Hope Theatre Nairobi in Adenau
„Wasser, Quelle des Lebens“
Adenau. „Die Hilfsorganisationen pumpen so viel Geld in afrikanische Projekte. Dann können sie auch den Armen Geld für „gesundes“ Trinkwasser aus unseren Flaschen zukommen lassen“, war die Meinung des Chefs eines Konzerns, der das Wasser in Kenia vermarktet. Wasser war auch das zentrale Thema des Hope Theatre Nairobi in der mit rund 300 Schülerinnen und Schülern des Erich Klausener-Gymnasiums voll besetzten Hocheifelhalle.
Das Hope Theatre Nairobi wurde im Jahre 2009 in Kariobangi einem Slumviertel an der Großen Mülldeponie von Stephan Bruckmeier gegründet mit dem Ziel, in Theaterstücken die sozialen und menschlichen Brennpunkte zu behandeln. Das sind Themen wie Fairness im Alltag, nicht nur im Umgang mit anderen, sondern auch zwischen reichen und armen Ländern im Umgang mit Konsum. Nach der erfolgreichen Tournee 2014 mit „The Fair Trade Play“ hatte Judith Kunz für dieses Jahr eine Revue zur Grundlage unseres Lebens für das Hope Theatre geschrieben, bei der Stephan Bruckmeier die künstlerische Gesamtleitung hatte. Wasser ist für alle da? Die 15 Akteure zeigten in Tanz und Spiel, teils mit Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, dass das lange nicht so ist. Wasser steht der Menschheit nicht zu gleichen Teilen kostenlos und unendlich zu Verfügung. Wasser ist ein Wirtschaftsgut geworden, ungerecht verteilt und limitiert, das macht die einen reich und die anderen krank. Wasser steckt überall drin. Sogar in Jeans, lernten die Schülerinnen und Schüler; so werden für die Herstellung einer Jeans vom Baumwollsetzling bis zur fertigen Hose 14.000 Liter Wasser verbraucht. Oder für ein Liter Bier herzustellen werden 75 Liter benötigt. Obwohl das Recht auf Wasser wichtig für ein gesundes Leben und der Grundstein für nachhaltige Entwicklung ist, wird dennoch nichts so acht- und rücksichtslos behandelt wie die Quelle unseres Lebens. Wie im Programm vermerkt ist.
Die Armen können sich kein Wasser leisten.Fotos: SES
