Gleichstellungsbeauftragte der Region trafen sich in Siegburg
Wenn Gleichstellung zur Herzensangelegenheit wird
Rhein-Sieg-Kreis. Rund um Handlungsfelder der Gleichstellung drehte sich jetzt alles im Siegburger Kreishaus. Durchschnittlich fünfmal im Jahr treffen sich die Gleichstellungsbeauftragten der Region zum Erfahrungsaustausch. Diesmal hatte Brigitta Lindemann, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, den Arbeitskreis Gleichstellung Bonn/Rhein-Sieg zur kollegialen Beratung eingeladen.
Auf der Tagesordnung der rund 20 Teilnehmerinnen stand neben dem Thema „Wiedereinstieg in den Beruf“ oder den Planungen rund um „100 Jahre Frauenwahlrecht“ diesmal ein ganz besonderer Punkt: Kreisdirektorin Annerose Heinze, die Mitte Februar dieses Jahres aus dem Dienst ausscheidet, ließ es sich nicht nehmen, sich persönlich von dem interkommunalen Gremium zu verabschieden.
Von 1990 bis 1997 war Annerose Heinze Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises.
Was für die erst zweite „Gleichstellungsfrau“ im Amt einst einfach zur Stellenbeschreibung gehörte, wurde schnell zur Herzensangelegenheit, für die sich die heutige Kreisdirektorin noch immer engagiert.
Beim ganz persönlichen Rückblick auf knapp 30 Jahre Gleichstellung in der Kreisverwaltung durfte natürlich auch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert werden. Aber die Kreisdirektorin gab den Teilnehmerinnen auch mahnende Worte mit auf den Weg: „Bleiben Sie dran – auch wenn Gleichstellung heute vermeintlich gar kein Thema mehr ist!“
Der Handlungsbedarf sei weiterhin gegeben – ob bei der gendergerechten Sprache oder auch der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Von besonderer Brisanz und zentraler Bedeutung für die Gleichstellungsarbeit sei auch das Handlungsfeld „Gewalt an Frauen“, betonte Heinze: „Insbesondere zu Hause sind Frauen von Gewalt betroffen und damit der größtmöglichen Diskriminierung ausgesetzt – dabei stehen gerade die eigenen vier Wände für Schutz und Sicherheit.“
Pressemitteilung
des Rhein-Sieg-Kreises
