Allgemeine Berichte | 25.07.2017

Tagung an der Uni Bonn

Warum Friedenschließen so schwer ist

Relevanz vergangener Friedensprozesse für die aktuelle Weltpolitik

Rhein-Sieg-Kreis. Syrien, Zentralafrika, Südosteuropa - die aktuelle weltpolitische Lage ist geprägt von zahlreichen Konflikten, deren Ende trotz intensiver Friedensbemühungen nicht absehbar ist. Inwieweit kann die Betrachtung vergangener Friedensprozesse für die aktuellen Entwicklungen relevant sein? Diese Frage wird bei der Tagung „Warum Friedenschließen so schwer ist: Der Westfälische Friedenskongress in interdisziplinärer Perspektive“ diskutiert. Die Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte der Universität Bonn richtet die Veranstaltung am Donnerstag und Freitag, 31. August und 1. September, im Festsaal des Unihauptgebäudes aus. Anmeldung unter bonn1648@uni-bonn.de ist erforderlich. Im Zentrum der internationalen Tagung steht die Betrachtung von Bedingungen des Friedenschließens, die am historischen Fallbeispiel des Westfälischen Friedenskongresses von 1648 aufgezeigt werden. Dieser Kongress eignet sich laut der Organisatorinnen Dr. Dorothée Goetze und Dr. Lena Oetzel besonders gut als Kontrastfolie, da er ähnliche Herausforderungen zu stemmen hatte wie die aktuelle Politik. Durch die Fokussierung auf den Friedenskongress von 1648 sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die für die Bedingungen und Schwierigkeiten sensibilisieren, auch in aktuellen Konflikten und Friedensfindungsprozessen der Gegenwart. Gestaltet wird die Tagung, als deren Kooperationspartner das Zentrum für Historische Friedensforschung der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn, der Landschaftsverband Rheinland sowie der Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg fungieren, durch Beiträge zahlreicher namhafter internationaler Experten. So wird der westfälische Friedensprozess am Donnerstagvormittag aus schwedischer, spanischer, französischer und niederländischer Perspektive beleuchtet. Am Freitagnachmittag stehen Fragen der diplomatischen Praktiken auf dem Programm, darunter Spionageabwehr und -aufklärung sowie die Rolle von Diplomatengattinnen auf dem Westfälischen Friedenskongress. Das Tagungsprogramm beginnt jeweils um 9.30 Uhr.

Die Tagung schließt am Freitag, 1. September, mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Friedenschließen und kein Ende? Von der Aktualität frühneuzeitlicher Friedensprozesse“. Diese Abschlussveranstaltung, die sich sowohl an die Fachwissenschaft als auch an eine interessierte Öffentlichkeit richtet, beginnt um 18 Uhr im Festsaal der Universität. Eine Anmeldung unter bonn1648@uni-bonn.de ist erforderlich.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige - Dauerauftrag
Kirmes in Kettig
Jahreskampagne 2. Anzeige Ausstellung Schaffensland
Titel
 50% Sommeraktion
Schützenfest Brohl
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
15.08.: Brandgeruch und Rauch in Teilen von MYK möglich
1059

Rauch kann sich aufgrund der Wetter- und Windlage über größere Entfernungen ausbreiten

15.08.: Brandgeruch und Rauch in Teilen von MYK möglich

KREIS MYK. Aktuell kann es in Teilen des Landkreises Mayen-Koblenz zu deutlichem Brandgeruch und wahrnehmbarer Rauchentwicklung kommen. Dies betrifft insbesondere Bereiche, die sich unweit aktueller Einsatzgebiete befinden. Darauf weisen die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und die Einsatzleitung beim Waldbrand in Langscheid hin.

Weiterlesen