Plaidter Geschichtsverein lädt ein
Wolfsattacken am Mittelrhein zu Beginn der preußischen Herrschaft
Plaidt. Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Schmid am Freitag, den 25. März 2022, um 20 Uhr im Willibrordsaal der Hummerich-Halle in Plaidt. Die Wiederkehr der Wölfe erregt die Gemüter und sorgt für kontroverse Diskussionen. Blättert man in der einschlägigen Literatur, stellt man schnell fest, dass über die Geschichte der Wölfe in unserer Region kaum etwas bekannt ist; vieles gehört in den Bereich der Sagen und Märchen. Der Vortrag untersucht mehrere Wolfsattacken im Jahre 1815, als durch den Russlandfeldzug Napoleons zahlreiche Wölfe nach Mitteleuropa kamen. Einige von ihnen hatten die Tollwut, sodass es vermehrt zu Angriffen auf Männer, Frauen und Kinder kam. Da die Tollwut damals noch nicht geheilt werden konnte, starben viele der Opfer. Mit dem Beginn der preußischen Herrschaft begann eine systematische Bejagung, so dass der Wolf bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in der Region ausgerottet wurde.
Wolfgang Schmid lebt als freiberuflicher Historiker in Winningen. Er war Professor für geschichtliche Landeskunde an der Universität Trier und ist Dozent an der Universität Luxemburg sowie Lehrbeauftragter für Bistumsgeschichte an der Theologischen Fakultät Trier. Er ist Mitglied im Hauptvorstand des Eifelvereins und organisiert hier die Kulturarbeit.
Es gelten die aktuellen Corona Bestimmungen, der Eintritt ist frei.
