Allgemeine Berichte | 28.10.2016

WEISSER RING Ahrweiler

Zeit ist ein entscheidender Faktor

Tag des Einbruchschutzes bot Gelegenheit, auf Gefahren und Auswirkungen von Wohnungseinbrüchen hinzuweisen

Kreis Ahrweiler. Den „Tag des Einbruchschutzes“ in der vergangenen Woche nahm die Außenstelle Ahrweiler des WEISSEN RINGS zum Anlass, die Bevölkerung auf Gefahren und Auswirkungen von Wohnungseinbrüchen hinzuweisen. „Richtiges Verhalten und effektive Sicherheitstechnik machen es Einbrechern schwer“ lautet die Maxime der Opferschutzorganisation. Zum einen ist umsichtiges Verhalten ein wichtiger Faktor. Auch wer nur für kurze Zeit Wohnung oder Haus verlässt, sollte darauf achten, dass Fenster verschlossen und die Haus- oder Wohnungstür abgeschlossen ist. Zur Lüftung gekippte Fenster, Balkon- oder Terrassentüren laden Gauner regelrecht zum Einbruch ein. Leitern, Gartenmöbel, Mülltonnen und Rank-Gerüste sollen so platziert sein, dass sie Einbrecher nicht als Kletterhilfe nutzen können.

Vorausschauend handeln

„Wer vorausschauend handelt, beugt bereits einem Einbruch mit unkomplizierten Maßnahmen wirkungsvoll vor“ so Hubertus Raubal, Leiter der Außenstelle. Einbrecher suchen den schnellsten und einfachsten Weg. Bei leicht einsehbaren Objekten wollen sie in der Regel nach spätestens fünf Minuten drin sein; gelingt dies nicht, geben sie meist auf. Allerdings ist das bei Gebäuden, die alleine stehen oder von außen schlecht einsehbare Ecken aufweisen, leider nicht so. Dort haben Täter mehr Zeit, weiß Raubal. Deshalb spielt auch die richtige Sicherheitstechnik, die den Tätern ihr Vorhaben erschwert, eine große Rolle. Es gibt heutzutage eine Vielzahl an zertifizierten und geprüften Produkten, die sich auch nachträglich an Fenster oder Türen montieren lassen. Das reicht von rein mechanischen Sicherungen wie zum Beispiel „Pilzkopfverriegelungen“ oder Fenstergitter über Mehrfachverriegelungen von Haustüren bis zu komplexen Alarmanlagen für die Wohnung oder das gesamte Haus. Außenstrahler mit per Sensoren gesteuerten Bewegungsmeldern, die bei Dunkelheit den Hofraum oder den Hauseingang beleuchten, sind bei Einbrechern äußerst unbeliebt.

Qualifizierte Beratung in Anspruch nehmen

Vor baulichen Modernisierungsmaßnahmen regt Raubal an, sich vorher eingehend über mögliche Einbruchsschutzmaßnahmen zu informieren. Auf Nachfrage bieten Beratungsstellen der Polizei dazu kostenlos ihre Dienste an. Soll das Anwesen durch ein Alarmsystem gesichert werden, sollte Beratung und Montage durch eine seriöse, darauf spezialisierte Firma erfolgen. Solche Firmen sind ebenfalls bei der Polizei zu erfragen; sie sind dort registriert und bekannt.

Nicht nur materieller Schaden entsteht

Die WEISSER RING Außenstelle Ahrweiler wies zum Tag des Einbruchschutzes auch auf die seelischen Auswirkungen eines Einbruchs hin. Vielen Opfern machen die Verletzung ihrer Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oft mehr zu schaffen als der materielle Schaden. Psychische Folgen eines Einbruchs können beispielsweise Angstgefühle, Schlaflosigkeit oder ständige Gereiztheit sein. Jeder Achte fühlt sich nach einem Einbruch in seinem Heim nicht mehr sicher und erwägt einen Umzug. Nahezu 20 Prozent der Einbruchsopfer leiden langfristig unter Ängsten und psychosomatischen Belastungen.

Opferentschädigungsgesetz ausweiten

Der WEISSE RING nimmt die Politik schon lange in die Pflicht, um Einbruchsopfern besser zu helfen. So fordert der Verein, dass auch sie Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) erhalten sollen. Das OEG setzt derzeit noch einen tätlichen Angriff voraus. Folgen von rein psychischer Gewalt berechtigen nicht zur OEG-Leistung. „Untersuchungen zeigen, dass Opfer von Wohnungseinbrüchen oft an seelischen Belastungen erkranken, die sie in ihrem späteren Leben einschränken. Sich ebenfalls um diese Opfergruppe zu kümmern, muss auch dem Staat ein Anliegen sein“ betont Raubal.

Die Außenstelle Ahrweiler steht jedem Opfer eines kriminellen Geschehens zur Seite. Vertraulichkeit ist gewährleistet. Telefonische Kontaktaufnahme - auch anonym - ist über die Nummer (0 26 55) 96 1 2 59 möglich. Zusätzlich ist die Außenstelle im Internet über die Homepage des WEISSEN RINGS „www.weisser-ring.de“, per Verlinkung direkt über „ahrweiler.rheinland-pfalz.weisser-ring.de“ oder die Mailadresse der Außenstelle „weisser-ring-ahrweiler@t-online.de“ erreichbar. Sorgen und Probleme können dort diskret mitgeteilt werden.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  /AZ Commodity Mayen KW 25
Stellenanzeige Reinigungskraft
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 - -RhS_BA KW25
Empfohlene Artikel
Noah Bach (links) und Niclas Hauffe besprechen die Flugroute, bevor sie vom Flugplatz Ailertchen aus zur Befliegung der Mittelspannungsleitungen starten
3

Koblenz/Westerwald/Eifel. Wenn Noah Bach und Niclas Hauffe in die Luft gehen, ist das kein Zeichen schlechter Laune, sondern hoch konzentrierte Präzisionsarbeit. Im Auftrag der Energienetze Mittelrhein (enm) inspizieren die beiden aktuell per Helikopter die Mittelspannungsfreileitungen zwischen Eifel und Westerwald. Ihr Ziel: mögliche Schäden frühzeitig erkennen, bevor sie zu Störungen führen. Während...

Weiterlesen

Die Gäste kamen zahlreich nach Löhndorf.  Foto: AKS
11

Löhndorf. Man wähnte sich in südlichen Gefilden a la Provence an diesem Sommerabend – neben blühenden Lavendelbüschen, bunten Rosenstöcken, unter uraltem Gemäuer und schattenspendenden Bäumen. Die Rosenfreunde Löhndorf hatten sich den perfekten Sommertag ausgesucht, um sich und ihre Arbeit zu feiern, aber auch, um neue MitstreiterInnen zu gewinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
7409

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
1218

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen