Benediktinerkonvent Maria Laach
Widors vierte Symphonie
Am Samstag, 13. Juli
Glees. Gereon Krahforst spielt in der Abteikirche Maria Laach, während der dortigen Orgelmatinée, die vierte Orgelsymphonie von Charles-Marie Widor, am Samstag, 13. Juli, um 12 Uhr. Auch diese Matinée ist, wie schon einige vergangene, Teil des von Krahforst konzipierten und durchgeführten „Widor-Projektes“, innerhalb dessen er alle zehn Symphonien des großen Meisters und Jubilars, der dieses Jahr 175 Jahre alt würde, aufführt. Die vierte Symphonie schließt den ersten, frühen Zyklus von vier Symphonien op. 13 ab. Sie beginnt mit einer archaischen Toccata, die eher wie ein altertümlicher Marsch daherkommt, anstatt mit flirrenden Klänge mit den sonst gewohnten französischen Toccaten-“Girlanden“ aufzuwarten. Es schließt sich eine ruhig fließende Fuge an - vielleicht sind diese ersten beiden Sätze ein Rückblick in die Barockzeit, gerade durch das aufeinanderfolgende Gattungspaar „Toccata“ und „Fuge“. Dann allerdings ist ein wunderschönes „Andante cantabile“ zu hören, die zu den schönsten Zeugnissen von Widors Meisterschaft im Erfinden lyrischer Kantilenen zählt - hiernach ist ein schumannartiges Scherzo in c-moll zu hören, auf das ein meditatives Adagio folgt. Der Schlusssatz lenkt noch einmal, wie ein sich schließender Kreis, den Blick zurück auf die Barockzeit - indem er sich als hoch festliches, stürmisches Finale im Stil von Händel gibt.
Einladung zu dieser interessanten Symphonie an der Schwelle zu Widors Meisterschaft. Die Dauer des Werkes beträgt ca. 35 Minuten. Der Eintritt ist frei; am Ende wird eine Kollekte gehalten.
