Allgemeine Berichte | 14.10.2016

Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wied

Wo junge Mütter reden können

Angebot der Diakonie ist einzigartig in Neuwied - auch junge Väter willkommen

Neuwied. Ein Kind bekommen – mit dieser Aufgabe kann sich eine Mutter ganz schön allein und sogar überfordert fühlen. Mit dem monatlichen „Treffen junger Mütter“ hat das Diakonische Werk ein Angebot etabliert, das junge Frauen mit ihrem Baby erfolgreich dort begleitet, wo im Alltag schwierige Fragen auftauchen und sich ohne Unterstützung schnell Hilflosigkeit breitmachen kann. Denn gerade junge Frauen Anfang 20 haben vor der Geburt oft eine „Bilderbuchvorstellung von Familie“, sagt Sozialpädagogin Elke Voss, die das Treffen leitet: Sie sind dann irritiert über die Realität mit einem Kleinkind, die viele Anforderungen stellt, laut und anstrengend sein kann. Oder der Vater des Kindes hat sie während der Schwangerschaft verlassen. Womöglich stecken sie mitten in der Ausbildung – dann muss die Lebensplanung umgestellt werden. Tagesrhythmus und Freizeitinteressen ändern sich mit einem Baby einschneidend.

Beim „Treffen junger Mütter“ mit Kaffee, Tee und Krabbeldecke findet sich der passende Anschluss: Die 23-jährige Donja tauscht mit Vanessa Erfahrungen zu Durchschlafen, Brei und Tragetuch aus. Die Söhne Rebin und Luis haben sich an diesen Nachmittagen auch angefreundet. „Mit meinen Azubi-Kolleginnen könnte ich nicht dauernd über Kinder reden“, sagt eine Deutsch-Iranerin, die von Eltern und Schwiegereltern keine Hilfe erhält. Zwei andere junge Mütter sind aus anderen Teilen Deutschlands zugezogen und froh, Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen zu können, während sie auf einen Kitaplatz noch warten müssen.

Zwischendurch singen alle zusammen ein Lied. Dabei kann Elke Voss, die lange als Erzieherin gearbeitet hat, auch die Entwicklung des Kindes im Blick behalten. Sie gibt individuell Tipps und geht auf die Fragen der Mütter ein: „Was braucht das Baby wann? Verwöhne ich zuviel? Was tun, wenn es nicht durchschläft, oder auch, wie sind Putzmittel kindersicher aufzubewahren?“

„Es ist die warmherzige, zugehende Art von Elke Voss, mit denen sie die Frauen so gut erreicht“, sagt Renate Schäning, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks. Entsprechend familiär ist die Einladung zum Treffen – außer per Brief auch per WhatsApp. So entstehen beim „Treffen junger Mütter“ vertrauensvolle Beziehungen. Und diese sind das größte Pfund, wenn Herausforderungen zu meistern sind.

Auf einen Blick

Das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wied hat seit 2008 etwa 70 junge Mütter zwischen 18 und 27 Jahren mit diesen kostenlosen Treffen unterstützt. Frau und Kind bleiben etwa eineinhalb Jahre in der Gruppe, die auch für junge Väter offen ist. Kontakt: Tel. (0 26 31) 3 92 20.

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