Allgemeine Berichte | 26.03.2026

In Scheuren gehen Denkmalpflege, Nachhaltigkeit und modernes Wohnen harmonisch Hand in Hand

Zwischen Fachwerk und Zukunft

Im Rahmen der jährlichen Kreisbereisung besuchten Kreisdenkmalpfleger Dr. Reinhard Lahr und der Erste Kreisbeigeordnete Philipp Rasbach das idyllische Scheuren bei Unkel – hier mit Julia und Bastian Plag, die ein rund 300 Jahre altes kleines Haus „unter Dach und Fach“ gebracht haben.  Foto: Martin Boden

Unkel-Scheuren. Wer durch das idyllische Scheuren bei Unkel spaziert, spürt sofort die besondere Atmosphäre dieses historischen Ortes. Der Unkeler Stadtteil beeindruckt mit zahlreichen historischen Haus- und Hofzeilen, die in den vergangenen Jahren durch einen Generationenwechsel neue Eigentümer fanden. Mit viel Leidenschaft und einem klaren Blick auf ökologische Nachhaltigkeit wurden mehrere Anwesen liebevoll instandgesetzt und für zeitgemäßes Wohnen erschlossen. Grund genug für den Kreisbeigeordneten und Baudezernenten Philipp Rasbach sowie Kreisdenkmalpfleger Reinhard Lahr, im Rahmen der jährlichen Kreisbereisung einen Blick hinter die Türen frisch sanierter Kulturdenkmäler zu werfen.

Der erste Besuch führte zu einer Hofanlage, die früher unter dem Namen Weingut Stumpf bekannt war und aus mehreren Gebäuden besteht, die sich um einen geschlossenen Innenhof gruppieren. Eine Gruppe von vier jungen Paaren, die sich selbst die „Hoflinge“ nennen, hat sich dieser beeindruckenden Hofanlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert angenommen. Die aufwändigen Fachwerkpartien lassen auf ein ehemals herrschaftliches Gehöft mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden klösterlicher Herkunft schließen. Mit Sachverstand und Teamgeist sind die „Hoflinge“ dabei, die Wohngebäude Schritt für Schritt zu sanieren. Dabei statten sie die Bauten mit moderner Haustechnik wie Wandheizungen aus, verwenden jedoch gleichzeitig historische Baustoffe wie traditionellen Lehmputz, um sowohl dem Raumklima als auch dem historischen Charakter des Gehöfts gerecht zu werden.

Besonders eindrucksvoll ist auch das Haus von Wolfgang und Katja Lorenzini. Das einst unscheinbare Gebäude in zweiter Reihe verbarg unter weißen Eternitplatten ein wunderschönes Fachwerk aus dem mittleren 17. Jahrhundert. „Die Lorenzinis haben aus dem Haus ein wahres Schmuckstück gemacht“, lobt Kreisdenkmalpfleger Reinhard Lahr. „Sie behielten die ursprüngliche Raumaufteilung im Wesentlichen bei und arbeiteten die historischen Details gekonnt heraus. An das denkmalgeschützte Haus schließt sich ein moderner, eingeschossiger Neubau mit Holzverkleidung an, der bewusst einen Kontrast zum historischen Fachwerk bildet und zeigt, wie Altes und Neues harmonisch nebeneinander bestehen können.“

Den Schlusspunkt bildete ein kürzlich ebenfalls grundsaniertes, rund 300 Jahre altes kleines Haus, das Julia und Bastian Plag liebevoll „unter Dach und Fach“ gebracht haben. Dazu gehörten das Neueindecken mit Hohlpfannen, der fachgerechte Austausch maroder Eichenhölzer in gleicher Holzart sowie das punktuelle Aufbohlen und Aufblatten. Die Gefache wurden mit Lehmsteinen vermauert und mit Kalkmörtel verputzt. Das jahrzehntelang leerstehende Gebäude präsentiert sich heute – liebevoll restauriert und gemütlich eingerichtet über drei Geschosse hinweg – als Ferienwohnung für Rheinsteig-Wanderer, die den historischen Charme schätzen.

„Die Beispiele in Scheuren zeigen eindrucksvoll, wie Denkmalpflege, Nachhaltigkeit und modernes Wohnen Hand in Hand gehen können“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Philipp Rasbach: „Hier wird Geschichte nicht nur bewahrt, sondern auch lebendig weitergeschrieben.“

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Im Rahmen der jährlichen Kreisbereisung besuchten Kreisdenkmalpfleger Dr. Reinhard Lahr und der Erste Kreisbeigeordnete Philipp Rasbach das idyllische Scheuren bei Unkel – hier mit Julia und Bastian Plag, die ein rund 300 Jahre altes kleines Haus „unter Dach und Fach“ gebracht haben. Foto: Martin Boden

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