Weihbischof Ansgar Puff übergab Pater Friede eine Urkunde des Kardinals
Zum Ehrendechanten ernannt
Meckenheim/Rheinbach. Über 13 Jahre war Pater Stanislaus Friede Dechant für das Dekanat Meckenheim und Rheinbach. Dabei war er Ansprechpartner für die Priester der vier Seelsorgebereiches, Meckenheim, Wachtberg, Rheinbach und Swisttal sowie Vorstandsmitglied des Dekanatsrats. Im September dieses Jahres kann Friede auf 30 Jahre Pfarrer von Buschhoven und Morenhoven zurückschauen. Nach seiner Priesterweihe 1975 in Krakau hatte er sich auf das Abenteuer Priester in Deutschland eingelassen. Es war Kardinal Höffner, der sich 1974 auf den Weg nach Krakau machte, um bedingt durch den Priestermangel in Deutschland versuchte, polnische Priester zu motivieren, nach Köln zu kommen. Schon alleine der Name Friede zeugte von deutscher Herkunft, in Polen wurde er deshalb oft ausgegrenzt. Man sprach zu Hause unerlaubterweise deutsch, jedoch als er 1975 seine erste Kaplanstelle in der Bonner Pfarrei Sankt Hedwig antrat, merkte er schnell, dass die Rheinländer ein anderes Deutsch sprachen. Friede, der dem Orden der Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael angehört, wechselte neun Jahre später aus dem Wohngebiet des Bonner Nordens ins ländliche Buschhoven. Pater Friede, der am 10. Januar 67 Jahre alt wurde, hatte bereits im November darum gebeten, ihn von der Aufgabe des Dechanten zu entbinden, da er in seinem Orden als Vize-Provinzial neue Aufgaben übernommen hat. Erzbischof Joachim Meisner hatte Anfang Januar sein Rücktrittsgesuch angenommen und ihn gleichzeitig zum Ehrendechanten benannt. Weihbischof Ansgar Puff hatte die Übergabe der Ernennungsurkunde gleich zum Anlass genommen als neuer Bischofsvikar für den Pastoralbezirk Süd des Erzbistums Köln, die Gemeindemitglieder von Heimerzheim und darüber hinaus kennen zu lernen.
Bei der Festmesse in Sankt Kunibert Heimerzheim sang der Kirchenchor unter der Leitung von Andreas Schäfer. Weihbischof Ansgar Puff setzte in seiner Predigt Johannes den Täufer in den Vordergrund. Johannes war es, der Jesus erkannte und von ihm sagte. Ich taufe mit Wasser, er aber tauft mit dem heiligen Geist. Er ist Sohn Gottes und nimmt uns die Sünden weg. Weihbischof Puff motivierte die Anwesenden sich im Glauben immer wieder zu erneuern. Mit der Übergabe der Ernennungsurkunde würdigte Ansgar Puff die Leistung von Pater Friede, der in einer Zeit des Umbruchs die vormals zwei Dekanate Meckenheim sowie Rheinbach zu einem Dekanat und die acht Pfarreien von Swisttal zu einem Seelsorgebereich zusammengefügt hatte. Adelheid Willers gratulierte für den Pfarrgemeinderat und der Vorsitzende des Dekanatsrat Lorenz Dierschke bedankte sich bei Pater Friede für die gute Zusammenarbeit. Nach der Messe verabschiedete Weihbischof Ansgar Puff und Pater Friede die Gottesdienstbesucher an der Kirchentüre.
Ebenfalls gratulierten Adelheid Willers für den Pfarrgemeinderat und der Vorsitzende des Dekanatsrat Lorenz Dierschke bedankte sich bei Pater Friede für die gute Zusammenarbeit.Fotos: privat
