Allgemeine Berichte | 02.08.2026, 23:58 Uhr

Geschichtenwanderung im Rheinbacher Wald

Wanderung mit Ritter Trenk und Latte Igel durch den Geschichtenwald

Alle lauschen gespannt
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Ein Rucksack voller Waldgeschichten! Über 50 Kinder und Erwachsene machten sich mit Eifelverein und Rheinbach Liest am ersten Feriensamstag auf den 6 km langen Rundweg durch den Merzbacher Wald. Bei der ersten Geschichtenwanderung seit 2021 wurde an fünf Stationen vorgelesen.

Gemeinsam Wandern, Picknicken und dabei liebevoll ausgewählte Geschichten hören - diese einfache Idee war auf viel Interesse gestoßen. Zwölf Familien konnte das Vorbereitungsteam am Wanderparkplatz in Merzbach begrüßen. Die weiteste Anreise hatten Paul (Alter ?) und Patricia (Alter ?) aus Berlin, die bei ihrer Rheinbacher Oma Doris zu Besuch waren.

Bei herrlich mildem Sommerwetter ging es los zum ersten Haltepunkt im Wald. Dort las Ingeborg Mikloss, Pressewartin des Eifelvereins, aus Sabine Bohlmanns „Der kleine Siebenschläfer – Ein Rucksack voller Waldgeschichten“ die erste Episode über die richtige Art sich zu Langweilen. Langweilig wurde es aber nicht. Schon kurz darauf versammelte sich die altersgemischte Wandergruppe von 2 bis 85 Jahren am ausgetrockneten Bett des Stiefelsbaches. Dort lasen Susanne Hartmanns und Gerd Engel von Rheinbach Liest aus Sebastian Lybecks Klassiker „Latte Igel und der Wasserstein“. In der Nähe des Schwarzen Kreuzes übernahm Rheinbachs Bürgermeister Daniel Phiesel, der mit seiner Familie ebenfalls mitwanderte, gemeinsam mit der jungen Vorlesekünstlerin Mathea Woesler, spontan die Lesung aus Kirsten Boies „Der kleine Ritter Trenk“.

„Wir mussten uns im Vorfeld zwischen den Konzepten ‚Fortsetzungsgeschichte‘ und ‚Geschichtenpotpourri‘ entscheiden“, erklärt Gerd Engel. „Wir haben uns schließlich für das zweite Konzept entschieden, um den Familien möglichst viele Impulse für das häusliche Vorlesen zu geben.“

So landete auch die von Susanne Hartmanns an Station 5 hinreißend vorgelesene Episode aus Andreas Schmachtels „Hörnchen und Bär“ über das „Nichtangeln“ auf der Literaturliste. Diese lag nämlich im zum „Lesegarten“ umfunktionierten malerischen Privatgarten von Christiane Stockmanns in Neukirchen, in den die Wandergruppe nach gut 3 Km einkehrte, zum Mitnehmen bereit,. Dort gab es neben einem großen Bücherangebot auch Hot Dogs, zubereitet von Eifelverein-Jugendwartin Claudia Althausen, und kühlen Holunderpunsch der glücklichen Gastgeberin, die sich über die freundliche und entspannte Atmosphäre in ihrem Garten freute.

Viele Familien nahmen die Anregung mit, auch das private Wandern mit dem Vorlesen zu verbinden. „Vor allem aber, war das heute die schönste Art, die Sommerferien einzuläuten“, schwärmte ein Vater von zwei Kindern vor dem gemeinsamen Rückweg zum Wanderparkplatz über das gelungene Comeback des Formats. Und: „Wann findet die nächste Geschichtenwanderung statt?“ Am 27. September gibt es von den beiden kooperierenden Vereinen zunächst einmal die „Literaturwanderung“ für Erwachsene mit dem schönen Titel „...ein Herbsttag, wie ich keinen sah“. Und das ist dann eine echte Premiere!

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Alle lauschen gespannt Foto: Gerd Engel

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