Allgemeine Berichte | 18.07.2017

3-Dörfer-Tour rund um drei schöne Gemeinde im Lahntal

Wanderer erkundeten die Umgebung

Die Wandergruppe auf der Früchter Spitze. MFU

Nievern. Mitten im romantischen Lahnbogen liegt die Ortsgemeinde Nievern. Dem Verlauf der Lahn flussabwärts folgend, liegt dieser romantische Ort auf der Seite des Taunus.

Ortsbürgermeister Lutz Zaun hatte zu einer Wanderung, der „3-Dörfer-Tour“, schon vor Wochen eingeladen. Am vergangenen Samstag war es dann soweit. Bei optimalen Wetterverhältnissen (nicht zu heiß, nicht zu kalt), trafen sich sechs Kurgäste (aus Köln, Leverkusen, Duisburg) von der Klinik Lahnhöhe, Gäste aus Miellen, Bad Ems und natürlich aus Nievern am Sportplatz, um gemeinsam die Tour rund um die drei schönen Gemeinden, Miellen, Frücht, Nievern zu erkunden.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Ortschef ging es dann zunächst über den Kellerweg, Richtung Miellen wandernd zum „Kapellchen“. Errichtet wurde diese Kapelle im Jahre 1952 und trägt den Namen „Gefallenen-Gedächtniskapelle“. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick.

Der Name des Dorfes Miellen ist von „Mühlen“ abgeleitet. Am Anfang soll dort eine Wassermühle am Unterlauf des Bachs gestanden haben. 1290 ist das Dorf erstmals erwähnt. Insgesamt, gab es damals sechs Mühlen. Die Wandergruppe ging weiter durch das Schweizertal an der ehemaligen „Kadendeller Mühle“, erbaut 1714, vorbei. Diese brannte im April 2014 völlig aus und wurde wieder aufgebaut.

Angekommen am Tennishaus in Frücht wurden die Wandersleut schon erwartet.

Willi Driesch auch als (Wein Willi) bestens bekannt, hatte die Weinsorten schon bereitgestellt.

Die lustige Gruppe wurde von dem Weinhändler aus Nievern und dem Bürgermeister zu einer Weinprobe eingeladen. Dazu gab es die leckeren „Heckeböck“.

In Nievern Geborene bezeichnet man auch mit dem Ortsnecknamen „Heckeböck“, wahrscheinlich bezugnehmend auf die Poller (Böcke) der Fähre Fachbach–Nievern, die die beiden Orte vor dem Bau der Lahnbrücke verband. So entstand aus der Bäckerhand von Heiner Walldorf das Nieverner Kleingebäck das einen „Konten“ symbolisiert.

Im Anschluss nach der kurzweiligen Rast ging es gestärkt weiter zur „Früchter Spitze“ in den Nieverner Wald, über die „Hindenburgbuche“.

Der Abzweig an dem als „Hindenburgbuche“ bezeichneten „Naturdenkmal“ , in das vor Jahrzehnten der Blitz eingeschlagen hatte, hat deshalb seinen Namen, weil dort, bis nach dem Krieg, in dem vorhandenen Buchenbestand (der offensichtlich zu Hindenburgs Zeiten angepflanzt wurde) Kinder und Frauen aus dem Dorf Bucheckern zum Verzehr und Verkauf sammelten. Ältere Frauen aus Nievern können sich daran noch erinnern.

Vorbei am „Silbersee“ entlang der „Fröschbach“ bis zur Nieverner Sporthalle wo die schöne Wanderung endete.

Der „Silbersee“ auf der „Fröschbachhalde“ ist entstanden, weil dort Ablagerungen der Bad Emser Blei- und Erzgruben bis weit in die 50er Jahre deponiert wurden. Das Wasser des Fröschbachs staute sich auf dieser Halde und schimmerte (natürlich auch wegen der Ablagerungen) silbern. Daher der Name. Die Nieverner Kinder haben wir dort oft gespielt. Manche gingen sogar schwimmen (und leben noch).

Mittlerweile ist der Bachzulauf verrohrt, verläuft unter der Halde und nur noch ein kleines Rinnsal speist den Silbersee. So die Erzählung von Lutz Zaun.

Die „Gefallenen Gedächtniskapelle“.

Die „Gefallenen Gedächtniskapelle“.

Die Fröschbach.

Die Fröschbach.

Die Wandergruppe auf der Früchter Spitze. Fotos: MFU

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