Allgemeine Berichte | 26.04.2021

Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald kämpft mit den folgenden der Corona-Pandemie

Wildvogel-Pflegestation in Not: Weniger Spenden und steigende Kosten

Steigerung der zu pflegenden Tiere um mehr als ein Drittel

Rotmilan in der Reha-Voliere der Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald. Fotos: Wildvogel-Pflegestation Kirchwald

Kirchwald. Die Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald kämpft, wie viele andere, ähnliche Einrichtungen, mit den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie.

Wurden im Kalenderjahr 2019 noch ca. 3.000 Wildvögel und ca. 250 Igel in der Pflegeeinrichtung versorgt, so waren dies im darauf folgenden Pandemiejahr 2020 fast genau 4000 Vögel und 400 Igel. Diese Steigerung um mehr als ein Drittel ist in den fast drei Jahrzehnten des Bestehens der Station nie da gewesen.

Der Vorstand des Trägervereins, sowie die Leitung der Station, führen diese Entwicklung auf die geänderte Lebenssituation der meisten Menschen unter Corona Bedingungen zurück. Viele von uns arbeiten von Zuhause, der eigene Garten, das häusliche Umfeld werden mehr genutzt, es werden mehr Spaziergänge gemacht.

Die tierlieben Mitmenschen finden dadurch häufiger Vögel und Igel in Not und bringen diese nach Kirchwald.

Rückgang der Spenden

Leider sind viele Menschen jetzt, im zweiten Pandemiejahr, in einer unsichereren Lebenssituation. Sie machen sich große Sorgen um ihre persönliche, aber auch allgemeine wirtschaftliche Situation und spenden deshalb deutlich weniger als in den Jahren zuvor.

Die Station in Kirchwald hat aber nicht nur im Bereich der privaten Spender einen Rückgang der Einnahmen zu verbuchen. Es hat leider auch eine Stiftung ihre in den Jahren zuvor geleistete große Unterstützung eingestellt.

Es zeichnet sich nun deutlich eine noch nie aufgetretene Diskrepanz zwischen den stark ansteigenden Ausgaben und den stark zurückgehenden Einnahmen ab.

Schon jetzt liegen die Aufnahmezahlen notleidender Tiere höher, als in dem vergangenen Rekordjahr. Sofern, wie zu erwarten ist, diese Entwicklung fortbesteht, sieht sich die Wildvogel-Pflegestation Kirchwald, nach 30-jährigem Bestehen, einer ernsthaften Finanzierungskrise gegenüber. Dies. Zulasten der Tiere, der Mitarbeiter und all das zu Beginn der Hauptsaison.

Der Vorstand des Trägervereins und die Stationsleitung bitten auf diesem Weg um finanzielle Unterstützung, um eine Versorgung der verletzten, verwaisten, erkrankten Tiere auch in Zukunft sicher zu stellen.

Spendenkonto

Volksbank RheinAhrEifel eG

BLZ: 57761591

Konto: 14523400

IBAN DE66 5776 1591 0014 5234 00

BIC GENODED1BNA

Junges Waldkauzküken.

Junges Waldkauzküken.

Der kleine Waldkauz wird in der Pflegestation wieder fit gemacht.

Der kleine Waldkauz wird in der Pflegestation wieder fit gemacht.

Waldkauzküken, sehr helles Tier, aus dem Horst gefallen.

Waldkauzküken, sehr helles Tier, aus dem Horst gefallen.

Igel (Jungtier) in der Station wegen hochgradigem Lungenwurmbefall und Lungenentzündung, kurz vor der Freilassung in die Natur.

Igel (Jungtier) in der Station wegen hochgradigem Lungenwurmbefall und Lungenentzündung, kurz vor der Freilassung in die Natur.

Rotmilan in der Reha-Voliere der Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald. Fotos: Wildvogel-Pflegestation Kirchwald

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