„Wir schaffen es gemeinsam“
Kreis Ahrweiler.Manchmal können visuelle Eindrücke das Leben beeinträchtigen, man hört Dinge, die den Schlaf rauben, und das Gefühl, nicht zu denen zu gehören, die es noch schlimmer erwischt hat, kann bereits belastend sein. Die Ereignisse während der Flut waren für viele Menschen seelisch überwältigend.
Als Folge der Flut und ihrer Auswirkungen fühlen sich viele Menschen psychisch stärker belastet als zuvor. In vertraulichen Gesprächen wird der Umgang mit belastenden Situationen sowie alltägliche Themen diskutiert. Das Ziel ist es, gemeinschaftliche Entlastung zu erfahren und eine positive Perspektive zu entwickeln.
Selbsthilfegruppen zielen darauf ab, dass Betroffene sich gegenseitig unterstützen, informieren und Orientierung geben. Personen, die vor der Flut psychische Probleme nicht kannten oder bei denen sie nach der Flut verstärkt aufgetreten sind, sind herzlich zur Gründung einer solchen Gruppe eingeladen. Dies betrifft Menschen, die sich niedergeschlagen fühlen, innere Leere verspüren, unter Antriebslosigkeit, verminderte Konzentration, Schuldgefühlen oder Schlaflosigkeit leiden. Auch Probleme mit Partnern oder am Arbeitsplatz, die vor der Flut nicht vorhanden waren, können auf psychische Belastungen hinweisen.
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Fragen können an die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, KISS Ahr, unter der Telefonnummer 02663- 9 68 19 12 oder per E-Mail an info@kiss-ahr.de gerichtet werden.
Der Besuch der Selbsthilfegruppe ist freiwillig, vertraulich und kostenlos. Das erste Treffen findet am Montag, den 26. Februar, um 19:00 Uhr in Hönningen statt, in der Praxis Stefanie Lohse, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Hauptstraße 4, 53506 Hönningen. Danach finden die Treffen im 14-tägigen Rhythmus statt.
BA
