Neue Projektrunde für Unternehmen ab dem 30. Juni:
„Wissensmanagement“ an der Hochschule Koblenz
Koblenz/Mayen. Weltweite Exporte, individuelle Anpassungen bei der Montage und ein lebenslanger Service für Hochleistungsbacköfen, die mehrere Jahrzehnte in Betrieb sind - ein solches Angebot zu meistern ist eine Herausforderung. Effizientes Wissensmanagement war deshalb bei der Heuft Unternehmensgruppe aus Bell schon immer ein wichtiges Thema und das Interesse an neuen Möglichkeiten der Wissensbewahrung entsprechend groß. Der Ofenhersteller aus der Eifel gehört zu den 45 Unternehmen, die bislang das Kompetenzzentrum für Wissensmanagement an der Hochschule Koblenz konsultiert haben. In den Räumen der Firma Weig in Mayen präsentierten kürzlich verschiedene aktuell Teilnehmende erste Ergebnisse aus ihren Projekten vor rund 50 interessierten Unternehmen. Ab dem 30. Juni 2016 besteht Gelegenheit, in eine neue Runde von Projekten einzusteigen.
Das Kompetenzzentrum entstand auf Basis der langjährigen Kooperation zwischen der Hochschule Koblenz und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH (WFG). Unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried Schreuder nahmen seit der Gründung 2009 Unternehmen völlig unterschiedlicher Branchen und Größen an Projekten teil. Speziell Workshops erwiesen sich bisher für alle Beteiligten als lohnenswert. „Bei diesen, in dreimonatigem Turnus stattfindenden Treffen profitieren die Unternehmen auch vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch“, stellt Schreuder fest. Für verschiedenste Probleme wurden im Rahmen dieser intensiven Zusammenarbeit passgenaue Lösungen gefunden.
Wie können vor Ort bei der Erstmontage getätigte Einstellungen so dokumentiert werden, dass sie auch für einen Mitarbeiter, der 20 Jahre später ein Gerät reparieren soll, leicht nachvollziehbar sind? Für die Heuft Unternehmensgruppe war guter Rat in Bezug auf diese Frage wertvoll - aber nicht teuer, sondern kostenlos. Durch die Workshops und Einzelberatung des Kompetenzzentrums für Wissensmanagement – das mit dem Ziel, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen in der Region zu stärken, von der WFG finanziert wird – konnten innovative Ideen aus der Technologiewelt des Web 2.0 umgesetzt werden.
Qualitativ hochwertiges Wissensmanagement ist nicht nur in diesem Praxisbeispiel zentral für Unternehmen. Stets Verfügbares und richtig genutztes Wissen ist generell ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Betriebs. Schließlich stellt sich die Frage „Was nun?“ auch, wenn Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die als Sachkundige für ihr spezifisches Fachgebiet unentbehrlich waren, alters- oder krankheitsbedingt ausscheiden. Allzuoft ist das Wissen, wie etwas zu machen ist oder warum etwas genauso gemacht wurde, nur an diese eine Person gebunden. Geschickt handelt, wer sich auf solche Szenarien gründlich vorbereitet und entsprechende Maßnahmen der Wissenssicherung durchführt. Je nach Status quo und Zielsetzung kommen im zeitgemäßen Wissensmanagement unterschiedliche Tools oder Strategien zum Einsatz. Leicht bedienbar und zweckmäßig erweisen sich oftmals Firmen-Wikis, betriebsinterne Social Networks, e-Learning-Module, Blogs oder Intranet-Portale.
Unternehmen, die Interesse an einem unverbindlichen Erstgespräch sowie an der Mitarbeit in den Wissensmanagement-Workshops haben oder eine fachliche Begleitung durch die Hochschule Koblenz wünschen, können sich an Prof. Dr. Siegfried Schreuder (E-Mail: schreuder@hs-koblenz.de / Tel.: 0261-9528-404) oder Eva Mohr von der WFG wenden (E-Mail: eva.mohr@wfg-myk.de / Tel.: 0261-108482).
Pressemitteilung der
FH Koblenz
