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Ottmar Gies präsentierte einen Teil seiner Sammlung im Stadtmauerhäuschen

Wenn Kleiderbügel erzählen

Die meisten vertretenen Namen der Lahnsteiner Geschäftswelt sind längst Geschichte

13.06.2018 - 16:46

Lahnstein. Über 200 verschiedene Kleiderbügel waren am Lahneck-Live-Wochenende im Stadtmauerhäuschen innen und außen zu bestaunen. Nationale und internationale Holzkleiderbügel von Hotels von Baden-Baden (Hotel „Bühler Höhe“) bis Tahiti („Maeva“), von Rotterdam („De Macator“) bis Hawaii („Sheraton“) – das war nur eines der Sammelgebiete des Lahnsteiner Bürgers Ottmar Gies, der zugleich versicherte, dass er in jedem Hotel, in dem er einen Kleiderhalter mitnahm, einen Ersatzbügel zurückgelassen hat. Viele der Aufhänger bekam er auch von anderen Reisenden geschenkt, die durch einen Bericht in der Rhein-Zeitung 1994 auf Gies‘ ungewöhnliches Hobby aufmerksam wurden.

Für das Stadtarchiv besonders interessant sind die Kleiderbügel mit den Namen der Lahnsteiner Geschäftswelt. Die meisten von ihnen sind längst Geschichte wie das Bekleidungshaus Hermann Lang, A.C. de Kunder, Schneidermeister Max Battenfeld, Tuch- und Maßgeschäft Gottfried Pfennig, Maß- und Schneidergeschäft Johann Didian, chemische Reinigung Otto Müller, Josef Becker (alle Oberlahnstein) sowie die chemische Reinigung Eduard Baum (Niederlahnstein). Von den ausgestellten Bügeln existiert nur noch das Schuh- und Bekleidungshaus Fischer in der Bahnhofstraße.


Werbeanzeigen beigesteuert


Stadtarchivar Bernd Geil hatte dazu alte Werbeanzeigen dieser Geschäfte kopiert und beigehangen. Auch von Koblenz hatte Ottmar Gies viele Bügel zusammengetragen, von denen nur noch die wenigsten existieren, wie C&A, wo er bis zu seiner Pensionierung beschäftigt war.

„Für unseren Liebling“ oder „Dem braven Kinde“ waren beispielsweise auf den Bügelchen zu lesen, die im Kinderzimmer ausgestellt waren. Raritäten der Sammlung sind sicherlich die Offiziersbügel vor dem Ersten Weltkrieg sowie die ganz alten Reisebügel, die noch aus der Zeit Napoleons stammen. Sie unterscheiden sich durch ihre Form und die Möglichkeit des Zusammenklappens.


Einrichtung hat sich geändert


Natürlich war auch wieder das gesamte Häuschen zu besichtigen. Diese Gelegenheit nutzte auch eine Nachfahrin der letzten Bewohner, die das Haus noch durch ihren inzwischen verstorbenen Vater Toni Hohl aus eigener Anschauung kannte. Toni Hohl, den Lahnsteinern als Wirt des Gasthauses „Bürgerstube“ bekannt, lebte in den 1960er Jahren hier einige Jahre bei seinem Stiefvater Otto Kurtz. Dorothea Renate Aulenbacher war sehr angetan von der Erhaltung des Häuschens, wenn auch die Einrichtung nicht mehr der von ihren Ahnen gleicht. Diese wurde bekanntlich durch die Lahnsteiner Bürger nach und nach gestiftet und dokumentiert heute das Lahnsteiner Alltagsleben der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Am Tag des offenen Denkmals geöffnet


Der nächste Aktionstag steigt zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September. Einen Teil seiner Sammlung hat Ottmar Gies übrigens dem Museum geschenkt. Sie wird dann auch zu sehen sein. Pressemitteilung

Stadt Lahnstein

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Kommentare
Uwe Klasen :
Wer, wie z.B. die Sozialverbände, zu den wirtschaftlichen Gewinnern dieser "Asylpolitik" gehört, kann schon nur aus Eigeninteresse diese Unterstützen. Da bedarf es keiner langen Begründung wie hier Kund getan!
juergen mueller:
Was heutzutage so alles eine Pressemitteilung wert ist. Da wird jemand, alkoholisiert, gleich zu etwas abgestempelt, was noch garnicht bewiesen ist und womöglich nur aus einer Alkohollaune heraus geschah. Sicherlich ein öffentliches Ärgernis und zugleich für die ausführende Hand auch lebensbedrohlich. Aber ein Aufreger? Finde ich nicht. Da regen sich wieder Zweibeiner über etwas auf, was sie mit Sicherheit, zwar nicht öffentlich (oder doch?), aber zumindest zuhause im stillen Kämmerlein oder einem sonstigen stillen Örtchen selbst schon einmal "gehändelt" haben. Da ging jemandem ganz einfach nur der TRIEB durch, was der TRIEBfahrzeugführer ja auch sofort erkannt hat, der ja sehr genau hingeschaut haben muss.
ROTMILAN:
Für alle, die nicht das geistige Niveau von EIKE e.V. und Herrn Uwe Klasen erreicht haben - soll heißen: Das Zusammenfallen von zwei/mehreren Ereignissen bedeutet noch keine Wechselbeziehung der Ereignisse und erst recht noch keine Ursache/Ursächlichkeit für ein bestimmtes Ereignis - eine bestimmte Erscheinung in der Natur. Herr Klasen leugnet den Klimawandel durch jedenfalls überwiegend menschliche Einflüsse auf dem geistigen Niveau von Scheinwissenschaftlichkeit. Was sich klug anhören soll, ist nicht zwangsläufig klug aus sich heraus. Die Analyse von Frau Dr. Etscheidt ist zutreffend. Wer dies in Zweifel zieht mit "Argumenten" der dargestellten "Güte" von Herrn Klasen, wird auch nicht in Zweifel ziehen, dass die Erde eine Scheibe sei.
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
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