Allgemeine Berichte | 28.09.2026, 08:21 Uhr

Wehrer Watzmänner wandern über den Bliessteig

Anlässlich der Fernwanderung des Wanderjahres 2026 erwanderten die Wehrer Watzmänner unter der Führung des Greffelcheswatzmannes Konrad Friedgen den Bliessteig in sechs Teilabschnitten.  Foto: privat

Wehr. Der Bliessteig ist ein grenzüberschreitender Weitwanderweg in der Saarpfalz. Die 106 Wanderkilometer messende Route beginnt im französischen Sarreguemines, deutschsprachig Saargemünd, und endet in Bexbach im Saarland. Überaus abwechslungsreich führt der Bliessteig durch das Biosphärenreservat Bliesgau. Mehrere historische Gemäuer und unzählige bizarre Buntsandsteinformationen werden angelaufen und sorgen unterwegs für ständige Kurzweil. Der Route wurde vom renommierten Wandermagazin im Jahre 2025 das Prädikat „Deutschlands schönster Weitwanderweg“ verliehen. Anlässlich der Fernwanderung des Wanderjahres 2026 erwanderten die Wehrer Watzmänner unter der Führung des Greffelcheswatzmannes Konrad Friedgen den Bliessteig in sechs Teilabschnitten. Am Anreisetag nahm man sich die 3. Etappe vor. Von Bebelsheim nach Blieskastel ging es durch den südlichen Bliesgau mit seiner wertvollen, nachhaltig bewirtschafteten hügeligen Kulturlandschaft, die sich aus Offenland, kleinen Waldparzellen und einzeln stehenden Baumgruppen zusammensetzt. Am zweiten Tag wanderte die vierköpfige Gruppe aus dem französischen Sarreguemines an der Blies entlang nach Bebelsheim. Die historische Bliesmühle und die klösterlichen Gemäuer in Gräfinthal waren die Highlights der 24 Kilometer langen Etappe. Die Streckenwanderung von Blieskastel nach Schwarzenacker stand am dritten Wandertag auf dem Programm der Bergkameraden. Erneut galt es 24 Wanderkilometer zu bewältigen, die an unzähligen, wild zerklüfteten Buntsandsteinfelsen vorbei führten. Der Menhir Gollenstein, Burg Kirkel, die in der Hälfte der Strecke angelaufen und bestiegen wurde und zum Schluss der Tour die ruinösen Reste des Klosters Wörschweiler setzten dabei die so geschätzten historischen Akzente. Auch auf dem vierten, pfadigen Teilabschnitt von Schwarzenacker nach Homburg begleiteten die Wanderer die von Moosen und Flechten bewachsenen Felsformationen. Die Vauban-Festung auf dem Homburger Schlossberg mit ihren unterirdischen Gängen und dem grandiosen Tiefblick auf die Stadt Homburg setzte den fulminanten Schlusspunkt. Die fünfte Etappe von Homburg über Jägersburg nach Höchen war mit 26 Kilometern der längste Teilabschnitt des Bliessteigs. Die Tour begann mit der Besichtigung der Homburger Schlossberghöhlen. Dabei handelt es sich um die größten Buntsandsteinhöhlen Europas, die über drei unterirdische Etagen begangen werden können. Im weiteren Verlauf wurde am Mühlwoogteich und am Bruchweiher vorbei marschiert. An der Glanquelle in Höchen endete die Etappe. Am letzten Wandertag bestiegen die Watzmänner das „Dach des Weitwanderweges“, den 518 Meter hohen Höcherberg. Der dort anzutreffende 26 Meter hohe Aussichtsturm ermöglichte traumhafte Fernblicke über die Saarpfalz. Am Kulturbahnhof in Bexbach endete dann die herrliche sechstägige Weitwanderung über den Bliessteig. Bevor die Bergkameraden ins Brohltal zurückkehrten ließ man die ereignisreichen saarpfälzischen Wandertage mit einer insgesamt zu bewältigenden Streckenlänge von 120 Kilometern einschließlich der Zu- und Abgänge bei einem gut gekühlten Weizenbier in einer urigen Schänke ausklingen und noch einmal Revue passieren.

Anlässlich der Fernwanderung des Wanderjahres 2026 erwanderten die Wehrer Watzmänner unter der Führung des Greffelcheswatzmannes Konrad Friedgen den Bliessteig in sechs Teilabschnitten. Foto: privat Foto: Picasa

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