Jahresabschlussübung der Feuerwehren Dieblich und Niederfell
Wohnhausbrand in Dieblich
Dieblich. „Wohnhausbrand - mehrere Personen vermisst“, so lautete das Einsatzstichwort für die Feuerwehren aus Dieblich und Niederfell. Am Samstag, den 18. November, gegen 18 Uhr wurden die beiden Einheiten über Funk mit dieser Lage konfrontiert. Wenige Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte an dem vermeintlichen Brandobjekt im alten Ortskern von Dieblich angekommen. Hier wurden sie bereits von einem der Organisatoren dieser Jahresabschlussübung, dem stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Dieblich, Dirk Jung erwartet. Dieser gab an, dass in einem in einem Hinterhof liegenden Gebäude ein Brand ausgebrochen sei und sich noch zwei Personen im Gebäude befänden. Nachdem der Dieblicher Gruppenführer, Björn Batta, sich einen kurzen Überblick über die Einsatzlage verschafft hatte, gab er den Einsatzbefehl für seine Löschgruppe. Bei der Erkundung der Gebäuderückseite hatte er bereits eine Person entdeckt, die sich auf einen Balkon gerettet hat. Nach dem Eintreffen der Kameraden aus Niederfell wurde die Menschenrettung auf der rückwärtigen Gebäudeseite an die Feuerwehr Niederfell übergeben. Diese betreute die verängstigte Person, die von einem der Dieblicher Jugendfeuerwehrmitglieder, Elisa Pohle, sehr gut dargestellt wurde, bis sie per Steckleiter sicher gerettet werden konnte. Während dieser Zeit war auf der Vorderseite die Wasserversorgung vom Hydranten aufgebaut worden, sodass der erste, mit Atemschutz ausgerüstete Trupp, das vollständig verqualmte Gebäude zur Menschenrettung betreten konnte. Während im Hof eine Riegelstellung zu dem direkt angebauten Nachbargebäude mittels B-Rohr aufgebaut wurde, rüstete sich bei beiden Wehren ein weiterer Trupp mit Atemschutz aus, um in dem verwinkelten Gebäude nach der weiteren vermissten Person zu suchen. Die Kameraden aus Niederfell brachten ihre Tragkraftspritze in Stellung und zapften einen weiteren Hydranten an, um für alle ins Gebäude vorrückenden Kameraden Löschwasser zur Verfügung zu haben. Ebenfalls wurde der Innenhof ausgeleuchtet. Nachdem nun mit vereinten Kräften alle Räume abgesucht wurden, konnte die Person, in dem Fall ein Dummy, im Dachgeschoss gefunden werden. Von zwei Trupps wurde sie ins Freie gebracht. Abschließend beorderte der Niederfeller Gruppenführer, Joachim Meidt, seinen Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung. Nach rund 45 Minuten war das Übungsziel erreicht und es konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Nun hieß es für beide Mannschaften abbauen und die beiden Einsatzfahrzeuge aufrüsten, um für den nächsten Einsatz wieder gewappnet zu sein.
Im Dieblicher Gerätehaus wurde dann Manöverkritik gehalten. Dirk Jung, der die gesamte Übung beobachtet hatte, war mit dem Ablauf sehr zufrieden, da die Zusammenarbeit der Wehren sehr gut funktioniert hatte und das Übungsszenario ruhig und konzentriert abgearbeitet wurde. Auch die beiden Wehrführer, Björn Batta und Joachim Meidt, waren sehr zufrieden und freuten sich darüber, dass man unter solch realistischen Bedingungen üben konnte. Im Anschluss daran stärkten sich die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden bei einem kleinen Imbiss und gingen zum gemütlichen Teil des Abends über.
Eine Person hatte sich bei diesem Szenario auf den Balkon gerettet.
