Allgemeine Berichte | 11.03.2020, 14:13 Uhr

Bonner gründen gemeinnützigen Verein für Menschen in Uganda

Wenn aus Träumen Pläne werden

Henning Wahlen, Tony Wanyoike und Jens Hirschfeld (v.l.n.r.) mit den gesponserten Schulbänken vor der neuen Schule. Fotos: Hopeline Germany e. V.
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Bonn. Der gebürtige Morenhovener Henning Wahlen und der Bonner Jens Hirschfeld haben zusammen mit Freunden und der Familie den gemeinnützigen Verein Hopeline Germany – Hilfe für Menschen in Uganda e. V. gegründet. Der unabhängige und 100% spendenfinanzierte Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebenswelten von Menschen im zentralugandischen Hinterland nachhaltig zu verändern. Damit sie die Chance auf eine lebenswerte und selbstbestimmte Zukunft haben.

Inspiriert von einem mehrmonatigen Aufenthalt in Entwicklungshilfeprojekten in Uganda im Jahr 2014 hat sich Hirschfeld vorgenommen, dort Schritt für Schritt professionell zu helfen. Das Ganze geschieht komplett auf ehrenamtlicher Basis.

Schon vor der Vereinsgründung vor knapp einem Monat haben die beiden 40-jährigen in den letzten sechs Jahren bereits rund 30.000 Euro an Spenden akquiriert. Mit dem Benefiz-Event „Kick it for Uganda“ haben sie auf der Gemeinschaftssportanlage Buschhoven/Morenhoven in Swisttal eine regionale Charity-Veranstaltung aus der Taufe gehoben. Seit 2015 sind Teams aus ganz NRW bei dem sportlichen Kick für die gute Sache vereint und bis zu 500 Menschen besuchen Jahr für Jahr das bunte Fest für die Menschen in Uganda.

Regelmäßige Projektbesuche

Ende Februar sind Hirschfeld und Wahlen von einem Besuch in den Projekten rund um die Stadt Lugazi zurückgekehrt. Mit ihrem Partner vor Ort, dem Ugander Tony Wanyoike, haben sie sich einen aktuellen Überblick verschafft. Tony Wanyoike ist das Herz und Hirn der Hopeline Organisation in Uganda und hat die Projekte einst aus der Taufe gehoben. Er selbst sieht sich als „community developer“ und ist ein anerkannter Mann in und um Lugazi. Wo immer Menschen auf ihn zu sprechen kommen, reden sie mit höchstem Respekt und Begeisterung über den 35-jährigen Visionär. Er lässt sie an eine lebenswerte Zukunft glauben.

„Es tut gut, direkt vor Ort zu sein und sich ein Bild zu machen. Mit den Menschen zu sprechen und sich mit ihnen über ihre Bedürfnisse auszutauschen. Dadurch können wir unseren Spenderinnen und Spendern ein realistisches Bild der Situation vermitteln und aktuell notwendige Bedarfe ermitteln“, so Wahlen.

Schulbau, Women‘s Empowerment, Medizinische Hilfe und Karneval in Uganda

Eckpfeiler des Wirkens von Hopeline Germany sind Projekte im Hinterland des Buikwe District in Zentraluganda. Mit den bisherigen Spenden wurde der Bau einer Schule ermöglicht. Unter anderem wurden dafür ganz konkret über 100 hölzerne Schulbänke gesponsert. Die neue Wellshine Junior School ermöglicht rund 900 Schülerinnen und Schülern den Zugang zu Bildung. Viele von ihnen besuchen zum allerersten Mal eine Bildungseinrichtung.

Zudem werden im Rahmen eines „Women‘s Empowerment Programm“ zwei Frauengruppen beispielsweise durch die Bereitstellung von Saatgut für ihre Felder oder den Kauf von Nähmaschinen zur Produktion von Kleidung nachhaltig gefördert. Beim Besuch der Frauengruppen am Weiberdonnerstag stimmten Wahlen und Hirschfeld das „Trömmelche“ an und die musikalischen und tanzfreudigen Damen hatten damit ihre helle Freude.

Die medizinische Ausstattung eines Gesundheitszentrums für die Landbevölkerung gehört ebenfalls zum Engagement.

Jede Spende macht einen Unterschied

Als junger Verein gilt es nun, Spenderinnen und Spender zu finden, die das Wirken für die Menschen in Uganda möglich machen. „Wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass es 10.000de Projekte gibt, die man unterstützen kann. Doch frohen Mutes hoffen wir, dass Bonnerinnen und Bonner und Menschen aus ganz Deutschland gerade unseren Mikrokosmos der Hilfe unterstützenswert finden. Für alle Fragen rund um die Projekte stehen wir stets gerne zu Verfügung“, so Jens Hirschfeld.

Wer sich detaillierter über das Wirken des gemeinnützigen Bonner Vereins informieren möchte kann das über die Sozialen Medien und unter www.hopeline-germany.de tun.

Kontoverbindung: Hopeline Germany – Hilfe für Menschen in Uganda e.V., Raiffeisenbank Rheinbach, IBAN: DE76 3706 9627 0079 1920 15.

Frauen wie Halimah und Hajilah bekommen durch das Women’s Empowerment Programm Perspektiven aufgezeigt.

Frauen wie Halimah und Hajilah bekommen durch das Women’s Empowerment Programm Perspektiven aufgezeigt.

Maisbrei und Bohnen. Typische Mahlzeit von der Schulkantine .

Maisbrei und Bohnen. Typische Mahlzeit von der Schulkantine .

Henning Wahlen, Tony Wanyoike und Jens Hirschfeld (v.l.n.r.) mit den gesponserten Schulbänken vor der neuen Schule. Fotos: Hopeline Germany e. V.

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