Allgemeine Berichte | 08.05.2018

Patienteninformation im Rahmen der Gesundheitsvorsorge des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen

Was kann eine Schulterprothese leisten?

Über den Einsatz von Schulterprothesen referierte Dr. med. Christoph Engels.  privat

Remagen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Remagen hatte das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen zum Thema „Was kann eine Schulterprothese leisten?“ eingeladen.

Oberarzt Dr. med. Christoph Engels (Facharzt für Unfallchirurgie/spezielle Unfallchirurgie) konnte aus seiner beruflichen Erfahrung berichten, dass Patienten mit einer Schulterprothese erfolgreich behandelt werden können. Voraussetzungen sind sorgfältige Indikationsstellung, gute Vorbereitung und ein erfahrener Operateur.

Gelenkverschleiß, fortgeschrittene rheumatische Erkrankungen oder Oberarmkopfbrüche die anderweitig nicht behandelt werden können, sind die häufigsten Ursachen für einen notwendigen Gelenkersatz. Jährlich werden in Deutschland etwa 3000 künstliche Schultergelenke eingesetzt, im Vergleich zu über 100.000 Knie- oder Hüftprothesen eine geringe Zahl. „Aber die Anzahl der Operationen an der Schulter und damit auch der Schulterprothesen wächst“, wusste Engels zu berichten. So wurden im Jahr 2017 im Verbund-Krankenhaus Linz-Remagen 499 verschiedene Schulteroperationen durchgeführt, unter anderem auch zunehmend Schulterprothesen. Schulterprothesen werden seit den 70er-Jahren immer weiter verbessert, die mittlerweile dritte Generation hat eine vergleichbare Langzeithaltbarkeit wie bei Hüft- und Knieprothesen. Engels berichtete über die verschiedenen Prothesentypen, deren Einsatzbereich und Vor- und Nachteile.

Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, gilt es, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Wartet man ab, bis es nicht mehr geht, können Muskeln, Sehnen und Gelenkkapsel sich so verändert haben, dass die Beweglichkeit nach dem Einbau einer Prothese eingeschränkt bleibt.

Während des Krankenhausaufenthaltes wird bereits mit passiven krankengymnastischen Übungen begonnen, wobei der Arm vom Therapeuten nach festgelegten Bewegungsmaßen bewegt wird. Insgesamt sechs Wochen dauert es, bis Muskeln und Sehnen verheilt sind. Danach sind für mehrere Wochen aktive Übungen erforderlich, um eine optimale Beweglichkeit der Schulter zu erzielen.

Einen besonderen Rat gab Engels für sportliche Aktivitäten: „Etwa vier Monate nach einer problemlos verlaufenen Operation kann man vorsichtig mit Sport beginnen. Dabei sollte man Sportarten mit geringen Schulter- und Armbelastungen und niedrigem Sturzrisiko bevorzugen“. Empfehlen konnte er Aqua-Jogging, Aerobic, Gymnastik, Laufen, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf, Tanzen, Wandern und Nordic Walking. Nicht zu empfehlen sind Squash, Badminton, die meisten Kampfsportarten, Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Turnen, Tennis, Mountainbiken, Klettern und Hockey. Hier ist die Verletzungsgefahr deutlich erhöht.

Die nächsten Veranstaltungen

In den kommenden Wochen bietet das Verbundkrankenhaus folgende Informationsveranstaltungen im Rahmen des Med-Cafés an: am 7. Mai, 18 Uhr, in der Cafeteria des Franziskus Krankenhauses Linz mit Oberarzt Dr. Achim Viktor: „Herzschwäche – Was steckt dahinter und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?“; am 16. Mai, 18 Uhr, in der Cafeteria des Franziskus Krankenhauses Linz mit Oberarzt Nikolaus Atzl: „Instabilität der Wirbelsäule, angeboren, degenerativ, unfallbedingt“; am 16. Mai, 18 Uhr, in der Cafeteria des Krankenhauses Maria Stern in Remagen mit Chefarzt Dr. Temur Parulava: „Darmkrebs ist heilbar“; am 24. Mai, 18 Uhr, in der Cafeteria des Franziskus Krankenhauses in Linz mit Chefarzt Dr. Temur Parulava: „Darmkrebs ist heilbar“; am 6. Juni, 18 Uhr, in der Cafeteria des Franziskus Krankenhauses Linz mit Chefarzt Dr. Thorsten Luecke: „Fibromyalgie - Kopfschmerzen: multimodales Konzept“.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Zusage unter Tel. (0 26 44) 55-34 07 gebeten. Die Teilnahme ist auch ohne vorherige Anmeldung möglich.

Über den Einsatz von Schulterprothesen referierte Dr. med. Christoph Engels. Foto: privat

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