Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
„Wir dürfen nicht weg sehen!“
Rhein-Sieg-Kreis. „Wir dürfen nicht weg sehen“, appelliert Brigitta Lindemann, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises. Und doch passiert es bei einem Thema immer wieder, dass es in der Öffentlichkeit nicht erörtert wird: Häusliche Gewalt an Frauen und ihren Kindern. Dabei sind die Zahlen, die kürzlich vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben heraus gegeben wurden, alarmierend. Jede dritte Frau in Deutschland ist von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen. 25 Prozent aller Frauen erleben körperliche und/oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft. Zwei von drei Frauen erleben sexuelle Belästigung. Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen jedes Jahr zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Im Rhein-Sieg-Kreis haben sich die Gleichstellungsbeauftragten sowie der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt des Rhein-Sieg-Kreises dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Sie nutzen den Tag und gehen im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Straße“, um die Öffentlichkeit zu informieren und auf die Ziele ihrer Arbeit aufmerksam zu machen. Dabei geht es um die Ächtung von Gewalt und Verbesserung des Schutzes bei häuslicher Gewalt, die Etablierung verlässlicher Hilfestrukturen im gesamten Rhein-Sieg-Kreis sowie die Entwicklung von Standards für die Zusammenarbeit zum Abbau häuslicher Gewalt. Unterstützung erhalten sie von höchster Stelle, denn auch Kreisdirektorin Annerose Heinze, verschiedene Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung verteilen anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren der Region rote Taschen mit dem Slogan „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“ „Wichtig ist es, für die Lebenssituation der Opfer zu sensibilisieren. Und dabei geht es nicht allein um die betroffenen Frauen, sondern auch um deren Kinder, denn Kinder sind auch dann Opfer, wenn sie Gewalt „nur“ indirekt miterleben müssen“, so Brigitta Lindemann.
Pressemitteilung Rhein-Sieg-Kreis
Verschiedene Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung verteilen anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren der Region rote Taschen mit dem Slogan „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“ Foto: Rhein-Sieg-Kreis
