Allgemeine Berichte | 04.12.2017

Wildkatzenkalender 2018 der Naturschutzinitiative e.V. (NI)

Zwölf Kalenderblätter helfen den scheuen Waldbewohnern

 Harry Neumann

Westerwaldkreis. Weil Wildkatzen sehr scheu sind, zurückgezogen und versteckt in unseren Wäldern leben, tagsüber meist schlafen und nachts jagen, bekommt diesen scheuen und faszinierenden Waldbewohner kaum jemand zu Gesicht.

Um dennoch den Anblick dieser wunderschönen Katzen ausgiebig genießen zu können, bietet die Naturschutzinitiative e.V. (NI) auch für das kommende Jahr 2018 wieder ihren beliebten Wildkatzenkalender mit einzigartigen Fotografien von Harry und Gabriele Neumann an. Der Kalender zum Aufhängen oder Aufstellen hat das Format 15 x 18 cm, enthält 13 Wildkatzenbilder in hochwertigem Vier-Farb-Druck und zwei Textseiten. Ein Kalender kann unter Angabe der Rechnungs- und Lieferadresse unter „bestellung@naturschutz-initiative.de“ bestellt werden. Weitere Informationen zum Kalender finden sich auf: www.naturschutz-initiative.de.

Mit dem Kauf eines Wildkatzenkalenders unterstützt die Naturschutzinitiative e.V. (NI) u.a. die Erlebnis- und Naturbildung für Kinder und Jugendliche, Wildkatzenakademien, genetische Untersuchungen von Wildkatzen, Unterstützung von Wildtierauffangstationen und Wildkatzenmonitoring, Vorträge und Symposien, Öffentlichkeitsarbeit zum Schutz der Wildkatze.

Die europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris) ist eine der seltensten einheimischen Säugetierarten. Sie gilt als stark gefährdet (Rote Liste Deutschlands 2009) und ist deshalb international sowie national gesetzlich streng geschützt. Der Gesamtbestand der Wildkatze in der Bundesrepublik wird nach jüngsten Untersuchungen des Senckenberg Instituts auf 5.000 bis 10.000 Tiere geschätzt, wovon ca. 3.000 Wildkatzen als bedeutendstes deutsches Vorkommen in Rheinland-Pfalz leben. In Deutschland leben diese Waldbewohner in einzelnen weitgehend isolierten Populationen in störungsarmen Rückzugsgebieten. Um die Existenz dieser Art langfristig zu sichern, müssen ihre Lebensräume erhalten bleiben, die Vernetzung ihrer Populationen gefördert werden und Möglichkeiten zu ihrer sicheren Überquerung von Verkehrswegen geschaffen werden. Gerade die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege ist ein großes Problem für Wildkatzen, da im Straßenverkehr deren wichtigste Todesursache liegt.

Wildkatzen leben als Einzelgänger, haben aber regelmäßig Kontakt zu benachbarten Individuen. Weibliche Wildkatzen haben ein Streifgebiet von 3 bis 10 km² und männliche Tiere von 5 bis 50 km², welches sich idealerweise mit den Gebieten von zwei bis drei Weibchen überschneidet. Die Wildkatze benötigt als Lebensraum große zusammenhängende, naturnahe und störungsarme Wälder mit vielfältigen Strukturen und Biotopbestandteilen. Als spezialisierter Kleintierjäger jagt sie vornehmlich auf Freiflächen innerhalb des Waldes und am Waldrand und hat ihre Ruhe- und Fortpflanzungsstätten in deckungsreichen Waldstrukturen und Baumhöhlen.

Pressemitteilung der

Naturschutzinitiative e.V.

Foto: Harry Neumann

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