Allgemeine Berichte | 01.03.2016

Bei der VBKM geht es nach oben

Zufrieden mit Geschäftsbericht

Bankvorstand freut sich über steigende Zahlen trotz niedriger Zinsen

Die Vorstände Stephan Breser (l.) und Walter Müller präsentieren den Geschäftsbericht der Volksbank Koblenz Mittelrhein, mit dem sie sehr zufrieden sind. HEP

Koblenz. Fast alles geht in eine Richtung: Nach oben. Kein Wunder, dass der Vorstand der Volksbank Koblenz-Mittelrhein (VBKM) mit den Zahlen zufrieden ist. Die wurden jetzt bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2015 in einer Pressekonferenz veröffentlicht. Zuerst gab Vorstand Walter Müller einen allgemeinen Überblick zur Finanzwelt. Zu den Krediten erläuterte er: „Im Jahr 2000 kosteten zehnjährige Kredite 5,7 Prozent, jetzt liegen wir unter 1,5 Prozent. Die aktuelle Niedrigzinsphase beschäftigt uns.“ Obwohl die Genossenschaftsbank mit diesen Zinsen nur wenig verdienen kann, vergab sie im vergangenen Jahr Kredite von insgesamt 135 Millionen Euro für 2318 Finanzierungen. Gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 15 Millionen Euro, so dass das gesamte Kundenkreditvolumen fast 670 Millionen beträgt.

Wunsch nach Wohneigentum erfüllt

„Grund hierfür war unter anderem der Wunsch nach Wohneigentum, der nach wie vor ungebrochen ist. Die niedrigsten Zinsen aller Zeiten und lange Zinssicherheiten führten vor allem bei Privatkunden erneut zu mehr Nachfrage bei Bau- und Kaufinvestitionen. So konnten wir auch 2015 wieder dazu beitragen, dass mehr Menschen ihren Traum von den eigenen vier Wänden in unserer Region verwirklichen, die Wohnqualität verbessern, nötige Anschaffungen tätigen und Unternehmen mit betrieblichen Investitionen Arbeitsplätze schaffen und sichern konnten“, sagte Müller.

Wenn schon im Kreditgeschäft wenig verdient wird, wie finanziert dann die VBKM ihre 17 Filialen, die 191 Mitarbeiter und die zwölf Auszubildenden? „Mit Provisionen unter anderem für Versicherungen und Wertpapiervermittlungen“, antwortete Vorstand Stephan Breser, der diese Funktion in Koblenz erst seit dem 1. Januar innehat. Zuvor arbeitete er bei Genossenschaftsbanken unter anderem in Limburg und zuletzt in Karlsruhe, wo er ebenfalls Vorstandsmitglied war.

So ist der Jahresüberschuss die einzige Zahl, die bei der Genossenschaftsbank nicht nach oben ging: „Der vorläufige Jahresüberschuss liegt mit 1,46 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe. Mit dem Ergebnis sind wir ausgesprochen zufrieden und können unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken“, so die Vorstände. Dennoch reicht das Geld aus, um den etwa 22 000 Mitgliedern für ihre Einlagen, sie sind gedeckelt, eine Dividende von drei Prozent zu zahlen, dies wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen. Deutlich gestiegen ist die Bilanzsumme der Bank um 17 Millionen auf 673 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen – also die Summe aller Kredite und Geldanlagen – erhöhte sich um rund 54 Millionen und beträgt jetzt 1,6 Milliarden Euro.

VBKM setzt auf digitale Technik

Trotz der etwa 30 000 Beratungsgespräche im vergangenen Jahr setzt die VBKM auf die digitale Technik. „Auch Bankkunden informieren sich zunehmend digital. Darauf müssen wir uns stärker einstellen. Die persönliche Beratung wird aber weiterhin die Schlüsselrolle spielen. Insofern sind wir dabei, die Verzahnung von digitaler Welt und der persönlichen Beratung weiter zu verbessern“, betonte Stephan Breser. Im Firmenkundengeschäft werden aktuell schriftlich die Erwartungen der Handwerks- und Gewerbekunden aus dem Mittelstand abgefragt: „Aus dem Feedback werden wir unser Leistungsangebot auf den Prüfstand stellen und so anpassen, dass wir den Erwartungen noch besser gerecht werden. Genau so wichtig ist uns die Zufriedenheit unserer Privatkunden, die in zahlreichen Umfragen immer wieder bestätigt wurde“, führten die Vorstände mit Blick in die Zukunft aus.

Die Vorstände Stephan Breser (l.) und Walter Müller präsentieren den Geschäftsbericht der Volksbank Koblenz Mittelrhein, mit dem sie sehr zufrieden sind. Foto: HEP

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