Allgemeine Berichte | 14.12.2018

Spiritual Standards zum 20. Mal in der Ehrenwall’schen Klinik

Weihnachtliche Tradition trifft auf modernen Jazz

Bei den Interpretationen von Spiritual Standards verschmelzen weihnachtliche Traditionen und zeitgenössischer Jazz. SEL

Ahrweiler. Wenn sich Markus Bürger (Klavier) und Jan von Klewitz (Saxofon) alias „Spiritual Standards“ zum traditionellen Vorweihnachtskonzert in der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik ankündigen, dann sind volle Ränge garantiert.

Wer eine gute Sicht haben wollte, musste auch in diesem 20. Jubiläumsjahr des Konzertes früh dran sein, um einen der 111 Stühle im Lesesaal zu ergattern. Längst hat sich die Musik von „Spiritual Standards“ als Geheimtipp innerhalb und außerhalb der Klinikwände herumgesprochen. Entsprechend stolz war Dr. Christoph Smolenski, ärztlicher Direktor des Hauses, bei seinen einführenden Worten.

„Hier im Ehrenwall haben wir die Entwicklung dieser Ausnahmekünstler von der Pike auf beobachten können.“ Diese „Ausnahmekünstler“ sind Jan von Klewitz am Saxofon und Markus Bürger am Flügel, die bereits seit über 20 Jahren in verschiedensten Projekten zusammenarbeiten. 1998 dann, noch weniger bekannt, ihr erster Auftritt im Ehrenwall. Anlass bot damals ihr gleichnamiges Debüt-Album „Spiritual Standards“. Mittlerweile sind die internationalen Konzertbühnen ihr zu Hause.

Jüngst begleiteten sie die Inthronisation des deutschen Botschafters im Vatikan musikalisch. Allem Erfolg zum Trotz, finden Bürger und von Klewitz seither jeden Advent Zeit für ein Konzert in der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik. Hinzu kommt: Für Bürger, der gebürtig von der Mosel stammt, sind die Konzerte mittlerweile ein Heimspiel. Seine Mutter sei bereits vor einigen Jahren ins Ahrtal gezogen, erklärte der mittlerweile in Los Angeles lebende Musiker.

Das Jubiläumskonzert war ein intensives Zwiegespräch von Saxofon und Flügel. Dies wurde schon im rund 20-minütigen Auftakt deutlich, in dem das Duo Stücke von Bach und Luther, den „Vätern der weihnachtlichen Liedgutkultur“, kunstvoll miteinander verwoben. Frei und zu weiten Teilen mit geschlossenen Augen boten die Künstler ihre Interpretationen dar. Der Klang: eine Symbiose zweier Instrumente von zwei noch größeren Musikern, mal schmerzlich, mal heiter. Da traf weihnachtliche Tradition par excellence auf modernen Jazz. Beeindruckend auch die Interpretation von „Maria durch ein Dornwald ging“, mit der das Duo die erste Konzerthälfte schloss. Nach der Pause wurde es internationaler. Stellvertretend für das Liedgut ihrer Wahlheimat Amerika, gaben Bürger und von Klewitz „Amazing Grace“ zum Besten, das dort traditionell zu Thanksgiving gesungen wird.

Durch die Anekdoten, die Bürger zu den ausgewählten Stücken und ihren Komponisten zu berichten wusste, bekam das Konzert in dem schmucken Ambiente des Lesesaals eine „Wohnzimmer-Atmosphäre“. So erfuhren die aufmerksamen Zuhörer von der Geschäftstüchtigkeit Händels und wie ein isländischer Zahnarzt dazu kam, eine weihnachtsweise zu verfassen.

Mit viel Applaus und stehende Ovationen wurden das Duo für den rundum gelungenen Abend belohnt. Und die Zuhörer erhielten als Gegenleistung zwei Zugaben, davon eine aus der Feder Bürgers.

Bei den Interpretationen von Spiritual Standards verschmelzen weihnachtliche Traditionen und zeitgenössischer Jazz. Foto: SEL

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