Allgemeine Berichte | 25.04.2023

Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V.

Wildkatzen-Babys in Gefahr

Verein feiert am 23. Juli sein 45-jähriges Bestehen

Die Unterscheidung von jungen getigerten Hauskatzen und Wildkatzen ist sehr schwierig.  Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Es wiederholt sich leider jedes Jahr“, seufzt Anita Andres, 1. Vorsitzende des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V., „tierliebe Spaziergänger melden uns ein getigertes Baby-Kätzchen, das angeblich verlassen im Wald gelegen hat. Schlimmstenfalls wurde es sogar mitgenommen und die Leute wundern sich über die immense Wehrhaftigkeit - Knurren, Spucken, Fauchen, Kratzen - des Kätzchens“.

Fast immer handelt es sich dabei um Wildkatzenbabys, deren Mutter gerade auf Nahrungssuche unterwegs war. Vielleicht hat sie sogar ganz in der Nähe versteckt gelauert und wollte warten, bis die menschlichen Störenfriede die Kinderstube verlassen und wieder zurück auf den Waldweg gehen.

Tatsächlich ist die Unterscheidung von jungen getigerten Hauskatzen und Wildkatzen sehr schwierig. Während die erwachsene Wildkatze oft ein verwaschenes, getigertes Fell hat, ist dies bei ihren Jungen wie auch bei den wildfarbenen Hauskatzen noch klar gezeichnet. Auch der kräftigere, gedrungene Körperbau und die breite Schnauze sind bei den Welpen noch nicht so ausgeprägt.

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal sind die wenigen, stark abgegrenzten, meist geschlossenen schwarzen Ringe am dickeren Schwanz, der sich anders als bei getigerten Hauskatzen nicht zum Ende hin verjüngt, sondern deutlich stumpf und buschig bleibt und mit einer schwarzen Spitze endet. Prägnant sind auch die am Hinterkopf fächerartig verlaufenden, stark abgesetzten Streifen. Der am Rücken in der Regel durchgehende Aalstrich endet am Schwanzansatz, während er bei wildfarbenen Hauskatzen meist durchgeht.

Wildkatzen und Hauskatzen werden zwar oft verwechselt, sind aber nicht verwandt. Während die Wildkatze seit jeher als Raubtier durch die Wälder Europas streifte, kommt die Hauskatze aus dem Nahen Osten zu uns. Dort ging sie vor rund 10.000 Jahren als Farm- oder Schiffskatze eine Symbiose mit dem Menschen ein: gegen Kost und Logis schützte sie die Nahrungsvorräte der Menschen vor Mäusen.

Als echte – streng geschützte – Wildtiere haben Wildkatzen andere Bedürfnisse als Hauskatzen, sie bekommen andere Krankheiten und brauchen auf Grund ihres wesentlich kürzeren Verdauungstraktes andere Nahrung - Katzennassfutter z.B. kann zu tödlich verlaufendem Durchfall führen. Und sie lassen sich nicht domestizieren, auch nicht wenn man sie als Baby mit der Flasche großzieht.

„Wenn Sie im Wald auf ein beige- braun getigertes Kätzchen stoßen, ziehen sie sich am besten weiträumig zurück, damit die Mutter zurückkommen kann. Wenn Sie den Eindruck haben, dass das Tier apathisch oder schwer krank ist, wenden sie sich bitte umgehend an einen Experten. Auskunft gibt jeder Tierarzt oder auch die Mitarbeiter des Retscheider Hofes in Bad Honnef, der Anlaufstelle für Wildtiere in der Region ist“, rät Anita Andres, https://www.retscheider-hof.de/

Der Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. feiert am 23. Juli sein 45-jähriges Bestehen im Winzerverein Lantershofen. Für die Tombola werden noch dringend Preise gesucht: wenn Sie noch ungeliebte Geschenke oder Fehlkäufe neu oder neuwertig in den Schränken stehen haben melden Sie sich bitte bei Anita Andres (Tel. 02641 207465), wir holen die Preise auch gerne ab.

Der Verein freut sich über jede Art von Hilfe – sei es Futter-Spenden oder eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit – Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden – unter IBAN: DE 27 5775 1310 0000 8154 31 Kreissparkasse Ahrweiler. Weitere Infos unter www.katzenschutz-aw.de.

Die Unterscheidung von jungen getigerten Hauskatzen und Wildkatzen ist sehr schwierig. Foto: privat

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