Laudato si – in Sorge für das gemeinsame Haus – Gruppe Sinzig/Remagen
Wenn schon, dann aber richtig
Vom guten Umgang mit Kleidung
Sinzig/Remagen. Der Kleiderschrank ist zu voll, es muss einiges weg, doch manchmal möchte man ja auch mal etwas Neues tragen. Alles kein Problem, wenn es nicht Ausbeutung und Umweltschäden bei der Herstellung und ebenso schlimme durch die „Entsorgung“ gäbe.
Aber es gibt dazu Alternativen: Augen auf beim Kauf! Unter www.fairtradekleidung.org findet man eine Liste mit Shops und Marken, die ohne Sklaverei und Ausbeutung hergestellte Kleidung anbieten. Retoure-Ware wird dort nicht vernichtet, sondern aufbereitet und caritativen Einrichtungen oder Second-Hand-Läden weitergegeben. Auch in Geschäften, möglichst in der Region, kann man nach fairen Kleidungsstücken fragen und hat oft Erfolg. Etwas für einen selbst Neues kann man in Second-Hand-Läden oder beim Kleidertausch („Meins wird deins“, Sternsinger-Aktion) erwerben.
Weniger, nur Nötiges einkaufen, die Kleidung länger tragen, einmal anders kombinieren und selbstbewusst den eigenen Stil und nicht den von der Mode diktierten tragen, kommt der Umwelt zugute und spart zudem Geld. Kaputte Stellen kann man auffällig flicken, Löcher sind eh in, und auch das Upcyclen von alten Kleidungsstücken liegt voll im Trend: man näht aus mehreren Stoffen ein neues oder etwas ganz anderes. Caritative, auf keinen Fall kommerzielle, (Alt)Kleidersammelorganisationen garantieren eine einwandfreie Verwendung: entweder wird die Kleidung direkt an Notleidende oder in Second-Hand-Läden weitergegeben oder bei schlechtem Zustand gut „fairwertet“. Nie kommt sie in arme Länder, denn dort würde sie Schaden unterschiedlicher Art anrichten.
Auch hierbei kommt es auf jeden Menschen an, der durch umsichtiges und nachhaltiges Denken und Handeln Menschen und Umwelt schützt - eine echte win-win-Situation: es gibt ein schönes, zufriedenes Gefühl, gute Kleidung zu tragen.
