St. Matthiasbruderschaft Kobern-Gondorf
Wallfahrten zu Zeiten von Corona
Kobern-Gondorf. Die Matthiasbruderschaft von Kobern-Gondorf hat es geschafft: Sie pilgerte auch dieses Jahr nach Trier zum Grab des Heiligen Matthias in der gleichnamigen Abtei, wo sie herzlich empfangen wurde. Dabei erwanderte sie 893 Euro für die Bolivienaktion „Solidarität bewegt“ des Dekanates Maifeld-Untermosel.
Die sonst übliche Gruppengröße von 50 bis 60 Teilnehmer war dieses Jahr coronabedingt verboten, ebenso das Übernachten unterwegs. Man entschloss sich daher, in einer wesentlich kleineren Gruppe zu wandern und abends jeweils mit dem Zug zurück nach Kobern zu fahren.
Eine Wegstrecke von 85 km in drei Tagen kam dennoch zustande, und die übliche Athmosphäre ebenfalls: Durchhalten mit schmerzenden Füßen, was man ohne die Gruppe und ohne den Glauben kaum könnte. Denkanstöße für das Leben, ein fast meditatives Gehen trotz aller Anstrengungen, und Gebete, Litaneien, die einen durch den Tag tragen.
Erstpilger Jörg Klippel: „Das bewusste Entkoppeln aus dem Alltag, die viele Zeit sich kennenzulernen und gute Gespräche zu führen, haben mir viel gegeben. Gleichzeitig konnte man auch für sich sein, wenn man es wollte.“ Erstpilgerin Birgit Hawecker: „Nach all den Anstrengungen war für mich das Ankommen die schönste Erfahrung.“ In der Tat war der herzlichen Empfang durch Pater Athanasius im Vorhof der Abtei, sowie der Einzug in die imposante Basilika unter Glockengeläut und dem Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ ein beeindruckendes Erlebnis. Dazu gehörte auch, dass Pater Athanasius die Gruppe zum Schluss in die Krypta führte, wo jeder für sich am Grab des Apostels Matthias seinen eigenen Abschluss finden konnte.
Wer mal mitmachen möchte, kann sich an Harry Schneider wenden, hbschneider@gmx.net, Tel. (0 26 07) 65 50, https://smb-kobern-gondorf.com.
