Allgemeine Berichte | 03.12.2024

Nach der Flut boten die Minihäuser den Menschen Obdach, deren Zuhause nach der Katastrophe nicht mehr bewohnbar war

Was wird aus den Tiny Houses in Sinzig?

Die Tiny Houses in der Kölner Straße.  Foto: ROB

Sinzig. Seit Dezember 2021 gibt es die Tiny House-Siedlung in der Kölner Straße. Heute, drei Jahre nach der Übergabe, steht die Siedlung im Osten von Sinzig immer noch. Sind die Tiny Houses noch bewohnt? Und falls nicht: Was passiert nun mit den mobilen Häuschen? BLICK aktuell fragte bei der Stadtverwaltung nach. Fest steht: Die Tiny Houses am Standort Sinzig sind nicht mehr bewohnt. Der Standort Sinzig konnte aufgelöst werden, weil die Betroffenen wieder in ihre Wohnungen gezogen sind oder auf dem Wohnungsmarkt eine andere Bleibe gefunden haben. Dabei wurden die Betroffenen von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Deutschland bei der Wohnungssuche unterstützt. Zehn Häuser an der Kölner Straße sollen in den nächsten Tagen abgebaut werden bzw. sind es bereits.

Bad Bodendorfer Tiny Houses sind noch bewohnt

In der Tiny House Siedlung in Bad Bodendorf sind noch einige Häuser bewohnt. Derzeit sind 15 Wohneinheiten mit 16 Erwachsenen und einem Kind belegt. In diesen Fällen konnte leider noch keine Wohnung gefunden werden. Auch hier unterstützen Mitarbeiter der Stadt Sinzig und des ASB die Bewohner bei der Suche. Dies gestaltet sich jedoch aufgrund der angespannten Wohnungssituation im Ahrtal oft schwierig, wie es in der Antwort der Stadtverwaltung Sinzig heißt. „Die einzelnen Häuser bleiben stehen, solange sie noch bewohnt sind und von Flutbetroffenen benötigt werden - niemand wird in die Obdachlosigkeit entlassen.“ Die Fertigstellung der Obdachlosenunterkunft der Stadt Sinzig in der Friedrich-Spee-Straße nach dem Wiederaufbau ist derzeit für Ende 2026 geplant.

Häuschen werden verkauft

Was passiert nun mit den unbewohnten Häuschen? Es ist geplant, die Wohnanlagen abzubauen und die Häuser zu verkaufen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25. Januar 2024 den sukzessiven Verkauf der Tiny Houses beschlossen. Sukzessiv bedeutet hier, dass die einzelnen Häuser stehen bleiben, solange sie noch bewohnt sind und von Hochwasserbetroffenen genutzt werden. Erst nach und nach werden die Tiny Houses abgebaut. Der Verkaufserlös wird entsprechend der Spendenvereinbarung mit Aktion Deutschland hilft e. V. verwendet. Das bedeutet, dass die Gelder aus dem Weiterverkauf gemeinnützig zur Beseitigung der Folgen der Flutkatastrophe in anderen Projekten eingesetzt werden.

ROB

Die Tiny Houses in der Kölner Straße. Foto: ROB

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