Allgemeine Berichte | 06.01.2025

In der Herz-Jesu-Kirche in Mayen wurde die Sternsingeraktion 2025 im Bistum Trier mit dem Aussegnungsgottesdienst feierlich eröffnet

„Wir wollen mit kleinen Gesten Großes schaffen“

Weihbischof Robert Brahm (1.v.r.) schickte 150 Kinder und Jugendliche auf die symbolische Reise.  Fotos: SK

Mayen. Mit einem zentralen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche in Mayen ist die Sternsingeraktion 2025 im Bistum Trier festlich eröffnet worden. Geleitet wurde die feierliche Messe von Weihbischof Robert Brahm, der die 150 Sternsinger mit den gesegneten Aufklebern „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ symbolisch auf die Reise schickte. Kerstin Knopp, Leiterin der Abteilung Jugend im Bistum Trier, hatte zu Beginn des Gottesdienstes die Sternsinger-Gruppen aus Mayen, Rieden, Volkesfeld, Oberwesel, Senheim, Ochtendung. Monreal, Oberfell, Münk, Kaisersesch, Lonnig und den beiden Neuwieder Stadtteilen Irlich und Feldkirchen in ihren bunten Gewändern offiziell begrüßt. „Wir dürfen die Augen nicht verschließen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Kinder in den 196 Ländern weltweit sicher aufwachsen können. Wir wollen die Welt besser machen“, gab ihnen Knopp mit auf den Weg.

Zehn Mädchen und Jungen fanden sich anschließend rund um den Altar ein, um zusammen mit Dominic Lück, dem Jugendpfarrer der Region Koblenz, eine wichtige Botschaft zu überbringen. Sie verdeutlichten mit ihren gebastelten Tafeln, wie elementar es für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt ist, dass ihre Rechte gewahrt werden: auf Mitbestimmung, auf Gleichheit, auf Recht und Schutz vor Ausbeutung und Gewalt, auf besondere Förderung bei Beeinträchtigung. In den Fürbitten, die Ehrenamtlerin Jana Katharina Dahm zusammen mit Gemeindereferentin Evelyne Schumacher ausgearbeitet hatte, ging es um Kinder in aller Welt, die manchmal wie Erwachsene arbeiten und als Soldaten mit Waffen kämpfen müssen. „Wir wollen mit kleinen Gesten Großes schaffen. Die Zukunft liegt allein in Kinderhand“, brachte es Dahm auf den Punkt. Unterstützung erhielt sie vom Weihbischof. „Wenn ich mir die ganzen Kriege auf der Welt anschaue, dann sind wir Erwachsenen keine guten Vorbilder für euch“, so Brahm. „Ihr Kinder habt ein Wörtchen mitzureden. Erwachsene können nicht einfach über eure Köpfe hinweg entscheiden. Euer Einsatz in diesen Tagen ist wichtig. Ihr Sternsinger seid Propheten, wie sie uns die Bibel immer vorstellt. Ihr folgt dem Stern, der ein helles Licht in die Häuser und Wohnungen bringt. Ein Licht der Hoffnung.“

Die Verantwortlichen der Aktion, die 2025 unter dem Motto „Erhebt eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte“ steht, stellen mit einer Kampagne jedes Jahr die Lebenssituation von Kindern in ein oder zwei Ländern in den Vordergrund und zeigen an Beispielen auf, wo und wie die Hilfe der Sternsinger ankommt. In diesem Jahr sind es die Länder Kenia und Kolumbien und das Thema Kinderrechte. Exemplarisch werden Projekte vorgestellt, in denen Kinder und Jugendliche nicht nur eine Basisversorgung erhalten, sondern auch ihre Grundrechte geschützt und eingehalten werden. Der Fokus der Aktion 2025 kann deutlich machen, dass es bei der Sternsingeraktion nicht nur um Almosen geht, sondern um weltweite Solidarität von Kindern und Jugendlichen untereinander im Einsatz um die Wahrung der Würde und der Rechte, die jedem Kind zukommen.

Nach dem Aussegnungsgottesdienst versammelten sich alle Beteiligten auf dem Platz vor der Herz-Jesu-Kirche und kamen in einem Stern zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto zusammen. Der Start einer Drohne musste aufgrund der widrigen Wetterbedingungen abgesagt werden. Im Pfarrheim Sankt Lukas Mayen stand ein kleiner Mittagsimbiss bereit, es gab Würstchen mit Brötchen sowie einen aus einem Hefeteig gebackenen Stern. „150 Sternsinger waren angemeldet, die dürften auch da gewesen sein. Vielleicht war der ein oder andere wegen der niedrigen Temperaturen zu Hause geblieben“, zog Dekan Jörg Schuh ein positives Fazit, um dann doch noch den Finger in die Wunde zu legen: „Wir hätten uns wegen der Schulferien einen späteren Zeitpunkt für den Aussegnungsgottesdienst gewünscht. Für die engagierten Ehrenamtler der Pfarrei wird es zudem immer schwieriger, eine Veranstaltung mit solch einer Größendimension zu organisieren. So ehrlich müssen wir sein.“

Aus der Verbandsgemeinde Mendig waren die Sternsinger aus Rieden und Volkesfeld angereist.

Aus der Verbandsgemeinde Mendig waren die Sternsinger aus Rieden und Volkesfeld angereist.

Hoher Besuch in Mayen: Der Trierer Weihbischof Robert Brahm leitete den Aussegnungsgottesdienst.

Hoher Besuch in Mayen: Der Trierer Weihbischof Robert Brahm leitete den Aussegnungsgottesdienst.

Vor der Herz-Jesu-Kirche versammelten sich zahlreiche Sternsinger.

Vor der Herz-Jesu-Kirche versammelten sich zahlreiche Sternsinger.

Weihbischof Robert Brahm (1.v.r.) schickte 150 Kinder und Jugendliche auf die symbolische Reise. Fotos: SK

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