Politik | 04.09.2013

DIE LINKE. Cochem-Zell

„Der Streik war und ist mehr als gerechtfertigt“

Cochem-Zell. Seit Kurzem streikten die Schleusenwärter an der Mosel sowie an der Lahn, zunächst bis Samstag. Grund dafür ist ein neuerliches Kürzungsdiktat der Bundesregierung, das bei den Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen bundesweit etwa 3.000 Stellen kosten soll. Ziel des Streiks ist ein Tarifvertrag der einen Kündigungsschutz, Einkommenssicherung und die Regelung von Versetzungen beinhaltet. „Die Streikenden fordern dies völlig zurecht von Ramsauer und der Wespenkoalition,“ erläutert Martin Krötz, Kandidat der Partei DIE LINKE. im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, „Es soll wieder einmal am falschen Ende, auf Kosten der Menschen, gespart werden. Das Ergebnis völlig verkorkster Privatisierungs- und Personalpolitik, wie am Mainzer Hauptbahnhof, soll offenbar als gelungenes Modell auch noch auf die Mosel übertragen werden.“

Zugausfälle, Überstunden bis zum Abwinken, entnervte Reisende und ein wirtschaftlicher Schaden, der in die Milliarden geht, sind die bisherigen Folgen. Ganz zu schweigen von einem beinahe Zusammenstoß zweier S-Bahn-Züge.

„Unter diesen Umständen massiv Personal abzubauen zeugt entweder von völliger Inkompetenz der Verantwortlichen oder grenzenloser Verantwortungslosigkeit.“, so Krötz weiter, „doch anstatt sich, mit den Schleusenwärtern zu solidarisieren, wird von manchen Seiten Stimmung gegen sie gemacht. Profitgier, Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit sind aber schlechte Ratgeber, wenn es darum geht, die Herausforderungen einer sicheren und effektiven Binnenschifffahrt anzupacken, welche zugleich gute Arbeitsplätze bietet. Die Streikpause ist die letzte Chance für Ramsauer, etwas Vernünftiges vorzulegen. Zu rechnen ist damit nicht unbedingt.“

Martin Krötz, sowie der Kreisvorstand der LINKEN Cochem- Zell erklärten sich solidarisch mit den streikenden Schleusenwärterinnen und Schleusenwärtern an der Mosel und ihrer Forderung nach tariflich festgelegter Jobsicherheit und fairen Arbeitsbedingungen. Sie informierten sich vor Ort in Bruttig-Fankel über den Streik: www.dielinke-coc.de.

Pressemitteilung

DIE LINKE. Cochem-Zell

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