Allgemeine Berichte | 16.09.2016

Achim Hallerbach zieht positives Fazit für Baumaßnahmen der Dorferneuerung

Zukunftsorientierte Dorfentwicklung benötigt private Initiativen

Förderung von Bauprojekten zur Innenentwicklung ist ein zentrales Anliegen

Achim Hallerbach, Erster Kreisbeigeordneter und Margit Rödder-Rasbach, Dorferneuerungsbeauftragte des Landkreises überzeugten sich von dem gelungenen Projekt des Ehepaares Dr. Paul und Irmgard Reuther. privat

Kreis Neuwied. Der erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach zieht für den Landkreis Neuwied auch für das Jahr 2015 eine positive Förderbilanz privater Baumaßnahmen im Dorferneuerungsprogramm. 2015 hatte das Innenministerium (MDI) für über 70 Fördermaßnahmen privater Antragsteller aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes im Landkreis Neuwied Fördergelder in Höhe von rund 508.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Wir lagen im Landkreis Neuwied im Jahr 2015 mit rund 508.000 Euro Fördergeldern, die vom Land zur Verfügung gestellt wurden erneut auf hohem Niveau. Bislang stehen rund drei Viertel des Förderkontingentes des Vergangenen zur Verfügung. Weitere Mittel sind bereits angefordert. Eine gute finanzielle Unterstützung durch das Landesförderprogramm ist von besonderer Bedeutung. Denn die finanzielle Unterstützung privater Initiativen ermöglicht es vielen Bauherren ältere Gebäude an heutige Wohnstandards, energetische Anforderungen sowie flexiblen Nutzungsansprüchen im Lebenszyklus eines Gebäudes anzupassen und somit zur dorf- und ortsgerechten Gestaltung beizutragen“, betonte Planungsdezernent Achim Hallerbach.

Zentraler Förderschwerpunkt

Von dem Förderprogramm des Landes können die Bürger, die ein älteres Gebäude, das vor 1960 erbaut wurde umnutzen oder umbauen beziehungsweise sanieren möchten, profitieren. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine der zahlreichen Dorferneuerungsgemeinden des Landkreises handelt, die über ein Dorferneuerungskonzept verfügen. Den zentralen Förderschwerpunkt des Landesförderungsprogramms stellt seit einigen Jahren die Innenentwicklung zur Belebung der Ortskerne und der Wohnraumschaffung durch Umnutzung leer stehender, ortsbildprägender Bausubstanz dar. Weitere Schwerpunkte sind bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Daseinsvorsorge sowie der Infrastruktur. Dies sind in erster Linie Projekte zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Ortskernen wie zum Beispiel die Errichtung von Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieben, Dorfläden, die Gestaltung von Dorf- und Spielplätzen, umfassende Gestaltungsmaßnahmen an Gebäuden, Jugendräume, Maßnahmen zur Verbesserung des Fremdenverkehrs sowie kulturelle Projekte. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein Abriss oder Teilabriss mit anschließendem Wiederaufbau oder Neubau gefördert werden.

Projekte mit Vorbildcharakter

„Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich die Antragsteller frühzeitig über Fördermöglichkeiten seines Projektes beim Kreis informieren und sich fachlich beraten lassen. Dafür stehen die zuständigen Mitarbeiterinnen zur Verfügung.“ „Wir haben im Landkreis Neuwied viele gelungenen Projekte mit Vorbildcharakter, die mithilfe des Dorferneuerungsprogramms umgesetzt worden sind, können aber leider nur eine kleine Auswahl zeigen“, bedauert Planungsdezernent Achim Hallerbach.

Gelungene Umnutzung eines Pferdestalls

Von einer der besonders gelungenen Maßnahme zur Innenentwicklung im alten Dorfkern des Ortsteils Hesseln/Leubsdorf, die mithilfe des Dorferneuerungsprogramms umgesetzt wurde, machten sich der Kreisbeigeordnete und die zuständige Mitarbeiterin, Margit Rödder-Rasbach, selbst ein Bild vor Ort. Die ehemalige leer stehende Fachwerkscheune, die lange aus Pferdestall genutzt wurde, befindet sich mit ihren aktuellen Anbauten im Dorfmittelpunkt von Hesseln gegenüber der kleinen Dorfkirche. Sie stammt aus den Jahren um 1900 und gehörte als Nebengebäude zu einem Fachwerkensemble, das die Familie Reuther in Anfang der Achtzigerjahre erworben, kernsaniert renoviert und ausgebaut hatte. Nachdem alle Kinder das Haus verlassen hatten, waren das angrenzende bisherige Wohnhaus inklusive der zu Wohnraum umgenutzten Scheune zu groß geworden. Dann entstand die Idee, als kleineren Alterswohnsitz einen Anbau unter Einbeziehung des leer stehenden Fachwerkgebäudes zu planen. Der moderne Anbau lehnt sich an die notwendigen Teilabrisse der nicht erhaltenswerten Anbauten an die Fachwerkscheune hinsichtlich der Dachform mit flach geneigtem Satteldach und verputzter Fassade harmonisch an und fügt sich architektonisch sehr gut in das Gesamtensemble ein. Er ist auf massivem Untergeschoss in Holzbauweise erstellt und verfügt aus energetischer Sicht anhand der Nutzung von Erdwärme eine moderne, zukunftsweisende Energieversorgung. Der ansprechend gestaltete Garten mit Staketenzaun, Natursteinpflaster und die mit Bruchstein- beziehungsweise Basaltmauern eingefassten Beete sowie ein kleiner Teich runden das Gesamtbild harmonisch ab.

Ortskerne stärken und Leerstand verhindern

Planungsdezernent Achim Hallerbach sieht anhand der großen Nachfrage nach dem Förderprogramm des Landes bestätigt: „Die aktuelle Ausrichtung der Schwerpunktförderung des Dorferneuerungsprogramms zur Innenentwicklung stellt ein effektives Instrument zur Stärkung der Ortskerne und Vermeidung von Leerständen dar. Von ihr gehen wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung und Belebung der Dörfer sowie der Erhaltung einer dorfgerechten Gestaltung aus, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Nähere Informationen zur Fördermöglichkeiten erhalten im Dorferneuerungsreferat der Kreisverwaltung Neuwied: Margit Rödder-Rasbach, Tel.: (0 26 31) 80 32 35 und Carina Baugut-Seyfried, Tel.: (0 26 31) 80 34 02 sowie auf der Homepage der Kreisverwaltung in Bürgerinformationssystem unter Dorferneuerung: www.kreis-neuwied.de.

Pressemitteilung des

Kreises Neuwied

Der ehemalige Pferdestall vor dem Um- und Anbau.

Der ehemalige Pferdestall vor dem Um- und Anbau.

Der ehemalige Pferdestall inklusive des Anbaus.

Der ehemalige Pferdestall inklusive des Anbaus.

Achim Hallerbach, Erster Kreisbeigeordneter und Margit Rödder-Rasbach, Dorferneuerungsbeauftragte des Landkreises überzeugten sich von dem gelungenen Projekt des Ehepaares Dr. Paul und Irmgard Reuther. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Stellenanzeige
Anzeige Lange Samstage
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Werksverkauf Anhausen
Veranstaltung 15.April
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
11

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
36

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
7

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige - Dauerauftrag
Kleinanzeigen
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anlagenmechaniker
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Container Anzeige
Rund ums Haus
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg