33. Weihnachtsrockfestival in Bendorf begeisterte die Musikfans
Wilde Riffs, High Energy und Rock and Roll pur
Bendorf. Es war ein tolles und rockiges Spektakel am vierten Adventssamstag in der Stadthalle in Bendorf. Die AG Bendorfer Rockfestival e.V. mit ihrem jahrzehntelangen Vorsitzenden und Organisator Michael Enschelmeyer hatte wie immer keine Kosten und Mühen gescheut, ein wirklich denkwürdiges Rockfestival auf die Beine zu stellen. Den Anfang eines unvergesslichen Abends machte die Band „ Lilli Rubin“, die Zweitplatzierten des Rockbuster-Wettbewerbs 2017. Die fünfköpfige Band aus Mainz spielte deutschsprachige selbstkomponierte Indie-Popmusik und sorgte gleich am Anfang dafür, dass die Halle mitbebte. Mit elektronischen Sounds spielte die Band Lieder mit Ohrwurmpotential. Auch die wunderbar rauchige Stimme der Sängerin Lilli Rubin verfeinerte die lebhaften Melodien. Musiktitel wie „Wolken“, „Falsches Ich“, „Veronica“, „Galaxy“ und „Wachs auf Beton“ hatten einfühlsame Melodien und Texte, die auch zum Nachdenken animierten. Die Balladen der Band erinnerten an manch englische Band wie „The Chainsmokers“ oder auch an die aktuell sehr erfolgreiche deutsche Künstlerin Mia. Nach einer kleinen Umbaupause kamen dann unter frenetischem Beifall die vier Mädels der schwedischen Hardrockformation „Thunder Mother“ auf die Bühne. Die Rockband, die mit der Rocklegende KISS in den USA unterwegs war, spielte ihr letztes Konzert in diesem Jahr in Bendorf. Sie legten gleich los wie die Feuerwehr und rockten die Halle, dass der Boden bebte.
Als bester weiblicher Rockact Schwedens kündigte Organisator Michael Enschelmeyer die Band dem Publikum auf der Bühne an, und die vier Rockerinnen zeigten wilde Riffs, High Energy und Rock and Roll pur. Die Energie, die die vier Musikerinnen auf die Bühne legten, war nicht zu übertreffen. Gründerin der Band und Gitarristin Filippa Nässil sowie ihre Kolleginnen ließen es so richtig krachen auf der Stadthallenbühne. Die gewaltige Stimme von Rockröhre Guernica Mancini elektrisierte die Fans, die in Ekstase gerieten, mitsangen und begeistert im Rhythmus der Stücke klatschten. Schon zweimal begeisterte die schwedische Band beim größten Hardrockfestival der Welt, dem „Wacken Open Air“ in Norddeutschland.
Auf die Frage, wie es denn den vier Rockerinnen hier in Bendorf gefallen habe, sagten alle, dass sie viel Spaß hatten und die Fans gut draufgewesen seien. Sie würden gerne wiederkommen zum Weihnachtsrock im nächsten Jahr, so Gitarristin Fillipa Näsill. Doch der Terminkalender für „Thunder Mother“ ist für nächstes Jahr schon prall gefüllt. „Jetzt wird erst mal Weihnachten gefeiert“.
Als dritten Rockact kündigte Enschelmeyer die Wiesbadener Sensationsband The New Roses an. Ihre aktuelle CD ist in den Charts ganz oben im Bereich Rock und Hardrock. Timmy Rough, Gitarrist und mit einer wahnsinnigen Rockröhre ausgestattet, Norman Bites, Leadgitarrist der Weltspitzenklasse, Drummer Urban Berz sowie Hardy am Bass legten los und rockten Hits von ihrer aktuellen CD „One more for the Road“. Titel wie „Piece by Peace of Mind“, Life ain´t easy (For a Boy with long Hair)“, „Consider me gone“, „My own worst enemy“ oder „Every wild Heart“ sind Hardrockohrwürmer, die die Rockfans mitsangen. Die Musik der Band ist orientiert an legendären Bands wie AC/DC, Kid Rock, Aerosmith oder auch The Black Crowes, doch das in einer ganz anderen Machart. In diesem Jahr war die Band in England auf Tournee und das als Headliner, und international auf vielen Rockfestivalsbühnen dieser Welt. Zuhörer ihres Konzertes waren auch die Musikerinnen von Thunder Mother, die kräftig den Rock von The New Roses mitfeierten und zum Abschluss mit der Wiesbadener Band sowie Organisator Enschelmeyer auf der Bendorfer Bühne mitsangen. Dazu der Sänger und Gitarrist Timmy Rough: „Es war etwas ganz besonderes, heute hier in Bendorf vor den tollen Fans zu spielen. Hier ist unser Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres, und es hat tierisch Freude gemacht, man hat es ja auch an den sehr vielen Zugaben gesehen, wie toll die Leute unsere Musik angenommen haben. Wir würden gerne im nächsten Jahr wiederkommen, es war einfach geil hier.“
Ein ganz tolles Weihnachtsrockfestival in der Bendorfer Stadthalle ging zu Ende, mit einem kleinen Wermutstropfen, denn es ist noch nicht sicher, ob es im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Für Organisator Michael Enschelmeyer war es das letzte Konzert, „denn 33 Jahre sind genug, jetzt müssen die jungen Leute zupacken und das Bendorfer Weihnachtsrockspektakel in den nächsten Jahren veranstalten.“ .
... heizten gehörig ein.
´The New Roses` ...
Lilli Rubin begeisterte mit rauchiger Stimme und Band.
... verausgabten sich ebenfalls.
´Roses`-Sänger und Gitarrist Timmy Rough fasste zusammen: „Es war einfach geil hier!“