Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Zieht Wärmedämmung Schimmel an?
Cochem. Auch wenn häufig das Gegenteil behauptet wird, das Risiko einer Schimmelbildung ist bei gedämmten Wänden deutlich geringer als bei nicht gedämmten Außenwänden.
Schimmelpilze benötigen zum Wachsen vor allem Feuchtigkeit. Hohe Werte für die Luftfeuchtigkeit treten vor allem an kalten Oberflächen auf. Besonders anschaulich ist das zu sehen, wenn man eine kalte Flasche aus dem Kühlschrank nimmt und sich nach einer gewissen Zeit die Feuchtigkeit auf, der Oberfläche niederschlägt. Die Fähigkeit der Luft Wasserdampf aufzunehmen, nimmt mit sinkender Temperatur deutlich ab. Übertragen auf die Außenwände von Häusern heißt das, dass man einen Blick auf die Oberflächentemperaturen werfen muss. Und die Wandoberfläche einer gedämmten Wand ist innen deutlich wärmer als die einer nicht gedämmten Wand. Daher finden Schimmelpilze in gedämmten Häusern wesentlich seltener gute Wachstumsbedingungen vor. Außerdem ist es durch die höhere Wandtemperatur für die Bewohner viel behaglicher.
Wie viel Energie man mit einer Wärmedämmung einsparen kann und was bei der Ausführung zu beachten ist, erläutern ihnen gerne die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem individuellen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung. Die Berater informieren nicht nur zum Thema Wärmedämmung, sondern zu allen Fragestellungen der Energienutzung im Privathaushalt.
Der Energieberater Dipl.-Ing.(FH) Bernhard Andre hat jeden ersten, zweiten und dritten Dienstag im Monat, von 9 bis 12.45 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr Sprechstunde in Cochem in der Kreisverwaltung am Endertplatz 2. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. (0 26 71) 610 oder 6 12 28.
