Allgemeine Berichte | 23.08.2021

Kinderschutzbund startet mit zwei Touren ein spannendes Angebot für Familien

Westerwald-Kinder haben die Geheimnisse der Bäume erkundet

Der Fuß vom Reh, das Geweih vom Hirsch, ein Schädel – Detlev Nauen hatte ein mobiles Museum im Rucksack verpackt und teilte seine Geheimnisse gerne. Diese Westerwald-Kinder wissen jedenfalls jetzt, wie Rehe und Hirsche Gras abrupfen (nicht beißen!) und kauen. Foto: privat

Höhr-Grenzhausen. Was werden wohl die Tausendfüßler und Regenwürmer gedacht haben, als hundert kleine Finger sie unterm Laub ertasteten, hervorzogen und in eine Schüssel setzten? Für eine ganze Weile hatten sie die volle Aufmerksamkeit einer bunten Schar von Westerwald-Kindern, die den Wald im Kleinen und Großen erkundeten, gut geführt von Revierförster Detlev Nauen.

„Huuuuh-Muss!“, verkündete ein 17-stimmiger Chor auf die Frage, was aus den Blättern wird, nachdem sie zu Boden gefallen sind. Und die Mamas und Papas waren kaum weniger verwundert als die Kita-Kinder, dass das nur vier Jahre dauert und dazu Abermillionen Tierchen, aber halt auch Regenwürmer und Tausendfüßler baucht. Unter anderem. Der Wald ist ein eng geflochtenes Netz von Lebendigem, alles aufeinander angewiesen – und nicht zuletzt die Menschen. Also wurde die ganze Krabbelei aus der Schüssel wieder frei gelassen, ohne „Igitt“ und „Bääääh“. Und weiter zogen die ersten „Westerwald-Kinder on Tour“.

Das große Baumpat*innen-Projekt des Kinderschutzbundes wolle ja nicht nur beim Aufforsten helfen, sondern Kindern und Familien den Wald und seine Wohltaten näherbringen, hatten Melanie Hermann und Joachim Türk gesagt, als sich die gut 30-köpfige Schar am „Flürchen“ in Höhr-Grenzhausen auf dem Weg machte. Die Teilnehmer hatten Glück, denn die beiden Tour-Termine der Westerwald-Kinder waren ruckzuck überbucht. Alles Waldfreund*innen. Förster Nauen konnte sich über viel Aufmerksamkeit und einige Vorkenntnisse freuen.

Natur mit allen Sinnen

Da war es nicht allzu schwer, aber doch ein bisschen abenteuerlich, im wilden Wald Sachen zu sammeln, die pieksen, duften, weich oder hart in der Hand liegen. Natur mit allen Sinnen – für den Geschmackssinn hatten sich die Brombeeren hergerichtet. Höhepunkte waren die Schädel von Reh und Hirsch und die Füße des Wildschweins, auch wenn die Dinos von manchem vermisst wurden.

Nach zwei aufregenden Stunden war die Pause am Westerwald-Kinder-Denkmal willkommen. Aber bei der Rückkehr am Flürchen wären alle am liebsten noch ein Stück mit dem Förster durchs Dickicht gezogen. Es wird sicher ein nächstes Mal geben, versprachen die Kinderschützer.

Infos zur Aktion: www.westerwald-kinder.de

Pressemitteilung

der Kinderschutzbund

Kreisverband Westerwald

OV Höhr-Grenzhausen

Der Fuß vom Reh, das Geweih vom Hirsch, ein Schädel – Detlev Nauen hatte ein mobiles Museum im Rucksack verpackt und teilte seine Geheimnisse gerne. Diese Westerwald-Kinder wissen jedenfalls jetzt, wie Rehe und Hirsche Gras abrupfen (nicht beißen!) und kauen. Foto: privat

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