Allgemeine Berichte | 08.03.2016

Vertreter des Kulturparks sowie der Stadt Bendorf eröffneten die diesjährige Tourismussaison

„Wir brauchen uns nicht zu verstecken“

Vertreter des Kulturparks und der Stadt bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Tourismussaison. GM

Sayn. Kulturpark Sayn, das sind touristische Highlights wie neugotisches Schloss und trutzige Stammburg, romantische Hochzeitskapelle und eherne Gießhalle, römischer Wachturm und Abenteuer-Kletterwald, idyllischer Schlosspark und romanische Abtei, historische Kornmühle, Eisenkunstguss-Museum und Schmetterlingsgarten, eingebettet in die reizvolle Kulturlandschaft zwischen Brex- und Saynbach.

Bei einer Pressekonferenz im Schlossrestaurant „SaynerZeit“ eröffneten die Vertreter des Kulturparks sowie der Stadt Bendorf die diesjährige touristische Saison. Bürgermeister Michael Kessler konnte für das vergangene Jahr wieder eine positive Entwicklung der Besucherzahlen in der Stadt vermelden: „Wir haben bei den Übernachtungen ein Plus von 2,5 Prozent auf 33.180. Das weist auf eine längere Verweildauer der Gäste hin. Nicht enthalten sind hierin die vielen tausend Übernachtungen im größten Pfandfinderlager Europas im Brexbachtal. Die Gesamtanzahl der Besucher für den Kulturpark Sayn hat sich auf über 250.000 erhöht.“ Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ergänzte: „Hiervon entfallen alleine auf den Schmetterlingsgarten zwischen 70.000 und 90.000 Gäste.“

Der Bürgermeister informierte weiter unter anderem über geplante Neuerungen vor allem auf dem Areal der Sayner Hütte und die Anlage von sogenannten „Traumpfädchen“, das sind relativ kurze und ebene Rundwanderwege für Familien. Dort können von der Oma bis zum Kind alle die einzelnen Ziele und Sehenswürdigkeiten entspannt erwandern. Auch sollen an diesen Wanderwegen gelegene historische Aussichtspunkte rekonstruiert und in den Kulturpark eingebunden werden.

Eine der „abwechslungsreichen Regionen Deutschlands“

Kessler betonte: „Wir leben in einer der abwechslungsreichsten und kulturhistorisch wertvollsten Regionen Deutschlands mit derzeit zwei Welterbestätten. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung unabdingbar. Daher begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich die Bewerbung des UNESCO Welterbe Mittelrheintal für die BUGA 2031, sind aber davon überzeugt, dass Orte mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen wie Bendorf und Sayn in die BUGA-Region einbezogen werden müssen.“

Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn führte aus: „Kulturpark Sayn, das ist etwas, was in den letzten Jahren entstanden ist. Das ist neu, aber wir sind bereits ein wichtiger Partner des Werbeverbunds ‚Meisterwerke zwischen Rhein und Mosel.‘ Wir sind jung und noch nicht so bekannt, aber bereits in einer Liga mit den Besten. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, denn wir haben einmalige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das neugotische Schloss. Es gibt neugotische Burgen in der Region, aber keine neugotischen Schlösser, um nur ein Beispiel zu nennen.“ Sie machte weiter darauf aufmerksam, dass zurzeit ein Flyer für den gesamten Kulturpark erstellt wird, um den Gästen gebündelt wichtige Informationen zu vermitteln. Dieser Flyer soll ab Mitte März in allen Einrichtungen ausliegen.

Die Besuchermagneten Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn, Rheinisches Eisenkunstguss-Museum und Kletterwald Sayn starten mit frischen Ideen und neuen Angeboten in die Saison 2016. Die höchsten Bäume in Rheinland-Pfalz stehen im Sayner Kletterwald, dort heißt es zum Saisonstart am 12. und 13. März „Anklettern“ und einen neuen Partnerparcours, das sogenannte „Zweigebirge“, erkunden. Hier ist Teamwork gefragt, die Kletterer können diese neueste Herausforderung mit insgesamt acht Elementen nur zusammen überwinden. Neu bei den Special Events ist in diesem Jahr das Sommerferienfest am 27. August.

Der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn startet mit einer Ausstellung „Himmelsgewicht, Werke mit Schmetterlingsflügeln“ des Bremer Künstlers Werner Henkel in den Frühling. Im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum, das bereits seit Ende Februar wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, werden zur Dauerausstellung schmucker Gusseisenprodukten begleitende Sonderausstellungen geboten, zum Beispiel sehr persönliche Fotografien von Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein, oder bis 10. April die Ausstellung Malerei und Porzellanmalerei unter dem Titel „Reflexionen“ von Irmgard Stengel und Ute Henne, beide Mitglieder der Bendorfer Künstlergruppe SPECTRUM. Auch das bei den Besuchern besonders beliebte Museumstheater wartet mit neuen Inszenierungen auf, hier wird die Geschichte der Stadt und der Region humorvoll und authentisch dargestellt, wie in dem unterhaltsamen Stück „Ahl Sään und Spitzenhäubchen“, das am 22. April Premiere feiert.

Sanierungsarbeiten an der Abtei Sayn sind abgeschlossen

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Abtei Sayn wurden abgeschlossen, das eindrucksvolle Ensemble aus Pfarrkirche und Pfarrhaus wird auch in diesem Jahr Veranstaltungsort hochklassiger Konzerte sein. Weitere Glanzstücke der Kirche sind die Stumm-Orgel aus dem Jahr 1778 und der wertvolle Simonsschrein mit der Armreliquie des Heiligen Apostels Simon (um 1215), der demnächst von einer Ausstellung in der Schatzkammer des Kölner Doms in die Abtei Sayn zurückkehrt. Die Sayner Hütte rüstet sich in 2016 für eine Öffnung des Besucherzentrums „Kruppsche Halle“. Die umfangreichen Maßnahmen für die Nutzbarmachung sollen gegen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Rehlinde Glöckner, Geschäftsführerin der Stiftung Sayner Hütte, verwies auf die Intention: „Im Sinne einer ‚kritischen Rekonstruktion‘ soll die städtebauliche und architektonische Entwicklung der Sayner Hütte an der Klarheit ursprünglicher Pläne orientiert werden. So wird der Grundstein für eine eindrucksvolle Präsentation auch im Hinblick auf die Anerkennung als Weltkulturerbe und zudem – ganz wichtig – für künftige Nutzungen gelegt“. „Begleitend zu den Arbeiten für den denkmalgerechten Rückbau der ehemaligen Maschinenbauhalle aus der Krupp’schen Ära sind Veranstaltungen und Führungsangebote in Vorbereitung. Jeden vierten Sonntag im Monat wird es außerdem auf dem Gelände eine öffentliche Führung geben“, erläuterte Werner Prümm, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung.

Nicht zuletzt wies er darauf hin, dass der am UNESCO Welterbe Limes gelegene Römerturm im Sayner Wald zu den beliebtesten Wanderzielen der Region gehört. Weitere Informationen, Tipps zu Führungen und Veranstaltungen und die Vermittlung und Buchung freier Unterkünfte gibt es bei der Tourist-Information im Schloss Sayn oder im Internet unter www.bendorf.de.

Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn mit Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Michael Kessler und Werner Prümm.

Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn mit Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Michael Kessler und Werner Prümm.

Vertreter des Kulturparks und der Stadt bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Tourismussaison. Fotos: GM

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