Allgemeine Berichte | 06.10.2016

„Wir Westerwälder“-Veranstaltung fand in Ransbach-Baumbach statt

„Wie macht man Wissen haltbar?“

Für Ausbildungsleiter Helmut Hecking ist eine der wichtigsten Grundlagen, eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden und alle Seiten mit einzubeziehen. WFG

Region. Wissen, Erfahrungswerte, Ideen und unternehmensspezifische Kenntnisse sind wichtige Bausteine für den Erfolg eines Unternehmens. Von reibungslosen Prozessabläufen über technische Produktdetails bis zur hervorragenden Kundenzufriedenheit - hinter all diesen Punkten stehen Mitarbeiter, die ihr individuelles Wissen einbringen. Die Fragestellung, wie Unternehmen dafür sorgen können, dass diese Informationen nicht verloren gehen wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter in den Ruhestand geht oder das Unternehmen an die nächste Generation übergeben wird, stand im Fokus der „Wir Westerwälder“-Veranstaltung „Wissensmanagement - Arbeitskraft geht, das Wissen auch?“ in den Räumen der Kern-Haus AG in Ransbach-Baumbach. Auf Einladung der Wirtschaftsförderungen der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis gemeinsam mit den entsprechenden IHK-Regionalgeschäftsstellen kamen rund 50 interessierte Unternehmensvertreter zusammen, um über theoretische Hintergründe und praktische Beispiele durch fachkundige Referenten informiert zu werden und sich über die Herausforderungen auszutauschen. Professor Siegfried Schreuder, Leiter des Kompetenzzentrums für Wissensmanagement an der Hochschule Koblenz, machte deutlich, dass keine Patentlösungen existieren, da hier betriebsindividuelle Bereiche wie Organisationsstruktur, Spezialisierungsgrad oder Personalplanung eine wichtige Rolle spielen. Wie auch bei anderen Herausforderungen können gute Beispiele aber hilfreich sein, um Lösungen für die eigene Situation zu finden.

Eines davon stellte Helmut Hecking, Ausbildungsleiter bei der Firma Wirtgen in Windhagen, vor. Für ihn ist eine der wichtigsten Grundlagen, eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden und alle Seiten mit einzubeziehen. „Der kritische Faktor ist der Mensch. Ob ein Veränderungsprozess - und das ist Wissensmanagement - gelingt oder nicht, hängt immer von der Akzeptanz der handelnden Personen ab“, weiß er aus eigener Erfahrung. Das trifft auch auf den Fall eines Generationenwechsels im Unternehmen zu, egal ob auf Mitarbeiter- oder Führungsebene. Das zeigte der Erfahrungsbericht von Markus Hoffarth-Righetti von der Kanzlei Hoffarth & Partner in Niederahr. Entscheidend für ihn ist nicht primär das fachliche, faktische Wissen, sondern die Berücksichtigung der Beziehungsebenen. Dazu zählen einerseits Verbindungen zwischen Mitarbeitern und Kunden, zum Beispiel ein langjähriges Vertrauensverhältnis, und andererseits die soziale Funktion des Mitarbeiters im Betrieb. „Sie alle haben Meinungsführer, ‚Kummerkästen‘, Bedenkenträger und Vermittler zwischen Hierarchieebenen in ihrem Betrieb und die sollten Sie kennen.“

Einen kleinen Exkurs in die rechtlichen Möglichkeiten, Wissen zu schützen, unternahm Patentanwalt Peter Strauß aus Koblenz. Schnell wurde die Vielschichtigkeit der Optionen deutlich: Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis, Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs - alle schützen Wissen, aber mit unterschiedlichen (juristischen) Konsequenzen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

Betriebliche Vorhaben zum Wissensmanagement sind konkret und zielorientiert. Sie sollten sich auf relevantes Wissen für das Unternehmen beziehen (aus der Vergangenheit, aus der Gegenwart und für die Zukunft); Wissensmanagement-Vorhaben sind „Chefsache“, brauchen Zeit und Fingerspitzengefühl; Wissensquellen/-geber sind interne und externe Teilnehmer wie Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten usw.; Wissenserwerb ist dynamisch und vernetzt organisiert; neue Kommunikationstechnologien unterstützen die einfache Mitwirkung; (juristische) Schutzmöglichkeiten für Wissen sind sehr vielfältig und nicht unbedingt teuer.

WFG im Landkreis Neuwied

Für Ausbildungsleiter Helmut Hecking ist eine der wichtigsten Grundlagen, eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden und alle Seiten mit einzubeziehen. Foto: WFG

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
SB Standesamt
Angebotsanzeige (April)
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
14

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
58

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Imageanzeige - Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Container Anzeige
Stellenanzeige
Anzeige Lange Samstage
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Titelanzeige KW 15
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Veranstaltung 15.April
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Sonderseite Geschäftsführungswechsel