort errichtet und kleine Ruheplätze angelegt. Werner Krupp, der auch Erster Beigeordneter der Gemeinde ist, sagt zu dem aktuellen Projekt: „Ich freue mich sehr, dass alle Mitstreiter einmal mehr so engagiert dabei sind. Mit dem neuen Zuweg sollen vorbeikommende Wanderer und anhaltende Autofahrer eine Möglichkeit erhalten, gut zur Remaclus-Kapelle zu gelangen.“

Bei dem Ausbau der L 82 wurde jetzt eine durchgehende Leitplanke errichtet, die eine direkte Zuwegung zur Kapelle verhindert. Im Rahmen der Umfeldgestaltung soll jetzt eine neue Zuwegung geschaffen werden.

Die St. Remaklus-Kapelle wird auch „Schnaken-Kapelle“ genannt. Das Heiligenhäuschen wurde 1869 erbaut und 1978/79 von Waldorfer Bürgern mit Unterstützung der Ortsgemeinde renoviert. Den Innenraum hatte Ernst Marx gestaltet. Er hat seinerzeit eine Inschrift angebracht, die auf die Sage der Errichtung der Vorgängerkapelle hinweist: Danach hatte ein Ritter der Burg Olbrück einen Bildstock des Heiligen Remaklus als „Schnakenfänger“ bezeichnet. Daraufhin, so die Sage, gaben ihm die Schnaken den Weg erst frei, als er gelobte, an dieser Stelle eine Kapelle zu bauen. Bis heute wird die Kapelle von Waldorfer Bürgern ehrenamtlich betreut.

Paul Weber, Werner Krupp und Ewald Marx beim ersten Arbeitseinsatz an der St. Remaclus-Kapelle. Foto: privat

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