Wandel auf dem Friedhof: Neue Konzeption für Kruft vorgestellt
Zwischen Tradition und Moderne
Kruft. In der Ortsgemeinde Kruft wurde der Öffentlichkeit die neue Friedhofsentwicklungsplanung vorgestellt. Die Konzeption ist das Ergebnis eines über drei Jahre andauernden Prozesses, mit dem der Gemeinderat und die zuständigen Ausschüsse auf gesellschaftliche Veränderungen im Umgang mit Bestattungen reagieren.
Der Friedhof als Ort der Erinnerung und kultureller Ausdruck wandelt sich. Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen traditionelle Familiengrabstätten. Stattdessen gewinnen Feuerbestattungen, naturnahe Baumgräber und nachhaltige Urnengräber zunehmend an Bedeutung – Entwicklungen, die auch in Kruft spürbar sind.
Ein vorangegangener Strategie-Workshop unter Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern, Bestattern, der Friedhofsverwaltung, dem Bürgermeister und dem Gemeinderat legte den Grundstein für das nun vorgestellte Konzept. Die Friedhofsentwicklungsplanung versteht sich als langfristige Aufgabe, die laut Ortsbürgermeister Walter Kill stetig weiterentwickelt werden muss.
Wie die Beigeordneten Bernd Schumacher und Sandra Rheindorf-Weber berichten, sind erste Schritte bereits umgesetzt. Besonders positiv hervorgehoben wird die neugestaltete Trauerhalle, die mit Unterstützung des Bestattungshauses Peter Glabach zu einem würdevollen Raum des Abschieds geworden ist.
Auf dem Friedhof wurden zudem neue Bäume gepflanzt, darunter sechs sogenannte Trauerbäume, unter denen künftig Baumbestattungen möglich sein werden. Ergänzend dazu sollen parkähnlich angelegte Memoriam-Gärten entstehen, in denen sowohl Erd- als auch Feuerbestattungen möglich sind. Diese Flächen sollen Ruhe, Harmonie und eine gepflegte Umgebung bieten.
Weitere kleinere, aber bedeutende Maßnahmen sind ebenfalls in Vorbereitung und sollen schrittweise umgesetzt werden, um den Friedhof an die sich verändernden Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen.BA
