Kultursalon Koblenz berichtet
Weltfrauen sind Kulturfrauen
Koblenz. Am Welttag der Frauen trafen sich in der Stadtbibliothek Koblenz die Kulturfrauen der Stadt. Nach Begrüßung durch die Dezernentin für Bildung und Kultur Frau Dr. Margit Theis-Scholz und einem Sektempfang mit Häppchen folgte ein kleines Kulturprogramm.
Die jüngste Kulturfrau gerade mal 19 Jahre alt präsentierte auf der Joseph-Breitbach-Bühne drei ihrer berührenden Songs. Ganz allein, nur von ihrer Stimme und der E-Gitarre begleitet, begeisterte Amelie Derksen das Publikum auf der Bühne. In „The Corner“ – riet sie den Kulturfrauen der Stadt, allen sich hin und wieder auch mal selbst zu verzeihen. Der Applaus war ihr sicher.
Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz kündigte danach Susanne Arnold, eine Schriftstellerin, die in Koblenz geboren wurde, an. Im Anschluss hieß es Häppchen oder Bibliotheksführung mit Ursula Kerber. Manche entschieden sich bewaffnet mit Sekt und Häppchen für das gegenseitige Kennenlernen der Kulturfrauen - darunter Museumsdirektorinnen, Kunsthistorikerinnen, Regisseurinnen, Autorinnen, Fotografinnen, Malerinnen etc. Laut der Rede der Kulturdezernentin der Stadt Koblenz wächst die Zahl der kulturell tätigen Frauen. Dieser Einfluss bewirkt eine Veränderung der bestehenden Systeme und Strukturen.
Die Zusammenarbeit ist das a & o. Ihr Engagement trüge dazu bei, dass diese Gesellschaft bunter, offener und toleranter wird. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam daran arbeiten die kulturelle Vielfalt und die Gleichstellung von Frauen in der Kultur zu fördern“, war ihr Credo des Tages. All das ist nur möglich, wenn die Kulturfrauen gewillt sind zu kooperieren, sich kennenzulernen, eine dichtere Vernetzung anzustreben verbunden mit dem Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Dies beruhe auf gegenseitiger Hilfe wie Unterstützung, die wiederum in Wertschätzung und Würdigung münde. Abschließend rief sie dazu auf: „ Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam daran arbeiten, die kulturelle Vielfalt und die Gleichstellung von Frauen in der Kultur zu fördern.“
Der Kultursalon Koblenz entdeckte in den Gesprächen mit den Kulturfrauen in der neuen Stadtbibliothek am Forum dabei wertvolle historische Hinweise auf Produktlinien der Stadt und ihrer Gemeinden.
Koblenzer Kirschen und anderes Obst waren vor 100 Jahren selbst an Fürsten- und Königshöfen stark gefragt. In einem der kommenden Salons im Kurfürstlichen Schloss wird diesem Kultur-Erbe nachgegangen. Das Heimatmuseum Güls wird die Hinweise liefern. Koblenzer Kirschen sind immer noch ein Exportschlager. Exklusivstände in der Kölner Breite Straße und Ehrenstraße stellen dazu im Sommer besondere Angebotstafeln auf. Koblenz zeigt Kultur - auch im Kleinen.
Dieses Jahr fällt das Oldtimer-Treffen u.a. wegen Brückenbau und Material-Lagerung am Schloss aus. Der Kultursalon mit Petra Lötschert suchen nach einer neuen Präsentationsfläche – wer gute Ideen für ein Oldtimer-Treffpunkt hat, darf sich gerne dazu melden unter info@kultursalonkoblenz.de.
2023 stehen diese zwei Themenpunkte auf dem Kulturprogramm im Kurfürstlichen Schloss: Am 21. Oktober geht es um die Baumiseren in Koblenz der sechziger Jahre. Und am 2. Dezember stellt Moderatorin Petra Lötschert die Frage: Was wurde aus dem Ahrtal und seinen Flutopfern? Mit Benefizkonzert von Daniel Ferber und Band - www.kultursalonkoblenz.de.
Singer-Songwriter Amelie Derksen kam bestens an. Foto: privat
