Allgemeine Berichte | 18.03.2016

Schulpatenschaft im Kreis Ahrweiler besiegelt

Zahlreiche fachübergreifende Maßnahmen geplant

Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler geht nachhaltige Kooperation mit Marienhaus Klinikum ein

Besiegelten die Schulpartnerschafts-Vereinbarung zwischen der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler (vorne, von links): Dr. Bernd Greulich (Regionalgeschäftsführer IHK Koblenz), Adelgunde Kontakis (stellvertretende Leiterin Berufsbildende Schule) und Thomas Karls (Kaufmännischer Direktor Marienhaus Klinikum). FIX

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mehr als 400 Patenschaften zwischen Schulen und Betrieben aller Art gibt es derzeit im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, 50 davon allein im Kreis Ahrweiler. Längst haben sich diese in den meisten Fällen äußerst lebendigen Patenschaften als Erfolgsmodell erwiesen. So werden Schüler mit potenziellen Arbeitgebern in direkte Verbindung gebracht – beispielsweise über Workshops oder Praktika.

Eine solche Schulpatenschaft besteht jetzt auch zwischen der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler, das zu den größten Arbeitgebern der Region zählt. Im Rahmen dieser engen Kooperation sollen Ausbildungsreife und Berufsorientierung der Schüler gefördert und gemeinsam der erwartete Fachkräftemangel bekämpft werden. Den Schülern soll so die Möglichkeit geboten werden, im Unternehmen praktische Erfahrungen zu sammeln und sich frühzeitig Gedanken über die berufliche Zukunft zu machen. Unternehmens- und Schulleitung besiegelten jüngst die künftige Zusammenarbeit mit einer feierlichen Urkundenübergabe. Die Schule kann dadurch ihre Arbeit auf die Anforderungen im Berufsleben stärker als bisher ausrichten, das Marienhaus Klinikum kann sich auf seine künftigen Mitarbeiter einstellen und dazu beitragen, Wissen über komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln. Bausteine der Kooperationsvereinbarung sind fachübergreifende Maßnahmen wie die Vorstellung des Unternehmens und der Ausbildungsberufe in der Schule, Workshops zum Thema Hygiene, ein „Tag der offenen Tür“ sowie Betriebsbesichtigungen. Auf diese Weise entsteht eine formellere und verbindlichere Zusammenarbeit.

Die IHK Koblenz unterstützt in Kooperation mit dem regionalen Arbeitskreis „SchuleWirtschaft“ der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) Schulen und Betriebe bei der Gründung von Partnerschaften. Die vielfach bereits laufenden Initiativen werden erfasst, gebündelt, miteinander vernetzt, vertieft und weiter verbreitet. „Das ist eine sehr gute Sache, denn so finden Schüler aus dem Kreis Ahrweiler zu Arbeitgebern aus dem Kreis Ahrweiler“, sagte Tino Hackenbruch, Leiter der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Ahrweiler und Leiter des regionalen Arbeitskreises „SchuleWirtschaft“, der auch auf die hervorragende Zusammenarbeit mit der IHK Koblenz hinwies.

Betriebe und Schulen, die Interesse an einer noch engeren Kooperation haben, können sich gerne an die Referentin „SchuleWirtschaft“ und Social-Media bei der IHK Koblenz, Sabine Mesletzky, unter Tel. (02 61) 10 61 66 oder per E-Mail unter mesletzky@koblenz.ihk.de wenden. Für September/Oktober ist dann ein Treffen mit allen Schulpaten geplant, in dessen Rahmen weitere Projekte gestartet werden sollen.

Besiegelten die Schulpartnerschafts-Vereinbarung zwischen der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler (vorne, von links): Dr. Bernd Greulich (Regionalgeschäftsführer IHK Koblenz), Adelgunde Kontakis (stellvertretende Leiterin Berufsbildende Schule) und Thomas Karls (Kaufmännischer Direktor Marienhaus Klinikum). Foto: FIX

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