Offizielle Einweihung des Zentralen Omnibusbahnhofs mit Park & Ride in Mendig
Weichen in die richtige Richtung gestellt
Klimaschutzministerin Katrin Eder: „Bahn-, Bus-, Fahrrad- und Fußverkehr müssen künftig komfortabel miteinander verknüpft werden“
Mendig. Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) mit Park & Ride hieß Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel am Freitag, dem 22.07.2022 die Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Katrin Eder, Staatsminister Clemens Hoch, MdL, die Landtagsabgeordneten Anette Moesta und Torsten Welling MdL, Birgit Meyreis (Kreisbeigeordnete), VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und die an dem Projekt maßgeblich beteiligten Mitarbeiter der VG-Verwaltung Andreas Loeb und Uwe Steuper und nicht zuletzt VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly und Andreas Roll von Stadt, Land und Bahn sowie viele Ratsmitglieder herzlich willkommen. Sein ganz besonderer Gruß galt jedoch der Schützenkapelle Mendig, die dem denkwürdigen Anlass einen angemessenen musikalischen Rahmen verlieh. „Bereits im Juni 2011 wurden von der Stadt Mendig Gespräche aufgenommen,um Möglichkeiten zur Verbesserung des Bahnhofumfeldes zu prüfen. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) konkretisierte die Überlegungen, die „Pellenz-Eifel-Strecke“ attraktiver zu gestalten und für die Linie Mayen-Andernach-Koblenz einen Stundentakt einzurichten und dafür sogar einen zweiten Bahnsteig herzustellen. Gleichzeitig wurde hierbei auch schon das Anlegen eines Park- & Ride-Standortes für den Bus- und Bahnverkehr ins Auge gefasst. Mit dem SPNV Nord wurde eine Machbarkeitsstudie an das Büro Stadt, Land, Bahn aus Boppard in Auftrag gegeben, welches unterschiedliche Plan-Varianten erstellte, von denen sich die Stadt Mendig letztlich für eine der verschiedenen Varianten entschieden hat. Zur Realisierung konnte die Stadt Mendig 2014 dieses Grundstück mit Blick auf den ‚Kaiserbahnhof‘ von 1877 erwerben, der bereits von Kaiser Wilhelm auf seinem Weg nach Maria Laach genutzt wurde. Vor acht Jahren hofften wir, das Projekt zeitnah umsetzen zu können“, sagte Stadtbürgermeister Ammel, der weiter ausführte, dass die Planung der Stadt auch eine direkte Anbindung von Busbahnhof und P+R Platz beinhaltete und ursprünglich im Anschluss an die geplanten Baumaßnahmen der Bahn erfolgen sollte. Aus diversen Gründen konnte die Bahn diese bis heute nicht in Angriff nehmen. Als der Landkreis Mayen-Koblenz für Dezember 2021 eine Neuauflage des Nahverkehrsplanes ankündigte, beschloss die Stadt, zügig mit ihren geplanten Maßnahmen zu beginnen, um das neue Linienbündel bestmöglich umsetzen zu können. Grundlage für die Verhandlungen seitens der Stadt war, dass die Bahn eine Überquerungshilfe für eine Anbindung der Anlage schaffen sollte, was auch bis zum Jahr 2024 verbindlich zugesagt worden war.
Der neue ZOB wird von 13 unterschiedlichen Buslinien und zwei Nachtbuslinien frequentiert. Außer den Umsteigeoptionen zwischen den Buslinien wird auch der Umstieg vom Rad auf Bus oder Bahn durch 32 Bike & Ride Stellplätze ermöglicht. Außer 20 überdachten Duplex-Rad-Stellplätzen werden zwölf gesicherte Fahrradboxen angeboten. Für PKW-Fahrer stehen zudem 40 neue Park & Ride Plätze zur Verfügung. Der Busbahnhof wurde vollständig Barriere frei ausgebaut und mit taktilem Leitsystem ausgestattet.
„Die wachsende Erderhitzung zeigt, wie überlebensnotwendig es ist, unsere Anstrengungen im Klimaschutz zu verstärken. Das wird aber nicht ohne die Mobilitätswende gehen. Und deswegen müssen wir den Bus- und Bahnverkehr ausbauen, um mehr Menschen zum Umstieg auf diese Verkehrsmittel zu bewegen. Mit dem neuen Zentralen Omnibus-Bahnhof in Mendig werden die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Hier werden die klimafreundlichen Verkehrsarten Bahn-, Bus-, Fahrrad- und Fußverkehr attraktiv und komfortabel miteinander verknüpft. Das ist die Multimobilität, die wir in Zukunft brauchen. In Mendig ist ein umfangreicher klimafreundlicher Mobilitätsknotenpunkt entstanden, der alle Mobilitätsarten verbindet“, erklärte Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Katrin Eder. Dieses vorbildliche Projekt unterstütze ihr Ministerium gerne und übernehme 85 Prozent (ca. 1,3 Millionen Euro), der förderfähigen Kosten.
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz betonte: „Wir wissen alle, dass wir einen Verkehrsinfarkt in Deutschland verhindern müssen. Immer mehr Zulassungen für PKW und LKW sorgen für einen solchen Infarkt. Das können wir nur entweder durch die Ausweitung neuer Verkehrsstraßen oder aber durch die Stärkung des ÖPNV erreichen. Der ÖPNV ist in meinen Augen sozial gerechter, denn es gibt viele Menschen, die sich entweder keine PKW leisten- oder aus Gesundheits- bzw. Altersgründen diese nicht nutzen können. Mit der Einführung des 9-Euro-Tickets wurde sowohl preislich ein Anreiz, als auch ein verständliches System geschaffen. Ich denke, wir alle erwarten, dass zum 01.09.2022 nicht Schluss damit ist, sondern der Bund es ernst meint mit der Stärkung des ÖPNV. Um darüber hinaus erfolgreich beim ÖPNV zu sein, braucht es eine leistungsstarke bauliche Infrastruktur. Dies wird mit der heutigen Einweihung des ZOB Mendig erreicht.
Wenn die Deutsche Bahn nun noch die barrierefreie Anbindung an die Bahnsteige direkt aus dem ZOB heraus verwirklicht und zusätzlich einen neuen Bahnsteig baut, wird das Projekt für alle ÖPNV-Nutzer einen Quantensprung darstellen“, so der VG-Bürgermeister Lempertz.
FRE
Die Schützenkapelle Mendig verlieh der offiziellen Eröffnung einen würdigen Rahmen.
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