Politik | 19.12.2012

Ein „Mehr“ als ein bloßes Verteilen von Lebensmitteln

Feierliche Einweihung der „Cochemer Tafel“ nach Umzug in neue Räume

Viel Freude war in den Gesichtern aller Gäste bei der Wiedereröffnung der Cochemer Tafel abzulesen. privat

Cochem. Der 5. Geburtstag der Cochemer Tafel war für dieses gemeinsame Hilfsprojekt des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e. V. und des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) Cochem e. V. ein ganz besonderer Tag - galt es doch die Neueröffnung und Segnung der Tafelräumlichkeiten gemeinsam mit vielen Gästen zu begehen. Der Umzug in das neue Domizil in der ehemaligen Roland-Druckerei in der Endertstraße 59 a in Cochem war notwendig geworden, weil der bauliche Zustand der alten Tafel nicht mehr den Erfordernissen für einen angemessenen Tafelbetrieb entsprach.

Begrüßungsrede

In seiner Begrüßungsansprache freute sich Winfried Görgen, Vorsitzender des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e. V., über die große Vielfalt von Diensten und Hilfen für Menschen in Not, unter denen die Cochemer Tafel wie eine Perle erscheine. „Viele Menschen besuchen sie und viele Menschen sind auf ehrenamtliche Weise in Zuverlässigkeit und Treue engagiert“, so der Vorsitzende, der darauf hinwies, dass die Cochemer Tafel eine von rund 900 Tafeln in Deutschland sei, die insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgen, unter ihnen eine halte Million Kinder. Er dankte den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern des Kreises, der Verbandsgemeinden und der Stadt Cochem „für die gute Kooperation und den Schulterschluss an so vielen Stellen für Menschen in unserer Region“ und den vielen Ehrenamtlichen der Cochemer Tafel: „Sie schenken den Menschen in Not von Ihrer Zeit und sind offen für die Menschen, die zur Tafel kommen, die in Not sind. Um mit Vinzenz von Paul, dem Arbeiterpriester zu sprechen: Die Art und Weise, wie wir mit den Menschen umgehen, zeichnet uns aus“, so Winfried Görgen.

Dank an alle Unterstützer

Sein Dank galt darüber hinaus allen, die seit den Anfängen der Cochemer Tafel und insbesondere auch in der Zeit des Umbaus und Umzugs auf verschiedene Weise mithalfen: namentlich den Banken, den Präsidenten von Lions und Rotary, den Vertretern der Firmen, die den Tafelumbau mit gestalteten und den Mitarbeiter/innen des Caritasverbandes. Diesen anerkennenden Worten schloss sich Katy Schug, Geschäftsführerin des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e. V. gerne an und stellte die Frage in den Raum, ob es gut sei „dass wir heute hier stehen müssen, dass es so viele Menschen braucht, damit Menschen in einer reichen Gesellschaft Menschen mit Lebensmitteln versorgen müssen.“ Beantworten konnte sie diese rhetorische Frage gleich selbst: „In den letzten Monaten war es für viele Menschen eine schwierige Zeit ohne die Tafel. Und deshalb ist es gut, Ehrenamtliche zu haben, die an der Verteilung des Überflusses von Lebensmitteln an die Notleidenden mitarbeiten, Hauptamtliche, die vor Ort Beratung anbieten und Lotsen sind für Menschen, die Hilfe suchen.

Das gewisse "Mehr"

Es ist also eine „Mehr“ als bloßes Verteilen von Nahrung, es geht bei der Tafel auch darum, Möglichkeiten aufzuzeigen“, so Katy Schug. Auch sie dankte den Firmen und Unternehmen, die mithalfen, die zweckmäßigen Räume der „neuen“ Tafel auszubauen und einzurichten und der Vermieterfamilie, die einen nur moderaten Mietpreis erhebt. „Auch freut es uns, dass es gelang, den Umbau dank der Unterstützung durch viele Spender finanzierbar zu machen, u. a. durch Kranzspenden, einer Spende der Katholischen Kirchengemeinde Cochem, sowie durch Zuwendungen von Banken und Toto-Lotto“, so Katy Schug. Auch das Job-Center, das zwei Arbeitssuchende zur Verfügung stellte und ein weiteres Unternehmen, das Mitarbeiter zwei Tage für aktive Mitarbeit beim Umbau der Tafel freistellte, trugen zum raschen Einzug in die neuen Räumlichkeiten bei. Eines lag der Caritas-Geschäftsführerin jedoch ganz besonders am Herzen: Der unvermeidliche Einsatz der Ehrenamtlichen in den letzten Monaten.

„Ohne Sie ist die Cochemer Tafel nicht denkbar. Es ist so gut, dass es Sie gibt - Sie tun Caritas vor Ort, geben Caritas ein Gesicht.“ Namentlich dankte sie u.a. Karin Steffens, Klaus Wolter, Karl-Josef Endres, Brigitte Fischer, Rosemarie Theisen, Eugen Ihle, Jürgen Hilger und nicht zuletzt Werner Kranz, der als „Ideengeber“ und „Bauleiter“ diese Umbauphase unermüdlich ehrenamtlich begleitete. „Das „Tafel-Team ist ein tolles Team“, so die Bilanz der Geschäftsführerin an diesem Tag.

Dank allen Helferinnen und Helfern

Im Anschluss begrüßte Erika Wiegand, Vorsitzende des SKF Cochem e. V. im Namen ihres Vereins „die vielen Helferinnen und Helfer, die fast täglich vor Ort sind und ihre Arbeit tun, ihnen gilt unser Dank. Insbesondere danken wir Karin Steffens - ohne Sie wäre die Tafel nicht so, wie sie heute ist, und der Familie Kranz für die großartige Unterstützung.“ Den Worten der Begrüßung schloss sich die Segnung der Räume durch Pastor Norbert Reichel und Pfarrer Steffen Tiemann an, umrahmt von Liedern und Fürbitten, die von Mitarbeiterinnen der Tafel vorgebracht wurden.

Pastor Norbert Reichel betonte, dass trotz aller grundsätzlicher Kritik an den Tafeln „ein hungriger Magen keine Zeit hat, auf Gesetzesnovellen zu warten. Tun sie deshalb das, was augenblicklich getan werden muss.“ Kreisbeigeordnete Ingrid Krämer überbrachte danach im Namen von Landrat Manfred Schnur Grüße an alle Anwesenden und sprach ihre hohe Anerkennung für das Geleistete aus: „Wir können stolz sein, dass es im Landkreis Cochem-Zell so vieler Menschen gibt, die für Andere da sind“, so die Kreisbeigeordnete. Danach folgten die rund 80 Gäste gerne der Einladung zu einem kleinen Imbiss, besichtigten die Räume der Tafel und nutzen die Gelegenheit zu einem lebhaften Gedankenaustausch.

Pressemitteilung

Caritasverband

Mosel-Eifel-Hunsrück e. V.

Viel Freude war in den Gesichtern aller Gäste bei der Wiedereröffnung der Cochemer Tafel abzulesen. Foto: privat

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