Allgemeine Berichte | 20.09.2021

Erste Veranstaltung von Kul-tour Mendig in diesem Jahr

Willy Astor präsentierte sein neues „Programm für Wortgeschrittene“

Willy Astor in der Laacher See-Halle. Fotos: FRE

Mendig.Zahlreiche Abonnenten von Kul-tour Mendig sowie viele Fans des bekannten „Podestsängers“ und „Silbenfischers“ Willy Astor erlebten nach langer „Corona-Enthaltsamkeit“ am vergangenen Freitag in der Laacher See-Halle einen über zweieinhalb Stunden währenden Lachmuskel-Gymnastik-Abend.

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass von den insgesamt ca. 300 Besuchern lediglich drei Personen nicht geimpft, allerdings aktuell getestet waren, durften alle, nachdem sie ihre Plätze eingenommen hatten, ihre Masken abnehmen. Der bayerische Wortakrobat Willy Astor kalauerte frei nach dem Motto seines Programms für „Wortgeschrittene“ was das Zeugs hielt. Dass er sich mit seinen in einem atemberaubenden Tempo abgefeuerten sinnigen und unsinnigen Wortverdrehungen auf hohem sprachlichem Niveau bewegte und dabei niemals unter die Gürtellinie zielte, zeichnet ihn ganz besonders aus. Der Komödiant und Komponist ist in München/Hasenbergl aufgewachsen. Seit 1977 spielt der gelernte Werkzeugmacher und Maschinenbautechniker Gitarre und 1985 tauschte er den Beruf gegen seine Berufung und tourt seitdem mit Wortspielereien, Liedern und Gedichten durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Gleich zu Beginn eroberte er in der Mendiger Laacher See-Halle die Herzen seiner begeisterten Fans mit einem Medley, das er mit bekannten Melodien und verdrehten Refrains schmückte und sich dabei mit nur wenigen Akkorden auf seiner Gitarre ins richtige Licht zu setzen vermochte. Ob es sich um den Weißen Hai beim Zahnarzt handelte („Sechs Plomb“), „Pass-Bilder“ (auf die Melodie „Mathilda“ von Harry Belanfonte oder um alltägliche Dinge wie: „Neulich fragte ich mein Klopapier, na, wie ist die Lage?“ oder den umgedichteten Helge Schneider-Song „Katzenklo“ in „Mäusekot, Mäusekot schmeckt auch mal im Roggenbrot!“ Wie kommt jemand auf solche Ideen? Mitunter muss der sympathische Comedian selber lachen, da er seine eigenen Witze offensichtlich auch mag. Wenn einige seiner mit enormer Geschwindigkeit präsentierten Gags bei seinen Fans nicht auf Anhieb zünden, legt der Meister seines Faches noch einmal nach, und schon ist die Verbindung zu seinem bestens gelaunten und höchst amüsierten Publikum wieder hergestellt.

Nicht zuletzt versteht Willy Astor sich auch auf sanfte und nachdenklich stimmende Töne. Das stellte er in Mendig, wo er mit seinem hinreißenden, von einer verzaubernden Light-Show untermalten Instrumentalstück „Nautilus“ das andächtig lauschende Publikum tief berührte, beeindruckend unter Beweis. Für den nicht enden wollenden Applaus bedankte der Künstler sich mit zahlreichen Zugaben. FRE

Der Comedian zeigte in Mendig sein neues Programm.

Der Comedian zeigte in Mendig sein neues Programm.

Willy Astor in der Laacher See-Halle. Fotos: FRE

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Auto
Anzeige zu Video „Sparen + Gewinnchance? So funktioniert Gewinnsparen!“
Kirmes in Brohl
Sachbearbeitung Sport (m/w/d)
Empfohlene Artikel
Mitten in der Altstadt von Koblenz, dort wo Touristen und Einheimische gerne stehen bleiben, steht er: der Schängelbrunnen.
32

Koblenz. Seit 1941 plätschert er auf dem Willi-Hörter-Platz in der Altstadt vor sich hin. Oder besser gesagt: er spuckt sich tapfer durch die Jahrzehnte. Dieser Brunnen ist aber kein stilles Wasserspiel, sondern wie ein echter Koblenzer ein wahres Original. Original: frech, unbeeindruckt und leicht verschmitzt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Mit dem 1. Juli 2026 endete eine prägende Ära am St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach.
115

Andernach. Nach vielen Jahren engagierter und vorausschauender Arbeit verabschiedete sich Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn in den Ruhestand. Sie hinterlässt einen modernen Gesundheitscampus, der wirtschaftlich solide aufgestellt ist und sich den Herausforderungen eines sich tiefgreifend wandelnden Gesundheitswesens mit einer klaren Zukunftsstrategie stellt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel