Förderschule stellt sich vor
Zwei Schulen kündigen Ablehnungen wegen zu hoher Anmeldezahlen an
Jungholzhalle im laufenden Jahr besser ausgelastet
Meckenheim. Zwar waren die Anmeldezahlen an den Grundschulen entsprechend dem Schulentwicklungsplan erwartet worden. Trotzdem werde es an der EGS Meckenheim Ablehnungen geben müssen, erfuhren die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur bei der letzten Zusammenkunft. Außerdem waren die Vermietung der Jungholzhalle, die Vorstellung des neuen Förderschulstandorts und die Medienkonzepte der Schulen Themen des Ausschusses.
„Nach vier Jahren Bewerbung und Bewährung mit dem Kollegium und den Kindern“ sowie vielen Fahrten in Wald, Bach und Naturparks werde die EGS als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet werden berichtete Schulleiterin Julia Gahl vom Erfolg der Evangelischen Grundschule Meckenheim. In der Katholischen Grundschule Meckenheim treibe man derzeit die Inklusion weiter voran und habe mit Klassenstärken von 25 Kinder und einer einzigen Sonderpädagogin „Einiges zu stemmen“, berichtete Schulleiterin Corinna Stühm.
In ihrer Schule werfe das Programm „Klasse 2000“ einen Blick auf die Ernährung, informierte Barbara Bienentreu als Schulleiterin der GGS Merl. Die Situation in der Containerschule sei derzeit recht beengt und man könne auf der anderen Seite des Schulhofs den Baufortschritt der dortigen Sanierungsmaßnahmen verfolgen. Da in ihrer Schule viele Kinder mit Wurzeln in verschiedenen Kulturen zusammen lernen, begrüßte sie die Möglichkeit der Teilnahme ihrer Schule am Projekt „Care“, das sich mit dem interkulturellen Lernen befasst. Die Leiterin der Katholischen Grundschule Merl, Gabriele Vitt, berichtete vom gelungenen Umzug in die frisch sanierte Schule, in der es nun eine eigene Offene Ganztagsschule gebe.
Allen Grundschulen gemeinsam war, dass man im Rahmen eines Digitalisierungskongresses am 27. November die modernen Möglichkeiten im täglichen Lehrbetrieb kennenlernen wollte und im Anschluss das bereits erstellte Medienkonzept entsprechend überarbeiten wolle.
In den sechsten Klassen haben sich die Schüler der Hauptschule kürzlich mit dem Projekt „Cybermobbing“ befasst, hörte man von Schulleiter Peter Hauck. Derzeit begänne das bekannte und sehr erfolgreiche Coolnesstraining campusübergreifend in den siebten Klassen. Weiterhin stünde in Kürze die zehnte Vertragsunterzeichnung des Projekts MEGA an. Anlässlich des Jubiläums solle es in diesem Jahr ein kleines Programm zum festlichen Akt geben, sagte Peter Hauck. Am 23. November öffne das Konrad-Adenauer-Gymnasium seine Tore zum „Tag der offenen Tür“, kündigte Schulleiter Dirk Bahrouz an. Die Lehrpläne für die Klassen fünf und sechs habe man an die für diese Stufen wieder gültigen G9-Regelungen angepasst.
Tim Friedrich brachte die Ausschussmitglieder mit den aktuellen Vermietungsdaten der Jungholzhalle auf den neuesten Stand. Während in den ersten Jahren für das Empfinden einiger Parteivertreter die Vermietung der neuen Halle zu schleppend anlief und Reparatur- und Gewährleistungsarbeiten die Halle blockierten, zog Friedrich für das aktuelle Jahr ein bisher positives Resümee. Nach vorläufigen Berechnungen habe man in diesem Jahr über 32 000 Euro für die Vermietung der Halle an Vollzahler eingenommen, erklärte er. Zudem habe man zwei Hausmeister weiterqualifiziert, sodass man Vereinsveranstaltungen und städtische Veranstaltungen mit eigenem Personal habe stemmen können. Auch für das kommende Jahr gebe es bereits Mietverträge und Anbahnungsgespräche für Vermietungen. Weiterhin habe man eine WLAN-Lösung in der Halle geschaffen, um sie auch für Tagungen vermieten zu können.
Den seit dem Frühjahr 2019 bestehenden Förderschulzweig im Gebäude der ehemaligen Physiotherapieschule „An der alten Eiche“ stellte Schulleiter Jan Peter Meier vor. Kinder mit Unterstützungsbedarf im sozial-emotionalen Bereich würden hier in kleinen, je zwei Jahrgänge übergreifenden Klassen unterrichtet, weil der Eigentümer für die zuvor genutzten Räume Eigenbedarf angemeldet hatte. Auch wenn der Leerstand der Physiotherapieschule für den Förderschulzweig ein Glücksfall war, habe man beim Start mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt.
Zu Beginn habe man nur über zwei große Räume verfügen können, die in der Zwischenzeit aber in vier kleinere umgebaut wurden. Zudem habe man dank einer Aktion einiger EATON-Mitarbeiter nun anstatt eines kahlen Parkplatzes einen Sandkasten und einen kleinen Fahrzeugparcours für die Kinder zum Spielen in den Pausen zur Verfügung. Weil man den Nachwuchs sinnvoll unterstützen wolle, arbeite man mit sehr kleinen Klassen, sodass derzeit nur rund 40 Schülerinnen und Schüler den Förderschulzweig besuchen. Insgesamt strukturiere man in der kommenden Zeit die Standorte um. Derzeit sei Ziel, den Standort in Meckenheim beizubehalten. Die geplante Gesamtschülerzahl solle 80 nicht übersteigen. In der Schule erhielten die Kinder nicht nur zu ihrem sozial-emotionalen Unterstützungsbedarf Hilfe. Auch Logopädie und Ergotherapie finde in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Anbietern regelmäßig statt, berichtete Meier.
