- Anzeige - Stadt unterschreibt Kooperationsvertrag mit Glasfaserversorger
Zukunftsträchtige Schritte im Rathaus
Bessere Digitalisierung nach Schulen und Unternehmen jetzt auch für Privathaushalte
Meckenheim. Eine zukunftsfähige Aufstellung der Datenübertragung hat die Stadt Meckenheim bereits seit mehr als zehn Jahren im Blick. Schrittweise wurden die Unternehmen im Industriegebiet mit der neuesten Glasfasertechnik versorgt, außenliegende Orte und der Stadtkern bis zu den Versorgungskästen mit der neuen Technik versorgt. Nun nähert sich die Stadt Meckenheim mit der Unterschrift unter einem Kooperationsvertrag mit der bn:t ihrem Ziel, der möglichst flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit Glasfaser bis zum Haus.
Wichtig sei der Schritt vor allem wegen der gestiegenen Ansprüche an die technischen Möglichkeiten, erklärte Spilles. So benötigen mit der fortschreitenden Digitalisierung die Unternehmen zunehmend auch außerhalb des bereits mit Glasfaser versorgten Industrieparks schnelleres Internet. Ebenso nehmen Home-Office-Arbeitsplätze zu, die genauso auf eine schnelle Datenverbindung angewiesen sind. Zwar liegt das Glasfaserkabel der Telekom bis zu den Versorgungskästen. Von dort leiten jedoch nach wie vor Kupferkabel die Daten in die Häuser und „bremsen“ aus physikalischen Gründen den Datenfluss. Mit der neuen Technik sollen je nach gewähltem Tarif Internet, Telefonie und Fernsehen mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich sein.
Die erste Informationsveranstaltung für die Bürger findet am 12. März um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle in Altendorf-Ersdorf statt. Hier können sich die Bürger zuerst zu den Angeboten der bn:t informieren und ihre Fragen stellen. Weil das Unternehmen ohne jegliche Fördergelder wirtschaftlich arbeiten muss, sei eine Beteiligung von mindestens 40 Prozent der Haushalte notwendig, um das Projekt in Gang zu setzen, erklärte Geschäftsführer Günther Blatzheim. „Wenn alles optimal läuft, dann können im Sommer die Bagger rollen“, kündigte er an. Der einzige Wermutstropfen ist, dass zu weit außerhalb gelegene Höfe und Haushalte aus wirtschaftlichen Gründen nur mit Hilfe von Fördergeldern angeschlossen werden können.
Im Vorfeld wird ein Messwagen durch die Straßen fahren und alle Abstände analysieren.
Anschließend wird der schrittweise Ausbau in genau aufgeteilten Abschnitten, sogenannten Clustern, in Form einer Wanderbaustelle in Angriff genommen werden. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit mehreren gut organisierten Tiefbauunternehmen zusammen, sodass man von einem zügigen Ausbau ausgehen kann“, sagte Vertriebsleiter Nikolaos Pantios.
Nach dem Start in Altendorf-Ersdorf sollen die Bürger in Merl und Lüftelberg die gleichen Möglichkeiten zu erhalten. Anschließend soll die Kernstadt, je nach Wunsch der Bürger, versorgt werden.
Der Vertrag ist unterschrieben, nun kann die Erschließung der Privathaushalte angepackt werden. Foto: Petra Reuter
