Allgemeine Berichte | 15.12.2020

Corona-Impfzentrum Polch steht in den Startlöchern

Zwei parallele Impfstraßen können ab sofort ihren Betrieb aufnehmen

Nur gut eine Woche benötigte man für die Einrichtung und konnte jetzt Vollzug melden

Die Offiziellen um Landrat Dr. Alexander Saftig und BM Maximilian Mumm erkundigten sich vor Ort. Fotos: TE

Polch. Das Corona-Impfzentrum des Landkreises Mayen-Koblenz in der Polcher Maifeldhalle ist einsatzbereit. Davon konnten sich zu Wochenbeginn Offizielle und Medienvertreter selbst vor Ort informieren. Demnach nimmt das Polcher Impfzentrum, parallel zu einem weiteren für den Landkreis MYK in Koblenz, unmittelbar nach Eingang der ersten Impfdosen, die Impfungen auf. Mit deren Lieferung wird zum Jahresende bzw. Anfang 2021 gerechnet. Mit dem Standort Maifeldhalle Polch ist für den Bürger eine gute Erreichbarkeit in zentraler Lage mit ausreichend Parkraum vorhanden. Auf einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern wurde das Impfzentrum installiert. Um dieses zu gewährleisten, haben der Kreis sowie die Verbandsgemeinde sehr gut zusammengearbeitet, betonen Landrat Dr. Alexander Saftig und VG-Bürgermeister Maximilian Mumm. Bürgermeister Gerd Klasen kann dies aus städtischer Sicht nur bestätigen und richtet ebenso wie die anderen Offiziellen herzliche Dankesworte an die Polcher Feuerwehr für deren tatkräftigen Einsatz beim Aufbau des Impfzentrums. Nur gut eine Woche benötigte man für die Einrichtung und konnte jetzt Vollzug melden. Für welche Bürger das Impfzentrum in Koblenz und für welche das am Standort Polch zuständig sein wird, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen. Man geht derzeit davon aus, dass für die Bürger der folgenden Kommunen das Impfzentrum in Koblenz zuständig sein wird: Rhens, Brey, Spay, Waldesch, Bendorf, Vallendar, Niederwerth, Weitersburg, Urbar, Weißenthurm, Kettig, Urmitz, Kaltenengers, Sankt Sebastian, Bassenheim und Mülheim-Kärlich. Für alle anderen Gemeinden aus dem Landkreis Mayen-Koblenz ist der Standort Polch zuständig.

Bei den Impfzentren gilt das Wohnortprinzip

Es gilt hier das Wohnortprinzip, wonach jeder Kommune ein festes Impfzentrum vom Land zugewiesen wird. Es ist also nicht möglich, dass Bürger zwischen Koblenz und Polch auswählen können. Für Menschen die nicht mobil sind und daher nicht zu den Impfzentren fahren können, werden zu den stationären Angeboten zusätzlich noch „Mobile Impfteams“ im Einsatz sein, die diese Zielgruppe bedienen werden. Diese Teams werden aber nicht von den örtlichen Impfkoordinatoren organisiert, sondern vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes in Abstimmung mit dem Land RLP durchgeführt. Hier liegt ein erarbeitetes Konzept für alle Hilfsorganisationen vor, dass gemäß seiner Vorgaben von der Koordinierungsstelle des DRK-Landesverbandes RLP entsprechend umgesetzt wird. Die Terminvergabe für Impfinteressenten erfolgt zentral durch das Land per Call-Center und übers Internet. Rheinland-Pfalz plant, seine Impfungen eng an die Empfehlungen der ständigen Impfkommission zu den priorisierten Bevölkerungsgruppen auszurichten. Die endgültige Liste liegt noch nicht vor. Der Bund wird, sobald er festgelegt hat wie viele Impfdosen wann zur Verfügung stehen und welche Gruppen ganz exakt priorisiert geimpft werden sollen, eine groß angelegte Öffentlichkeitskampagne initiieren, der sich Rheinland-Pfalz anschließen wird. Die Zulassung des Impfstoffes soll nach jüngsten Informationen bis zum 29. Dezember 2020 erfolgen. Über die tatsächliche Verfügbarkeit können aktuell aber noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden. Für den Personaleinsatz im Impfbetrieb, der zunächst mit einer von zwei eingerichteten Impfstraßen starten wird, werden 4 Bürokräfte für administrative Aufgaben, 2 Ärzte und 3 medizinische Fachkräfte eingesetzt. Entsprechend der Nachfrage und dem verstärkten Eingang von Impfdosen wird dann auch die zweite Impfstraße in Betrieb genommen. Sollte unbegrenzt Impfstoff vorhanden sein, will man unter Volllastbetrieb täglich bis zu 800 Menschen impfen, wobei man zunächst nur von 200 Impflingen bei einer Impfstraße ausgeht. Die Leitung der Koordination des Impfzentrums in Polch wurde von Michael Erlemann (Kreisverwaltung Mayen-Koblenz) übernommen. Die Kosten für die Errichtung, den Betrieb und den Unterhalt des Zentrums trägt das Land. Die Rekrutierung regionaler oder überregionaler Ärzte erfolgt aus einer zentralen vom Land zur Verfügung gestellten Datenbank. Das Impfzentrum wird rund um die Uhr per Sicherheitsdienst und Kameras überwacht und ist von einem hohen Zaun umgeben.

Die Impfstraße

Es soll von morgens bis abends, je nach Impfstoffverfügbarkeit, durchgehend geimpft werden. Der jeweilige Impfling bekommt nach seiner Registrierung im Anmeldebereich einen Laufzettel ausgehändigt, mit dem er die einzelnen Stationen leicht finden und entsprechend zügig durchlaufen kann. Es erfolgt eine individuelle Aufklärung mittels schriftlicher Unterlagen sowie ein kurzes Arztgespräch. Nach dem Impfen erhält der Impfling eine sogenannte Nebenwirkungskarte und den zweiten Termin für die Nachimpfung in 21 Tagen. Sollten sich Nebenwirkungen einstellen, sind diese auf der Karte für den Nachimpfungstermin zu notieren. Bei erheblichen Nebenwirkungen sollte der Hausarzt kontaktiert werden. Im letzten Schritt des Impfvorgangs müssen sich die Patienten für mindestens eine Viertelstunde in einen Überwachungsraum begeben, wo sie von medizinischem Personal beobachtet bzw. betreut werden. Das professionell eingerichtete Impfzentrum in Polch entspricht augenscheinlich den höchsten Sicherheits- und Hygienestandards.

TE

Im Anmeldebereich werden die Impflinge von geschultem Personal empfangen und registriert.

Im Anmeldebereich werden die Impflinge von geschultem Personal empfangen und registriert.

Mit einem Laufzettel versehen durchlaufen die Impfpatienten bis zur Impfung mehrere Stationen.

Mit einem Laufzettel versehen durchlaufen die Impfpatienten bis zur Impfung mehrere Stationen.

Die Offiziellen um Landrat Dr. Alexander Saftig und BM Maximilian Mumm erkundigten sich vor Ort. Fotos: TE

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