Allgemeine Berichte | 21.10.2015

Nürburgring - VLN-Langstreckenmeisterschaft

Zweiter Saisonsieg für Black-Falcon in der VLN

Busch-Audi auf dem zweiten Platz nach Ausfall des Rowe-SLS

Bei herbstlicher Witterung starteten 133 Fahrzeuge zum DMV-250-Meilen-Rennen.BURG

Nürburgring. Hubert Haupt aus München, Adam Christodoulou aus Großbritannien, Yelmer Buurman aus den Niederlanden und Manuel Metzger aus der Schweiz hießen die Sieger des DMV-250-Meilen-Rennen, dem vorletzten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Als zweite überquerte der Busch-Audi die Ziellinie. Das Audi Team profitierte dabei ebenso vom Ausfall des Rowe-SLS, wie der Drittplatzierte neue Porsche 911 GT3 R.

Kühle Temperaturen und Nebel in der Eifel

Nichts war mehr bei diesem Rennen von den Witterungsbedingungen eines goldenen Oktober zu spüren, die noch vierzehn Tage zuvor Zehntausende von VLN Fans, zum achten Lauf an den Nürburgring gelockt hatten. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich besiedelten daher auch nur noch die eingefleischten VLN-Fans das weite Rund der Nordschleife. Zusätzlich zu den winterlichen Temperaturen hatten sich die Höhenlagen der Nürburgringregion auch noch in einen Nebelschleier gehüllt, wodurch die Fans die ersten Fahrzeuge beim morgendlichen Zeittraining mit einer Verspätung von 50 Minuten sichteten, worauf auch der Start von 12 auf 12.30 Uhr verschoben wurde.

Beide Mercedes SLS lange Zeit im Zweikampf

Nach dem Erlöschen der Startampel wurde das Rennen vom Kampf der beiden Mercedes AMG SLS GT3 von Black Falcon und ROWE Racing um die Führungsposition geprägt. Lange Zeit konnten Christian Hohenadel aus Illingen und Klaus Graf aus Dornhan mit dem Flügeltürer von Rowe Racing, die Besatzung des siegreichen Black Falcon Boliden unter Druck setzen, bis 20 Minuten vor Rennende ein Radlagerschaden am ROWE SLS einen Mercedes Doppelsieg vereitelte. Den zweiten Platz erbten damit, beim finalen Test des neuen Audi R8 LMS, die Sieger des achten Laufes, Marc und Dennis Busch, beide aus Bensheim, die zusammen mit Marc Basseng aus Rosenbach den ersten Renneinsatz des neuen Ingolstädter Rennboliden absolvierten.

Erstmals neuer Audi R8 LMS im Einsatz

„Wir sind mit dem ersten Kundeneinsatz des neuen R8s sehr zufrieden, das Ergebnis hat auch gezeigt, dass das Auto in Kundenhand bestens funktioniert“, erklärte Marc Basseng nach dem Rennen. Auf Rang drei folgte der von Manthey Racing betreute neue Werksporsche 911 GT3 R. Im Verlauf des Rennens hatte sich dabei die beiden Werkspiloten Nick Tandy aus Großbritannien und Fred Makowiecki aus Frankreich im neuen 911er, ein packendes Duell mit Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, beide Barweiler und Patrik Huisman aus den Niederlanden im Frikadelli-Porsche geliefert. Auf Grund eines defekten Reifens musste der Frikadelli-Porsche aber kurz vor Rennende noch einen außerplanmäßigen Boxenstopp einlegen und fiel damit auf Platz fünf zurück. Nutznießer des Pechs der Frikadelli-Piloten war die Besatzung des ebenfalls von Manthey Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR, Georg Weiss aus Monschau, Jochen Krumbach aus Eschweiler und Oliver Kainz aus Mayen, die als Vierte ins Ziel fuhren.

Teams aus der Region erfolgreich

Neben dem Sieg von Black Falcon, und den Positionen drei bis fünf von Manthey und Frikadelli Racing, gab es auch weitere tolle Erfolge in den Klassenwertungen beim neunten VLN Rennen für die Teams aus der Region. In der Klasse SP7 schlug das Team von Manthey Racing noch einmal zu. Andreas Ziegler aus Sinzig, Christoph Breuer aus Nettersheim und Dieter Schmidtmann aus Mechernich hießen die Fahrer des siegreichen SP7 Porsche. Mit Position zwei für Jens Esser aus Kerpen und Ercan Kara Osman aus Düsseldorf im Porsche 911 GT3 CUP des Adenauer-RTR Teams war diese Wertungsklasse dann auch fest in der Hand der heimischen Teams. Bei den seriennahen Fahrzeugen der V4 über 2.000 bis 2.500 cm³ Hubraum siegte die Besatzung des Porsche Cayman 981 von Prosport-Performance aus Herschbroich. Mit dem dritten Rang in dieser Klasse, sowie dem siebten Klassensieg in der Klasse H4, Fahrzeuge bis Baujahr 2004, rundete das Team von Black Falcon seine Erfolgsbilanz an diesem Tag ab.

Während bei den siegreichen Teams gestrahlt wurde, passten sich die Gesichtszüge bei Phoenix Racing aus Meuspath eher den Witterungsbedingungen an. Schon in der ersten Kurve traf das Pech erneut den Phoenix Audi, der von einem der Scuderia Cameron Glickenhaus Fahrzeuge von der Strecke geschossen wurde.

Ähnlich unglücklich verlief auch das Rennen für das zweite Auto des Adenauer-RTR Teams. Auf dem sechsten Gesamtrang und in der führenden Klassenposition lieferte sich Marc Hennerici aus Mayen einen spannenden Positionskampf mit Steve Jans aus Luxemburg im GetSpeed-Porsche. In der siebten Runde nahm dann das Schicksal seinen Lauf. Beim Anbremsen im Streckenabschnitt „Bergwerk“ überschätzte Jans seine Fahrzeugbeherrschung und katapultierte den RTR-Porsche von Hennerici mit einem Treffer an der hinteren rechten Heckpartie von der Strecke. Zum Glück blieb Hennerici beim rückwertigen Einschlag mit über 100 km/h in die Planken ebenso unverletzt wie Steve Jans, für den das Rennen bei dieser Aktion ebenfalls in der Streckenbegrenzung endete. Während GetSpeed Performance aus Meuspath mit dem Porsche 991 GT3 Cup zum Finale wieder antreten kann, werden die Seriensieger in der Porsche Cup-Klasse, Marc Hennerici aus Mayen und Christian Menzel aus Kelberg mit dem RTR CUP Porsche nicht mehr an den Start rollen. „Ich kann die Entscheidung von unserem Team verstehen“, kommentierte Menzel die Absage. „Unser Auto ist quasi ein Totalschaden. Für die Mechaniker wäre ein Wiederaufbau durchaus realisierbar. Aber da geben die Jungs in den nächsten Tagen Tag und Nacht alles und dann haben wir eventuell beim Finale wieder Nebel, Schnee oder Eis.“

Dieses ist natürlich nicht zu hoffen, denn die Fahrerwertung der VLN-Langstreckenmeisterschaft ist noch nicht entschieden und die Fans dürfen sich auf die finale Endscheidung beim zehnten Lauf am Samstag, 31. Oktober freuen.

Bei herbstlicher Witterung starteten 133 Fahrzeuge zum DMV-250-Meilen-Rennen.BURG
Auch wenn Steve Jans versuchte mit dem GetSpeed-Porsche (#101) Marc Hennerici im RTR-Porsche (#112) zu attackieren, kontrollierter der Mayener Pilot das Renngeschehen um die Führung in der Porsche Cup-Klasse.

Auch wenn Steve Jans versuchte mit dem GetSpeed-Porsche (#101) Marc Hennerici im RTR-Porsche (#112) zu attackieren, kontrollierter der Mayener Pilot das Renngeschehen um die Führung in der Porsche Cup-Klasse.

Der siegreiche Mercedes AMG SLS GT3 von Black Falcon an der Box.

Der siegreiche Mercedes AMG SLS GT3 von Black Falcon an der Box.

Bei herbstlicher Witterung starteten 133 Fahrzeuge zum DMV-250-Meilen-Rennen.Fotos: BURG

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