Rotarier Club Adenau-Nürburgring
Zwei Feuerwehr-Fahrzeuge gespendet
Drees. Die Übergabe zweier ATVs (All Terrain Vehicle) von Yamaha, an die Feuerwehren Adenau und Altenahr im Offroadpark Nürburgring in Drees stand im Mittelpunkt einer kleinen Feier wo der Rotarier Club Adenau-Nürburgring zu eingeladen hatte. So konnten die beiden Co Präsidenten Rolf Schliepköter und Alex Schoep sowie das Clubmitglied Georg Schmitz als Koordinator des Spendenprojektes, neben Vertreter von Kreis, Feuerwehrverband und Kommunen auch die Hauptakteure die Freiwilligen Feuerwehren aus den beiden Verbandsgemeinden nebst den Wehrleitern begrüßen.
Anstoß zu dieser Spende, die der RC Club aus dem Fluthilfefonds finanzierte, war, das während der Flutkatastrophe zwei zivil Versionen nicht feuerwehrtechnisch Vorgerüsteter Fahrzeuge des Typs Yamaha Wolverine x4, von RC Mitglied Georg Schmitz (Zweirad Schmitz) vermittelt wurde, die sich aufgrund ihrer Wendigkeit und Geländegängigkeit bei Personenbergung wo sie Leben gerettet haben, und anderen Hilfseinsätzen, als äußerst hilfreich erwiesen. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und dem Wissen, das diese Sonderfahrzeuge nicht im Fuhrpark der örtlichen Wehren zu finden sind, wurde vom RC Adenau-Nürburgring der Entschluss gefasst, für zwei dieser Fahrzeuge die Finanzierung zu übernehmen.
Fahrzeuge vielseitig einsetzbar
Bevor die Fahrzeuge an die beteiligten Wehren an Ober- und Mittelahr als Spende übergeben werden konnten, mussten sie erst nach Einsatz- und speziellen Lageanforderungen der Wehren von Fachfirmen nach- und aufgerüstet werden. „Die beiden Fahrzeuge, die heute übergeben werden, ermöglichen den Feuerwehren, jeden noch so entlegenen Ort zu erreichen“, sagte Horst Gies in Vertretung von Landrätin Cornelia Weigand. Gies hob hervor das die leichten, wendigen, schnellen, mit Allrad, Seilwinde und Anhängerkupplung ausgestatteten Fahrzeuge vielseitig einsetzbar sind. Sei es als Erkundungsfahrzeuge, zur Brandbekämpfung im Wald, auf den Campingplätzen am Nürburgring oder zur Rettung von Verunfallten im unwegsamen Gelände. Somit sind sie eine hervorragende Ergänzung zum bestehenden Konzept der Einsatzfahrzeuge.
„Wir haben einen kriegerischen Kampf gegen die Natur geführt, den wir verloren haben“, stellte Peter Gerhards der Vizepräsident des Feuerwehrverbandes RLP fest. Deshalb ist schnelle und Unbürokratische Hilfe von Nöten, damit der Brand- und Katastrophenschutz ihre Fahrzeuge und Ausrüstung Aufrüsten können, betonte Gerhards.
Guido Nisius Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau merkte an, dass Wehren in der Verbandsgemeinde schon im Wandel begriffen sind, und Fuhrpark und Ausrüstung langsam angepasst werden. Beim Blick auf die neuen Fahrzeuge meinte der Bürgermeister, „Dieses Fahrzeug hätten wir schon am Wochenende bei der Bergung eines Verletzten Mountainbikers im Wald gut gebrauchen können“.
Georg Knieps, Beigeordneter der VG Altenahr dankte Rolf Schlipköter und Alex Schoep, Co Präsidenten des RC Adenau-Nürburgring, für die Unterstützung von „Außen“. Ansonsten obliegt es dem Verbandsgemeinderat, die Ausstattung der Wehren vorzunehmen, das ist aber immer mit viel Geld verbunden. Auch Frank Linnartz der Wehrleiter von Altenahr bedankte sich für die Unterstützung.
Das Sonderfahrzeug wird in Kreuzberg bei den „Bergrettern“ stationiert. Natürlich können auch die Wehren der Verbandsgemeinde das Sonderfahrzeug bei bedarf anfordern. Ebenso handhabt es Dieter Merten, Wehrleiter der VG Adenau. Merten sieht das Haupteinsatzgebiet des Sonderfahrzeugs am Nürburgring. Wo man bei Veranstaltungen auf den engen Campingplätzen oder zur Erkundung auch mal durch den Wald fahren kann und somit wesentlich schneller unterwegs ist.
Der Kostenpunkt der Fahrzeuge betrug 80.000 Euro. Yamaha hat aber 10.000 Euro Preisnachlass erteilt, „Und so einen maßgeblichen Beitrag zur Finanzierbarkeit dieses Projektes geleistet“, sagte Alex Schoep.
Nach der kirchlichen Einsegnung von Sabine Gilles Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Altenahr und der evangelischen Pfarrerin Elke Smidt-Kulla und der Einweisung der Wehrmänner durch Instruktor Uwe Zahnhausen von Yamaha, konnten sich die späteren Fahrer auf den extremen Strecken des Off Road Parks selber die Fähigkeiten der Fahrzeuge Testen. SES
Den Kirchlichen Segen spendeten Gemeindereferentin Sabine Gilles und die Ev. Pfarrerin Elke Smidt-Kulla. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
Nach der Einweisung konnten die Wehren die Fähigkeiten im Gelände Testen. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
