Allgemeine Berichte | 24.08.2016

Exkursion Adenauer Projektteams „Unser Notarzt“ in die Schweiz

Zwei Welten - eine Tradition

Arbeitsgruppe folgte einer Einladung zu den Rettern der Air Zermatt

Die Gruppe aus der Eifel mit Patrick Wenger (4. v. r.), Flight-Paramedic Air Zermatt. privat

Adenau/Zermatt. Die Arbeitsgruppe „Unser Notarzt„ folgte der freundlichen Einladung von Dr. Axel Mann, dem ärztlichen Leiter der Air Zermatt, gleichzeitig ein Kenner der Region Hocheifel-Nürburgring und einer der Wegbereiter der modernen Notfallmedizin im Motorsport.

Intensiver Austausch

Es fand ein intensiver Austausch über regionale Konzepte bei der Versorgung von schwerverletzten Menschen statt. Aspekte der Eigensicherung und technische Besonderheiten der alpinen Rettung, selbst in extremen Höhen, stellen das Schweizer Team dabei vor besondere Herausforderungen. In den Schweizer Alpen hat sich ein hochspezialisierter Bergrettungsdienst entwickelt, der in der Lage ist auch technische Innovationen zu liefern und spätestens mit dem Aufbau eines Luftrettungsdienstes in Nepal ein neues Level der Rettung aus extremen Höhen angeht. Die Air Zermatt ist sich dieser Tradition bewusst und gibt ihr Fachwissen an Rettungsteams aus aller Welt weiter.

Auch das Projekt „Unser Notarzt“ fand in Zermatt Beachtung, thematisiert wurde unter anderem der Einsatz von mobilen Ultraschallgeräten in der Schwerverletztenversorgung, aber auch der Weg der nachhaltigen Nachwuchsförderung und -sicherung. Damit von den im Projekt gewonnen Erkenntnissen auch andere Rettungsteams profitieren können, erschien jüngst eine Fachveröffentlichung der Arbeitsgruppe „Unser Notarzt“ in der Zeitschrift „Notfall- und Rettungsmedizin“. Diese steht, als eine der renommiertesten notfallmedizinischen Fachzeitschriften, Notfallmedizinern im gesamten deutschsprachigen Raum zur Verfügung - auch den Schweizer Kollegen.

Neben der Arbeitsgruppe „Unser Notarzt“ aus der Region Hocheifel-Nürburgring waren auch Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Adenau mit in Zermatt - gemeinsames Ziel: aktiv den Aufbau einer bedarfsgerechten nachhaltigen Notfallversorgung zu unterstützten.

Notdienst in Adenau gesichert

Erfreuliche Entwicklung am Notarztstandort Adenau: Nach mehr als eineinhalb Jahren und langen Verhandlungen ist dieser wieder rund um die Uhr mit einem Notarzt besetzt. Die Notärzte kommen wie bisher aus dem St. Josef Krankenhaus Adenau, darüber hinaus verrichten vor allem an den Wochenenden nun auch freiberuflich tätige Notärzte dort Dienste.

Der Notarztstandort Adenau erwartet in nächster Zeit die definitive Zusage der Kostenübernahme seitens der Kostenträger und geht so lange weiter in Vorleistung, um in lebensbedrohliche Notfällen schnelle Hilfe leisten zu können. Ziel ist und bleibt die nachhaltige Entwicklung des Standorts, um langfristig Arbeitsplätze zu sichern und entstehen zu lassen - dies sei man den Menschen in einer touristisch geprägten Region schuldig, berücksichtige aber auch die sich ändernden sicherheits- und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, so der Vorsitzende des Fördervereins Bernd Schiffarth.

Das Team der Air Zermatt lud die Projektmitglieder zu einem erneuten intensiven praktischen Training in die Schweiz ein, eine Einladung zu einem Gegenbesuch in der Region Hocheifel-Nürburgring erfolgte ebenfalls.

Zwei Welten sind aufeinandergetroffen, jedoch mit zahlreichen Parallelen nicht nur in Bezug auf die notfallmedizinische Tradition: Das Alleinstellungsmerkmal Rettungsdienst am Matterhorn, aber sicher auch die Versorgung am und um den Nürburgring, stellt eine besondere Herausforderung dar, gleichzeitig ist ein hohes Fachwissen notwendig und regelmäßiges Training unerlässlich, so das Resümee aller Beteiligten am Ende der Reise. Pressemitteilung des

Fördervereins

St. Josef Krankenhaus Adenau

Gemeinsamer Flug über das Einsatzgebiet der Air Zermatt, am Horizont das Matterhorn.

Gemeinsamer Flug über das Einsatzgebiet der Air Zermatt, am Horizont das Matterhorn.

Das Team Tim Zeitler (vorne) sowie Marcel Weber, Marc-Andre Bach, Philipp Schmidt, Michael Walscheid, Marc Münch, Lucas Müller und Benedict Körtgen (v. l.), bevor es gemeinsam auf den Klettersteig ging.

Das Team Tim Zeitler (vorne) sowie Marcel Weber, Marc-Andre Bach, Philipp Schmidt, Michael Walscheid, Marc Münch, Lucas Müller und Benedict Körtgen (v. l.), bevor es gemeinsam auf den Klettersteig ging.

Die Gruppe aus der Eifel mit Patrick Wenger (4. v. r.), Flight-Paramedic Air Zermatt. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Imageanzeige
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Grillsaison Filiale Mühlheim-Kärlich
Grillsaison Filiale Dernbach
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
277

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Die Ehlinger Straße in Heimersheim.  Foto: ROB
205

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mobile Geschwindigkeitskontrollen. Die Messungen sollen im Stadtteil Heimersheim in der Ehlinger Straße sowie im Stadtteil Ramersbach in der Mayener Straße stattfinden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
4533

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1230

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen