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Volles Haus bei der ersten Prunksitzung der Session in Niederzissen

Zesse Jecke ließen es so richtig krachen

Ein karnevalistisches Highlight reihte sich an das andere - Aktueller Orden ist eine Hommage an die Botzedresse

11.02.2019 - 16:52

Niederzissen. Prunksitzung in Niederzissen heißt: volles Haus, ein tolles Programm und Bombenstimmung. So war es auch in diesem Jahr. Die „Zesse Jecke“ ließen es auf der ersten ihrer zwei Prunksitzungen richtig krachen unter dem Motto „Zesse knatsch jeck!“ oder „Loss mer fiere, nit lamentiere!“.


Orden für Aktive und Helfer


Denn Grund zum Lamentieren hätte es auch gegeben. Schließlich verabschieden sich die Botzedresse nach 25 Jahren von der Bühne. Als Dankeschön und zur Erinnerung an die großen Verdienste um den Zessener Fasteloovend und Niederzissen ist der aktuelle Sessionsorden der KG „Zesse Jecke“ eine humorvolle Hommage an die Musiker. Mit Sponsorenunterstützung wurden 300 Orden produziert, von denen schon viele an diesem Abend an Aktive, Helfer und viele Ehrengäste verliehen wurden. Unter den Ausgezeichneten Ortsbürgermeister Rolf Hans und Ehefrau Elke, der KG-Ehrenvorsitzende Heinz Schröder, Ehrenmitglied Willi Fuhrmann, Landtagsabgeordneter Guido Ernst, Pfarrer Frank Werner und, bereits im Ruhestand, Pfarrer Hans-Peter Müssenich, Guido Mombauer (KSK Ahrweiler) und Michael Lenz (Volksbank RheinAhrEifel eG). Torsten Härig aus Neuwied wurde für die musikalische Unterstützung ausgezeichnet, KG-Techniker Jörg Quirbach für Beleuchtung und Tonqualität. Einen „Manes in Bronze“, den Ehrenorder der KG, erhielt die Hofdame Manuela Felden für besondere Verdienste um den Zissener Karneval. Auch die Gastvereine aus Galenberg (Möhnen), Burgbrohl (KG und Garde) und Brenk (Karnevalsmafia) wurden willkommen geheißen.


Umjubelter Einzug


Für die Tollitäten Prinz Jürgen II. und Prinzessin Kerstin I. war die Prunksitzung ein weiterer Höhepunkt der Session. Mit Fanfaren und Gefolge, an der Spitze die stolzen Minifunken, zogen sie in die ausverkaufte Bausenberghalle ein, nach rechts und links wurde gebützt und gewinkt. Beide dankten ihren Helfern und Unterstützern im Verein, aber auch im Freundes- und Familienkreis, mit sehr persönlichen Worten für die tolle Zeit. Damit trafen sie, wie schon während der gesamten Session, das Herz der Jecken.

Abmarsch der KG und Aufmarsch der ersten Tanzgruppe. Das eingespielte Sitzungspräsidenten-Duo Mike Roth, 1. Vorsitzender der KG, und Rainer Schönhofen kündigte die Minifunken an. 22 rot-weiß gekleidete Nachwuchs-Gardisten, darunter fünf Jungen, wirbelten über die Bühne. Jeder Minifunke bekam einen Sessionsorden als Anerkennung und durfte sich den verdienten Applaus abholen.

Die Herausforderung, als erster Büttenredner in eine Sitzung zu gehen, hatte Hartmut Keuler, Mitglied des Elferrats, zusammen mit Florian Schopp als Mundschenk angenommen. Der gereimte Vortrag der beiden brachte Chancen und Tücken der Wellnessbranche an den Tag und erwies sich als echter Eisbrecher, zumal Mundschenk Schopp alle auf der Bühne mit frischem Kölsch versorgte. Weil es Schopp nach Wehr zieht, hatte Keuler eine dringende Bitte an Bürgermeister Hans. Er möge doch unbürokratisch dafür sorgen, dass „Schopps Talent nicht im Wehrer Kessel verbleicht“. Im bewährten Wechsel von Tanz und Wortbeiträgen sorgte das Solotanzpaar der Lützinger Bergmöhnen anschließend für Furore. Mario van Elkan und Gerson Freudenberg sind eine tänzerische Offenbarung und eine Augenweide.

Im gemeinsamen Debüt-Vortrag von „De Ahl und de Jong“ nahmen sich Walter Schmitz vom Elferrat und Vorstandsmitglied Andy Schmitt des Themas „Senioren und moderne Technik“ an. Die Erlebnisse vom „Ahl“, der seine alte Schreibmaschine zur Reparatur in den modernen Computershop bringt – nur das „f“ hakt – waren erfrischend aus dem Leben gegriffen.

Dann war die Bahn frei für den letzten Tanz-Auftritt von KG-Solomariechen Ann-Kathrin Wittke. Sie muss aus schulischen Gründen kürzertreten, bleibt dem Verein aber als Gardistin der Stadtsoldaten erhalten.

Bevor die 15 Maxifunken einen knackigen Gardetanz mit akrobatischen Einlagen und Hebefiguren auf die Bühne brachten, gehörte diese ganz Heinrich Seiwert. Das Bütten-Ass legte in tadellosem Reimformat humorvoll den Finger auf so manche kommunale Wunde. Und, wer hätte es gedacht, beim Thema Schnee, Eis und Straßenverkehr wurde er sogar bei den großen deutschen Dichtern fündig, so zum Beispiel bei Goethes Erlkönig: „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind – es ist Rolf Hans, der das Salz nicht find‘ ...“


Rückkehr auf die jecke Bühne


Auch die Bühnenversion des Rumpelstilzchen-Märchens kam beim Publikum an. Die Gruppe um Anja Degen und Dani Groß brachte sich nach mehrjähriger Pause wieder mit einem vielbelachten Auftritt ein. Königin, Müller, eine schöne Müllerstochter, das kleine grüne Männchen und ein gruseliger Henkersknecht waren einfach hinreißend. Für eine Regeneration der Lachmuskeln kam danach die Pause gerade recht.

Märchenhaft ging es nach dem Wiedereinmarsch weiter. Der Elferrat präsentierte sich mit einem seiner seltenen Bühnenauftritte. Der Titel „Von der Waterkant in die Eifel“ ließ einiges erwarten. Schließlich weiß man, dass die Prinzessin aus Wilhelmshaven stammt. Aber ob sich wirklich alles so zugetragen hat? Dass Prinz Jürgen seine Kerstin im Flug erobert hat, kann man sich allerdings gut vorstellen. Für den tollen Auftritt mit ungewöhnlichen Rhythmusinstrumenten, Bierkästen in unterschiedlicher Größe, gab es viel Applaus. Und das Prinzenpaar schwelgte selig in Erinnerungen.

Als Stimmungskanone erwies sich Bauchredner Jürgen samt Wolfshörnchen Horst, der wie bei seinem ersten Auftritt 2018 in Niederzissen das Publikum einbezog und fortan die Lacher auf seiner Seite hatte. Die Showtanzgruppe „No Name“ in ihren tollen Kostümen brachte noch einmal viel „Schmackes“ und flotte Rhythmen auf die Bühne, bevor Büttenrednerin Susanne Dietzler von ihrem Leben als XL-Modell berichtete. Wie sich zum Schluss herausstellte, war ihr Erfolg an der Seite von Heidi Klum und Karl Lagerfeld leider nur ein Traum.

Ganz real war der atemberaubende Auftritt der „Vulkanelfen“. Das Männerballett aus Niederzissen tanzte sich durch beliebte Urlaubsregionen und wechselte dabei gleich mehrfach in einem atemberaubenden Tempo die Kleidung. Als anschließend die Stadtsoldaten ihren großen Auftritt hatten und einen akrobatischen Tanz hinlegten, an dessen Ende die feschen Tänzer ihre Partnerinnen auf der Schulter und die die Fotos der Musiker und eine Dankesbotschaft für 25 Jahre Botzedresse in den Händen hielten, stand die Halle Kopf.


Saal zum Kochen gebracht


Der letzte Auftritt der Gruppe in einer ersten Prunksitzung machte deutlich, dass ein großes Kapitel lebendiger Niederzissener Karnevalsgeschichte zu Ende geht. Aber Rührseligkeit kam trotz der persönlichen Dankesworte nur ansatzweise auf. Zu furios der Auftritt der Musiker, die es krachen ließen. Mit ihrem unnachahmlichen Mix aus kölscher Karnevals- und Blasmusik gaben die Botzedresse um Frontmann Ralf Schneider noch einmal kräftig Gas und brachten den Saal auf Hochtouren. Schneider machte deutlich, dass es nach 25 tollen Jahren genug ist. Für ihren Verein „Kinderherzen in Not“, der weitergeführt wird, nahmen die Botzedresse noch einen Spendenscheck der Karnevalisten entgegen. Und als alles vorbei war, bildeten die Karnevalisten ein Ehrenspalier.

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Kommentare
Helmut Gelhardt:
Sebastian Hebeisen hat das Richtige gesagt! Lassen wir Herr Klasen toben. Das ist unerheblich. Helmut Gelhardt, Mitglied des Sozialverbands KAB
Uwe Klasen:
Wir dürfen Europa weder den linken Spaltern und Gleichmachern, noch dem Toben der zentralistischen Planwirtschaft überlassen!
Antje Schulz:
Die AfD, die sich gerne als Opfer aufspielt, macht mal wieder mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Interessant wäre auch zu erfahren, was Dr. Jan Bollinger, der Kreisvorsitzende der AfD Neuwied, dazu meint. Bollinger ist zugleich auch Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag.
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