Gewerbeverein hatte mit Partnern ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt
„Wir sind auf dem richtigen Weg und haben viel zu bieten“
Rheinbach. Da war richtig was los in der Rheinbacher City. Am Sonntag knubbelten sich die Besucher trotz unsicherer Witterung in der Innenstadt, es gab aber auch überall etwas zu sehen, zu erleben, günstig zu kaufen und Kunst in allen Facetten zu bewundern. Nicht zu vergessen eine Premiere im Himmeroder Hof, dort lockte der „Herbstgenuss“ des Naturpark Rheinland, der mit Glasmuseum und Rhein-Voreifel-Tourismus geladen hatte. Kunsthandwerk stand am verkaufsoffenen Sonntag nicht nur im Himmeroder Hof im Vordergrund. Dort wurde Glas geblasen, es gab Kunst aller Art. Und das Schöne für die Gäste: Viele Künstler arbeiteten dort live, ließen sich gerne über die Schultern schauen und gaben so manchen Tipp für das Nachmachen zu Hause. Malerei, Grafik, Objektkunst - so hatte der Kulturverein Kunstforum 99 mit dem Gewerbeverein seine einmalige Aktion überschrieben, die Kunstschaffende in die Geschäfte brachte. In mehr als 40 Läden wurde gebastelt, gemalt, fotografiert und Holz bearbeitet, um nur einige der Kunstschaffenden anzusprechen. „Eine tolle Kombination. Da geht man zum Bummeln in die Geschäfte, und dann gibt es da noch Kunst hautnah zu erleben“, meinte so mancher Gast am Sonntag. Dass gewaltige Raubvögel fast handzahm sind, zeigte die Greifenscheune Moser, da konnten mutige Besucher einen Adler oder Bussard selbst auf die Hand nehmen. Der verkaufsoffene Sonntag war offiziell von Oliver Wolf, dem Gewerbevereinsvorsitzenden, vor der neu geschaffenen Geschäftsstelle der Raiffeisenbank an der Hauptstraße eröffnet worden. „Wir sind auf dem richtigen Weg und haben viel zu bieten“ erklärte der Event-Manager nicht ohne Stolz. Die Gewerbevereins-Mitglieder, allen voran der neu gewählte Vorstand, hätten sich mächtig ins Zeug gelegt, um diesen mit interessanten Veranstaltungen vollen Sonntag zu organisieren. Auch Dr. Raffael Knauber, der Erste Beigeordnete der Stadt, hob hervor, dass der Gewerbeverein dafür sorge, Rheinbach als „attraktives Mittelzentrum“ zu präsentieren. Die Aktion Heimat-Shopping trage dazu bei, die Stadt als Einkaufsmagnet darzustellen und Kunden nach Rheinbach zu locken. Außerdem biete die Stadt mit ihren Produkten, ob landwirtschaftlich oder mittelständisch, den Einheimischen und Besuchern eine interessante Mischung, so werde auch die heimische Wirtschaft gestärkt. Ein großes Lob ging auch an Professor Dr. Gerd Wiendieck, den Vorsitzenden des Kunstforums 99. Er und seine Vereinsmitglieder hätten dazu beigetragen, dass eine ganz neue Farbe in den verkaufsoffenen Sonntag gekommen sei.
Längerer Stadtbummel
Ein Bummel durch die Stadt dauerte am Sonntag etwas länger als üblich. Denn beim Schlendern konnte man hier einem Schmied bei seiner schweißtreibenden Arbeit zusehen, ein paar Meter weiter wurde an zerbrechlichem Glas gearbeitet, es gab Bilder und Fotografien in allen Richtungen, die Geschäftsleute lockten mit besonderen Angeboten, die Stimmung war bei Gewerbetreibenden und Gästen gelöst. Und wenn sich die Wolken ein wenig öffneten, zog man sich halt in die Geschäfte zurück, da gab es schließlich viel zu sehen.
„Das Wochenende und speziell der Sonntag waren ein großer Erfolg. Ich danke allen, die so engagiert mitgeholfen haben, dass wir wieder einmal die Stadt Rheinbach toll präsentiert haben“, zog Oliver Wolf schon am Nachmittag eine positive Bilanz.
Gleich zwei Schmiede zeigten ihr Arbeit, sie fertigten kleine Kunstwerke aus glühendem Eisen.
Ein gutes Auge und eine ruhige Hand sind nötig, um das zerbrechliche Glas in kleine Kunstwerke zu verwandeln, zu sehen im Himmeroder Hof.
